Die besten Wischpads für Roborock: Qrevo, Saros, S8 und Q-Serie im Überblick

Wischpads sind das Verschleißteil, das die meisten Roborock-Besitzer am längsten ignorieren – schließlich wäscht die Station sie ja selbst. Genau das ist der Denkfehler: Die Station spült Schmutz heraus, aber sie kann weder die verklebten Mikrofasern wieder aufrichten noch die Kalkschicht entfernen, die sich mit jedem Trocknungszyklus einlagert. Nach einem halben Jahr schmiert ein solches Pad mehr, als es reinigt. Roborock verkauft je nach Modellreihe fünf verschiedene Pad-Bauformen zwischen 15,99 und 29,99 Euro. Wir zeigen, welches zu Ihrem Gerät gehört und warum sich hier ein Drittanbieter-Set fast immer lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Roborock gibt im S8-Handbuch vor: Wischtücher nach jedem Einsatz reinigen, nach 3–6 Monaten austauschen – auch dann, wenn eine Station das Waschen übernimmt.
  • Es gibt drei grundverschiedene Bauformen: runde Rotationspads (Qrevo, Saros), rechteckige VibraRise-Tücher (S7, S8) und Rand-Wischtücher für den ausfahrbaren Seitenmopp.
  • Preise im Original: 15,99 € für 2 Stück (Q7 Max, Q8 Max, Q5 Pro), 19,99 € für 4 Stück (Qrevo CurvX, Qrevo Curv 2 Pro), 24,99 € für 2 Stück (S8 Pro Ultra), 25,99–29,99 € für 4 Stück (Qrevo, Qrevo Curv, Saros) und 29,99 € für 2 Rand-Wischtücher (S8 MaxV Ultra, S8 Max Ultra).
  • Pads sind Textil ohne Elektronik – Drittanbieter-Sets sind hier eine belegbar sinnvolle Empfehlung, oft zum Viertel des Originalpreises.
  • Der wichtigste Praxistipp: mindestens zwei Sätze im Wechsel, damit ein Satz vollständig trocknen kann. Dauerfeuchte Pads sind die Hauptursache für Schimmelgeruch.

Warum Wischpads regelmäßig getauscht werden müssen – und was passiert, wenn nicht

Ein Mikrofaserpad reinigt nicht durch Wasser, sondern durch Kapillarwirkung. Die gespaltenen Fasern sind feiner als ein menschliches Haar und ziehen Schmutzpartikel durch Adhäsion in die Zwischenräume. Diese Wirkung hängt vollständig davon ab, dass die Fasern aufgestellt und beweglich sind. Legen sie sich flach und verkleben, wird aus dem Reinigungspad ein Wischlappen, der Schmutz nur noch verteilt.

Drei Prozesse arbeiten dabei gegen das Pad. Erstens die mechanische Abnutzung: Rotationspads drehen sich mit deutlichem Anpressdruck über Fliesen und Fugen. Die Faserenden brechen ab, der Flor wird kürzer und härter. Zweitens die Verkalkung – und das ist der unterschätzte Punkt bei Robotern mit Waschstation. Bei jedem Trocknungsvorgang verdunstet Wasser aus dem Pad und hinterlässt die gelösten Mineralien im Gewebe. In Regionen mit hartem Wasser fühlt sich ein Pad nach wenigen Monaten steif und pappig an, obwohl es optisch sauber ist. Drittens die Fettbeladung: In Küchen nehmen Pads Speisefette auf, die klares Wasser bei den moderaten Waschtemperaturen der Station nicht vollständig löst. Der Fettfilm verklebt die Fasern von innen.

Im Alltag merken Sie das an Schlieren auf dunklen Fliesen, an einem Boden, der sich nach dem Wischen leicht klebrig anfühlt, und daran, dass Flecken mehrere Durchgänge brauchen. Der auffälligste Effekt ist aber der Geruch: Ein Pad, das nicht mehr richtig trocknet, weil verklebte Fasern Feuchtigkeit halten, wird zur Bakterienkultur. Der typische säuerlich-muffige Geruch, der wenige Minuten nach dem Start durch die Wohnung zieht, kommt oft genau daher.

Wichtig zu verstehen: Eine Waschstation verlängert das Intervall nicht so stark, wie viele annehmen. Sie erspart Ihnen das Auswaschen von Hand und hält das Pad zwischen zwei Einsätzen brauchbar – aber sie kann Kalk und Fett nicht herauslösen und die Faserstruktur nicht regenerieren. Roborock nennt deshalb auch für Modelle mit Station dieselben 3 bis 6 Monate.

