Der beste Ersatzfilter für Roomba: welcher passt zu welcher Serie

Der Filter ist das billigste Teil im Roomba – und das mit der größten Hebelwirkung. Er sitzt genau zwischen Auffangbehälter und Sauggebläse und entscheidet, wie viel Luft der Motor überhaupt bewegen kann. Ist er zugesetzt, sinkt die Saugleistung, der Roboter wird lauter, und feiner Staub geht durch die Abluft wieder in den Raum. Ein Dreierpack kostet je nach Serie zwischen 11 und 35 Euro. Das Problem ist selten der Preis, sondern die Auswahl: iRobot hat für nahezu jede Baureihe einen eigenen Filter – und ausgerechnet die Combo-Modelle j7 und j9 brauchen einen anderen als die restliche j-Serie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Standardfilter für e-, i- und j-Serie sowie Roomba Combo i5 und j5 heißt „Hochleistungsfilter, 3er-Pack“, Artikelnummer 4624876 (29,99 € bei iRobot). Er fängt laut Hersteller 99 % der Allergene von Hunde- und Katzenhaaren.
  • Wichtigste Falle: Roomba Combo j7+ und j9+ sowie Combo 10 Max brauchen einen anderen Filter – Artikelnummer 4785887 (34,99 €). Der 4624876 passt dort nicht.
  • Ältere Geräte: 800er/900er nutzen den AeroForce-Hochleistungsfilter 4415864 (24,99 €), die 500er/600er/700er den AeroVac-Filter.
  • Roomba-Filter dürfen nicht nass gereinigt werden – nur ausklopfen. Wasser zerstört das Filtervlies dauerhaft.
  • Bei Filtern sind Drittanbieter eine belegbare Empfehlung: Ein kompatibles 6er-Pack kostet oft weniger als ein Original-3er. iRobots Insolvenz (15.12.2025, Übernahme durch Picea Robotics) macht diese Unabhängigkeit zusätzlich wertvoll.

Unsere Empfehlung:

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iRobot Original Hochleistungsfilter, 3er-Pack für Roomba e-, i- und j-Serie (4624876)

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Die richtige Wahl für Allergiker-Haushalte und alle, die auf Nummer sicher gehen wollen: definierte Filterleistung von 99 % bei Tierhaar-Allergenen, exakte Dichtungsgeometrie – ein Pack reicht bei normaler Nutzung etwa ein Jahr.

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Warum der Roomba-Filter regelmäßig getauscht werden muss

Ein Saugroboter erzeugt seine Reinigungswirkung über einen Luftstrom. Der Filter ist der engste Punkt in diesem Strom. Setzt er sich mit Feinstaub zu, steigt der Strömungswiderstand – und zwar exponentiell, nicht linear. Deshalb merkt man vom Filterzustand die ersten Wochen gar nichts und dann plötzlich sehr viel.

Drei Effekte treten dabei zusammen auf:

  • Saugkraft. Weniger Durchsatz bedeutet weniger Unterdruck an der Bodendüse. Krümel bleiben liegen, Teppiche werden nur oberflächlich gereinigt, obwohl Bürsten und Motor völlig in Ordnung sind. Wenn Ihr Roboter allgemein schwächelt, ist der Filter der erste Verdächtige.
  • Motorlast. Das Gebläse arbeitet gegen den Widerstand an, dreht höher und zieht mehr Strom. Das kostet Akkulaufzeit, erzeugt ein hörbar helleres Geräusch und belastet Lager und Wicklung über Jahre.
  • Geruch und Abluft. Im gesättigten Vlies sammeln sich organische Reste – Hautschuppen, Tierhaare, Krümel. Zusammen mit Restfeuchte entsteht der typische muffige Geruch, den viele Nutzer fälschlich dem Auffangbehälter zuschreiben. Gleichzeitig lässt ein überladener Filter mehr Feinstaub passieren, was besonders für Allergiker relevant ist.

Der Filter ist damit das Bauteil mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung: wenige Euro, dreißig Sekunden Arbeit, sofort spürbarer Effekt. Wo er im Gesamtbild der Wartung steht, zeigt unser Wartungsplan für Saugroboter.