Das passende Wischpad für Ihren Roborock – Modell-Kompatibilität

Bei Wischpads ist die Verwechslungsgefahr größer als bei jedem anderen Verschleißteil, weil Roborock die Wischtechnik über die Generationen dreimal grundlegend umgebaut hat. Diese Bauformen existieren nebeneinander:

Runde Rotationspads (Qrevo- und Saros-Reihe)

Zwei runde Pads, die sich gegenläufig drehen und per Klett auf den Tellern sitzen. Aktuell im deutschen Roborock-Shop:

  • Wischtuch 4 Stück, 29,99 € – für Qrevo, Qrevo S, Qrevo Pro, Qrevo Master, Qrevo Slim, Qrevo S5V, Qrevo CurvX, Qrevo Curv S5X und Qrevo Edge S5A.
  • Antibakterielles rotierendes Mopptuch 4 Stück, 25,99 € (regulär 29,99 €) – speziell für Qrevo Curv und Qrevo Edge.
  • Wischtuch 4 Stück, 19,99 € – für Qrevo CurvX und Qrevo Curv 2 Pro.
  • Antibakterieller drehbarer Wischmopp 4 Stück, 29,99 € – für Saros 10R und Saros Z70; eine eigene Variante gibt es für den Saros 10.
  • Wischtuch 4 Stück – eigene Variante für QV 35A und QV 35S.
  • Antibakterielle Wischmop-Aufsätze, 4er-Pack – für Saros 20, Saros 20 Complete, Saros 20X und Qrevo Edge 2.

Rechteckige VibraRise-Tücher (S7- und S8-Reihe)

Ein flaches Tuch auf einer vibrierenden Platte, die sich zum Überfahren von Teppich anhebt. Roborock führt Wischtuch 2 Stück für 24,99 € für den S8 Pro Ultra sowie die VibraRise Mopp-Tücher für 19,99 € für die S7-Reihe.

Einfache Wischplatten-Tücher (Q-Reihe)

Die günstigste Variante: ein Tuch auf einer Halteplatte ohne Vibration, etwa das Wischmopp-Tuch 2 Stück für 15,99 € für Q7 Max, Q8 Max und Q5 Pro sowie das Wischtuch 2 Stück für 19,99 € für die Q10 S5-Serie.

Rand-Wischtücher

Neuere Topmodelle haben einen zusätzlichen, seitlich ausfahrbaren Mopp für Kanten. Das Rand-Wischtuch 2 Stück kostet 29,99 € und passt zu S8 MaxV Ultra und S8 Max Ultra. Diese Tücher sind ein separates Verschleißteil, das viele Nutzer übersehen – und weil sie direkt an Sockelleisten schrubben, verschleißen sie schneller als die Hauptpads.

In 10 Sekunden prüfen, ob es passt

Drehen Sie den Roboter um. Sehen Sie zwei runde Teller, brauchen Sie Rotationspads. Sehen Sie eine rechteckige Platte, ist es ein VibraRise- oder Wischplatten-Tuch. Steht seitlich ein kleiner zusätzlicher Mopp hervor, benötigen Sie zusätzlich Rand-Wischtücher. Danach lesen Sie die vollständige Modellbezeichnung vom Typenschild auf der Unterseite oder aus dem Geräteeintrag der Roborock-App ab – „Qrevo“, „Qrevo Curv“ und „Qrevo Curv 2 Pro“ sind drei verschiedene Geräte mit drei verschiedenen Pads. Welche Modelle sich hinter den Qrevo-Namen verbergen, ordnen wir in unserem Qrevo-Serien-Vergleich ein.

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Roborock Original Wischpads für Qrevo, 4er-Set

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Die sichere Wahl für alle mit Waschstation: Die Klettrückseite ist exakt auf die Teller abgestimmt und die Faserdichte passt zum Trocknungsprogramm der Station – die Modellliste vor dem Kauf abgleichen.

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Original oder Nachbau? Die ehrliche Einschätzung

Wischpads sind neben Filtern das Teil, bei dem Drittanbieter am klarsten mithalten. Ein Pad ist Mikrofasergewebe auf einem Klettträger – keine Elektronik, kein Sensor, nichts, was Ihr Gerät beschädigen könnte. Das unterscheidet sie fundamental von Akkus und Sensorik, wo wir konsequent zum Original raten, weil dort dokumentierte Risiken bis hin zu Elektronikschäden bestehen. Beim Pad ist das schlechteste denkbare Ergebnis, dass es schlechter wischt oder früher ausfranst.