Der passende Filter für Ihren Roomba – Modell-Kompatibilität

iRobot führt für nahezu jede Baureihe einen eigenen Filter. Diese Übersicht deckt die in Deutschland relevanten Modelle ab:

  • e-Serie, i-Serie (i3, i5, i7, i8), j-Serie (j5, j7, j9) sowie Roomba Combo i5 und Combo j5: Hochleistungsfilter 3er-Pack, Artikelnummer 4624876, 29,99 €. In den USA läuft derselbe Filter unter der Nummer 4639161.
  • Roomba Combo j7 / j7+ / j9+ und Roomba Combo 10 Max: Hochleistungsfilter 3er-Pack, Artikelnummer 4785887, 34,99 €. Diese Geräte haben durch das Wischmodul einen anderen Behälteraufbau. iRobot weist auf der Produktseite des 4624876 ausdrücklich darauf hin, dass dieser nicht mit Combo j7+ oder j9+ kompatibel ist.
  • 800er- und 900er-Serie: AeroForce-Hochleistungsfilter, 3er-Pack, Artikelnummer 4415864, 24,99 €. Auch im Nachfüllsatz 4415866 enthalten.
  • 500er-, 600er- und 700er-Serie: AeroVac-Filter. Original erhältlich im Nachfüllpack für die 600er-Serie (Artikelnummer 4501352, 39,99 €), der drei AeroVac-Filter, Borsten- und Klopfbürste sowie eine Kantenbürste enthält.
  • Roomba Combo Essential und 105er-Reihe: Filter 3er-Pack, Artikelnummer 4837321, 12,99 €.
  • Roomba Combo Plus 405 und Plus 505: Filter 3er-Pack, Artikelnummer 4849900, 15,99 €.
  • Roomba Max 705 Vac: Ersatzfilter 3er-Pack, Artikelnummer 4849904, 10,99 €.

Der 10-Sekunden-Check: Die Modellbezeichnung steht auf dem Typenschild an der Unterseite des Roboters, meist in der Nähe des Akkufachs – dort lesen Sie etwas wie „i7150″ oder „j955840″. Alternativ zeigt die iRobot-App unter Roboter-Einstellungen → Roboterinformationen das genaue Modell. Entscheidend ist zusätzlich eine einzige Frage: Wischt Ihr Gerät auch? Wenn ja und es trägt „Combo“ im Namen, prüfen Sie doppelt – Combo j7 und j9 gehören zur Filternummer 4785887, Combo i5 und j5 dagegen zur 4624876. Ziehen Sie im Zweifel den Filter heraus und vergleichen Sie die Bauform mit dem Produktbild: Der Filter ist gelb oder grün eingefasst und lässt sich am Griff aus dem Auffangbehälter ziehen. Welche Serie welche Ausstattung mitbringt, klärt unser Roomba-Modellvergleich.

Nach der Insolvenz: Wie sicher ist die Filterversorgung?

Das gehört zur ehrlichen Kaufberatung dazu: iRobot hat am 15. Dezember 2025 in den USA Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet. Ende Januar 2026 wurde die Übernahme durch Picea Robotics abgeschlossen – einen der weltweit größten Auftragsfertiger für Saugroboter, der seit 2023 ohnehin iRobots wichtigster Produktionspartner war. Das Geschäft läuft weiter, die Entwicklung bleibt bei den bestehenden Teams, und der Vertrieb in Deutschland und Österreich läuft über die etablierte Distribution unverändert weiter.

Für Sie heißt das konkret: Originalfilter sind weiterhin lieferbar, im iRobot-Shop wie im Handel. Panikkäufe sind unnötig.

Genauso ehrlich ist aber: Die langfristige Versorgungslage ist bei iRobot heute schwerer einzuschätzen als bei Roborock oder Dreame, die als wirtschaftlich gesunde Hersteller mit wachsendem Sortiment im Markt stehen. Nach Übernahmen werden Ersatzteilprogramme erfahrungsgemäß gestrafft, und ältere Baureihen verschwinden zuerst. Beim Filter ist das aber ein vergleichsweise entspanntes Thema – und zwar genau deshalb, weil hier der Drittanbietermarkt außerordentlich breit ist. Für die e-/i-/j-Filterbauform gibt es Dutzende kompatible Angebote von 6er- bis 12er-Packs, allein bei einem einzigen deutschen Zubehörhändler stehen rund 126 kompatible iRobot-Artikel im Sortiment. Diese Produktion läuft unabhängig davon, wie der Hersteller sein Programm sortiert. Wer einen Roomba der 600er- oder 800er-Serie fährt, findet Filter heute ohnehin leichter im Zubehörhandel als beim Hersteller.