Kriterium Original Nachbau
Preis pro Pad ca. 5–15 € (2er-/4er-Pack 15,99–29,99 €) oft 1–3 € im 6er- bis 12er-Set
Passform exakter Durchmesser, Klett greift sauber bei etablierten Anbietern gut; bei No-Name teils 1–2 mm Abweichung
Faserqualität dichter Flor, formstabil schwankend; dünner Flor nimmt weniger Wasser auf
Verhalten in der Waschstation auf Wasch- und Trocknungsprogramm abgestimmt zu dicke Pads trocknen im Programm nicht vollständig durch
Risiko fürs Gerät keines praktisch keines – reines Textilteil
Sinnvoll für Waschstationen, sehr neue Modelle Handwäsche, häufiges Tauschen, mehrere Sätze im Wechsel

Eine Einschränkung ist uns wichtig: Wenn Ihr Roborock eine Waschstation hat, sollten Sie bei Drittanbieter-Pads auf die Dicke achten. Das Trocknungsprogramm der Station ist auf die Materialstärke der Originalpads ausgelegt. Ein deutlich dickeres Nachbaupad kommt aus dem Zyklus feucht heraus – und ein feuchtes Pad, das stundenlang in der Station hängt, riecht innerhalb weniger Tage. Wer von Hand wäscht und an der Luft trocknen lässt, hat dieses Problem nicht und kann bedenkenlos günstig kaufen. Die grundsätzliche Abwägung finden Sie in Original oder Nachbau? Der ehrliche Vergleich.

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Wischpads-Set kompatibel mit Roborock (Mehrfachpack, waschbar)

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Das Vorteilspack für alle, die mehrere Sätze im Wechsel fahren wollen: Sechs bis zwölf Pads kosten oft weniger als ein Original-Viererpack – ideal, wenn Sie ohnehin von Hand nachwaschen.

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Wischpads wechseln und pflegen in der Praxis

  1. Roboter aus der Station nehmen und umdrehen. Bei Modellen mit Wischplatte lässt sich die Halterung meist komplett abziehen, was den Wechsel erleichtert.
  2. Altes Pad abziehen. Rotationspads werden gerade vom Teller gezogen, rechteckige Tücher vom Klett der Platte. Ziehen Sie am Rand, nicht in der Mitte – sonst bleibt Klettflausch am Teller hängen.
  3. Klettflächen säubern. Auf den Haken sammeln sich Fasern, Haare und Kalkkrümel. Mit einer alten Zahnbürste ausbürsten. Verfilzte Klettflächen sind der häufigste Grund, warum sich Pads während der Fahrt lösen.
  4. Neues Pad mittig aufdrücken. Bei Rotationspads unbedingt zentrieren – ein außermittiges Pad läuft unrund, wischt ungleichmäßig und wird an einer Stelle schnell dünn.
  5. Bei Modellen mit Station: Nach dem Wechsel einmal manuell einen Waschzyklus starten. So saugt sich das trockene Pad gleichmäßig voll, statt beim ersten Einsatz halb trocken über den Boden zu schleifen.
  6. Rand-Wischtuch nicht vergessen, falls Ihr Modell einen ausfahrbaren Seitenmopp hat.

Der Pflegetipp zwischendurch

Auch mit Waschstation lohnt sich alle zwei bis vier Wochen eine Handwäsche. Legen Sie die Pads für 30 Minuten in lauwarmes Wasser mit einem Schuss Essigreiniger – das löst genau den Kalk, den die Station nicht wegbekommt. Danach gründlich ausspülen und an der Luft trocknen lassen. In der Waschmaschine sind bis 60 Grad möglich, aber ohne Weichspüler: Weichspüler legt einen Film um die Mikrofasern und zerstört die Kapillarwirkung dauerhaft. Ein Wäschenetz schützt die Klettrückseite.

Der wichtigste Punkt überhaupt: Lassen Sie nach der letzten Reinigung des Tages kein feuchtes Pad am Roboter. Bei Geräten ohne Trocknungsfunktion nehmen Sie es ab und hängen es auf. Zwei Sätze im Wechsel machen das mühelos – und ersparen Ihnen genau das Schimmelproblem, das dauerfeuchte Pads unweigerlich mit sich bringen.