Original oder Nachbau?

Beim Filter ist Nachbau eine der klarsten Empfehlungen im gesamten Zubehörbereich. Ein Filter ist ein passives Bauteil aus Rahmen und Vlies, ohne Elektronik, ohne Kontakt zur Steuerung. Entscheidend sind nur zwei Dinge: dass der Rahmen dicht im Schacht sitzt und dass das Vlies fein genug ist. Beides lässt sich am gelieferten Produkt sofort prüfen. Die grundsätzliche Abwägung haben wir unter Original oder Nachbau ausführlich dargestellt.

Kriterium Original Nachbau
Preis pro Filter ca. 4–12 € (4624876: 29,99 € für 3 Stück) ca. 1,50–3 € im 6er- oder 12er-Pack
Abscheidegrad 99 % der Tierhaar-Allergene, vom Hersteller spezifiziert gute Anbieter erreichen HEPA-nahe Werte, Angaben sind aber selten geprüft
Rahmensitz immer dicht meist gut; bei Billigware kann der Rahmen minimal untermaßig sein – dann strömt Luft am Vlies vorbei
Praktische Konsequenz seltener wechseln, mehr zahlen häufiger wechseln, insgesamt trotzdem günstiger – und ein frischer Filter schlägt einen alten Originalfilter immer
Risiko fürs Gerät keins keins – passives Bauteil ohne Elektronik

Wichtig zur Abgrenzung: Diese Empfehlung gilt für Filter, Bürsten, Wischpads und Staubbeutel. Bei Akkus, Sensoren und Elektronikbaugruppen raten wir dagegen konsequent zum Original – dort sind Ausfälle bis hin zu Folgeschäden an der Elektronik dokumentiert, und die Ersparnis rechtfertigt das Risiko nicht.

Für Allergikerhaushalte gibt es eine sinnvolle Mischstrategie: Original als Basis, kompatible Filter als häufig gewechselter Verbrauchsartikel. Ein alle sechs Wochen getauschter Nachbaufilter filtert in der Praxis besser als ein Originalfilter, der ein Jahr im Gerät sitzt.

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Das Vorteilspack für Haushalte mit Tieren oder täglichem Reinigungslauf: genug Filter für zwei Jahre, sodass Sie alle sechs bis acht Wochen einen frischen einsetzen können, statt einen alten auszureizen.

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Filter wechseln in der Praxis – Schritt für Schritt

  1. Roboter ausschalten und vom Dock nehmen. Bei Modellen mit Absaugstation vorher einen Entleerungsvorgang abwarten, damit der Behälter leer ist.
  2. Den Auffangbehälter an der Entriegelung nach hinten herausziehen und über einem Mülleimer entleeren.
  3. Den Filter am Griff aus seinem Schacht ziehen. Er sitzt bei e-, i- und j-Serie an der Oberseite des Behälters und lässt sich ohne Werkzeug entnehmen.
  4. Schacht und Dichtfläche mit einem trockenen Tuch auswischen. Staubränder an der Dichtkante sind ein Zeichen, dass Luft am Filter vorbeigeströmt ist.
  5. Neuen Filter mit der gerippten Seite in Richtung Luftstrom einsetzen – die Bauform lässt nur eine Einbaulage vollständig zu. Nicht mit Gewalt drücken.
  6. Behälter wieder einschieben, bis er hörbar einrastet, und einen kurzen Testlauf starten.

Reinigungstipp für zwischendurch: Klopfen Sie den Filter etwa alle zwei Wochen über dem Mülleimer aus – am besten mit der Rahmenkante, nicht auf das Vlies schlagen. Auf keinen Fall auswaschen. iRobot weist bei seinen Hochleistungsfiltern ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht mit Wasser gereinigt werden dürfen. Das Vlies verklebt beim Trocknen, die Faserstruktur bricht, und der Filter ist danach dichter und schlechter zugleich. Wer viel Feinstaub im Haushalt hat, hält am besten immer zwei Filter im Wechsel bereit.

Häufige Fehler beim Filterkauf

  • Combo j7 / j9 mit dem Standardfilter der j-Serie verwechselt. Das ist der mit Abstand häufigste Fehlkauf bei Roomba-Filtern. Diese Geräte brauchen die Nummer 4785887, nicht 4624876.
  • Filter für die falsche Generation bestellt. Zwischen 800er/900er (AeroForce) und e-/i-/j-Serie besteht keine Kompatibilität, obwohl beide „Hochleistungsfilter“ heißen.
  • Filter gewaschen statt getauscht. Der Klassiker – siehe oben. Nach dem Waschen ist ein Roomba-Filter Ausschuss, auch wenn er noch sauber aussieht.
  • Zu große Gebinde gekauft. Ein 24er-Pack für ein paar Euro klingt gut, aber Filtervlies zieht Feuchtigkeit aus der Raumluft. Zwölf Stück sind für die meisten Haushalte ein sinnvolles Maximum.
  • Nur den Filter getauscht. Wenn die Saugleistung nachlässt, sind Filter, Bürsten und Absaugkanal meist gemeinsam betroffen. Ein einzelner Tausch bringt dann nur die Hälfte des möglichen Effekts.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich den Roomba-Filter wechseln?

iRobot nennt für seine Filter kein quantifiziertes Austauschintervall – auf der Produktseite steht lediglich, dass ein verschmutzter Filter die Saugleistung reduziert. Diese Datenlücke benennen wir bewusst, statt eine Zahl zu erfinden. Als Orientierung dient die einzige sauber quantifizierte Herstellerangabe der Branche, das Roborock-S8-Handbuch: HEPA-Filter monatlich reinigen, nach 3–6 Monaten austauschen. Diese Werte sind technisch übertragbar, aber ausdrücklich keine iRobot-Angabe. Deutsche Zubehörhändler empfehlen für Roomba-Filter praxisnah einen Wechsel alle zwei bis drei Monate.

Sind Roomba-Filter echte HEPA-Filter?

iRobot vermarktet sie als „Hochleistungsfilter“ und gibt an, dass 99 % der Allergene von Hunde- und Katzenhaaren zurückgehalten werden. Eine formale HEPA-Klassifizierung nach EN 1822 wird für die aktuellen Filter nicht ausgewiesen. Die Bezeichnung „HEPA“ auf Drittanbieter-Verpackungen ist entsprechend als Marketingbegriff zu lesen, nicht als geprüfte Klasse.

Mein Roomba saugt trotz neuem Filter schlecht – was nun?

Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Sitzt der Auffangbehälter richtig eingerastet? Ist die Bürstenabdeckung auf beiden Seiten eingerastet? Sind die Walzenenden frei von aufgewickelten Haaren? Ist der Absaugkanal zwischen Bodendüse und Behälter frei? Diese vier mechanischen Ursachen erklären den weit überwiegenden Teil aller Saugkraftprobleme.

Lohnt sich der Filterwechsel finanziell?

Ja, deutlich. Filter gehören zu den günstigsten Verschleißteilen überhaupt und verhindern gleichzeitig teure Folgeschäden am Gebläsemotor. Wie sich Filter, Bürsten und Beutel über die Jahre zu einer Jahresrechnung summieren, zeigen wir unter Saugroboter-Folgekosten.

Fazit: unsere Empfehlung

Der wichtigste Schritt beim Roomba-Filter passiert vor dem Kauf: Serie bestimmen und bei Combo-Modellen doppelt hinsehen. Für e-, i- und j-Serie sowie Combo i5 und j5 ist der Original-Hochleistungsfilter 4624876 die sichere Wahl, für Combo j7, j9 und Combo 10 Max ist es die 4785887. Wer diese Unterscheidung trifft, hat den häufigsten Fehlkauf schon vermieden.

Bei der Frage Original oder Nachbau fällt die Antwort beim Filter besonders klar aus: Ein kompatibles Vorteilspack ist die praktisch bessere Lösung, weil es Sie in die Lage versetzt, häufiger zu wechseln – und Wechselhäufigkeit schlägt Materialgüte. Das gilt umso mehr, seit iRobot nach der Insolvenz vom 15.12.2025 unter dem Dach von Picea Robotics steht: Die Versorgung läuft, aber ein Sortiment, das unabhängig vom Hersteller produziert wird, ist bei einem Gerät, das noch Jahre laufen soll, das ruhigere Fundament. Für Allergikerhaushalte empfehlen wir die Kombination aus Originalfilter als Basis und kompatiblen Filtern für den engen Wechselrhythmus.

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