Häufige Fehler beim Wischpad-Kauf

  • Bauform verwechseln. Runde Rotationspads und rechteckige VibraRise-Tücher sind nicht austauschbar. Ein Blick auf die Unterseite klärt das in zwei Sekunden.
  • Nach der Serie statt nach dem Modell suchen. Qrevo, Qrevo Curv, Qrevo CurvX und Qrevo Curv 2 Pro nutzen jeweils eigene Pads – trotz ähnlicher Namen.
  • Zu dicke Nachbaupads bei Waschstation. Sie trocknen im Stationsprogramm nicht durch und fangen an zu riechen. Bei Station lieber auf originalnahe Materialstärke achten.
  • Nur einen Satz besitzen. Ohne Wechselsatz landet das feuchte Pad direkt wieder am Roboter. Zwei Sätze sind das Minimum, drei sind komfortabel.
  • Weichspüler oder Vollwaschmittel benutzen. Beides setzt die Mikrofasern zu. Klares Wasser, notfalls etwas Essigreiniger, sonst nichts.
  • Rand-Wischtücher übersehen. Wer ein Topmodell mit Seitenmopp hat und nur die Hauptpads tauscht, wischt weiter mit einem verschlissenen Kantentuch.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich Roborock-Wischpads wechseln?

Roborock nennt im S8-Handbuch: nach jedem Einsatz reinigen, nach 3 bis 6 Monaten ersetzen. Diese Angabe gilt auch für Modelle mit Waschstation – die Station spart Ihnen die Handwäsche, verlängert aber die Lebensdauer der Fasern nicht wesentlich. Bei täglichem Einsatz auf großer Fläche liegen Sie eher bei drei Monaten, bei zweimal wöchentlichem Wischen in einer kleinen Wohnung eher bei sechs.

Woran erkenne ich, dass ein Pad durch ist?

Nehmen Sie es trocken in die Hand. Fühlt es sich steif, pappig oder glatt an statt flauschig, ist der Flor verkalkt oder verfilzt. Weitere Anzeichen: Schlieren auf dunklen Böden, ein Boden, der nach dem Wischen länger als üblich feucht bleibt, ausgefranste Ränder, dünne Stellen am Außenrand der Rotationspads oder ein Eigengeruch, der auch nach Handwäsche bleibt.

Kann ich Wischpads in die Waschmaschine geben?

Ja, bis 60 Grad im Wäschenetz – aber ohne Weichspüler und am besten mit Flüssigwaschmittel ohne Bleiche. Pulverwaschmittel hinterlässt Rückstände im Flor. Nicht in den Trockner: Hitze verzieht die Klettrückseite, danach hält das Pad nicht mehr zuverlässig am Teller.

Lohnen sich Einweg-Wischtücher?

Für den Dauerbetrieb nicht. Sie sind pro Reinigung deutlich teurer als ein waschbares Pad und nehmen weniger Wasser auf. Sinnvoll sind sie nur punktuell – etwa nach einer Baustelle oder wenn Sie einen stark verschmutzten Boden einmalig nicht in der eigenen Waschmaschine haben wollen.

Fazit: unsere Empfehlung

Wischpads sind das Verschleißteil mit dem größten Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Sauberkeit. Ein halbjahresaltes, verkalktes Pad sieht nach dem Stationswaschgang sauber aus und schmiert trotzdem. Wer nur ein Teil an seinem Wischroboter konsequent ersetzt, sollte dieses nehmen.

Unsere Empfehlung richtet sich nach Ihrer Station. Mit Waschstation greifen wir zu den Originalen – nicht aus Prinzip, sondern weil die Materialstärke auf das Trocknungsprogramm abgestimmt ist und ein nicht durchtrocknendes Pad das Geruchsproblem erst schafft, das Sie vermeiden wollen. Für die Qrevo-Basisreihe sind das 29,99 € für vier Pads, für Qrevo Curv und Qrevo Edge 25,99 €, für Qrevo CurvX und Qrevo Curv 2 Pro 19,99 €, für Saros 10R und Saros Z70 29,99 €. Ohne Waschstation, also bei den S7-, S8- und Q-Modellen mit einfacher Wischplatte, sind Drittanbieter-Mehrfachpacks die klar bessere Wahl: Sie wechseln ohnehin von Hand, und mit acht bis zwölf Pads zum Preis eines Original-Viererpacks können Sie großzügig tauschen statt sparsam waschen.

Unabhängig davon gilt: Mindestens zwei Sätze, immer einer trocken im Schrank. Das ist die einzige Regel, die im Alltag wirklich den Unterschied macht. Wie sich der Pad-Wechsel in den restlichen Wartungsrhythmus einfügt, zeigt unser Wartungsplan mit allen Intervallen.

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