„Omni“ heißt bei eufy: Der Roboter kommt mit einer Station, die absaugt, den Wischbezug wäscht und ihn anschließend trocknet. Dahinter verbergen sich inzwischen aber fünf sehr unterschiedliche Geräte – Omni S2, Omni E28, Omni E25, Omni C28 und Omni C20 – mit Preisen zwischen rund 306 und 1.500 Euro, zwei verschiedenen Wischsystemen und Stationen, die vom simplen Waschbecken bis zur Ozon-Desinfektion reichen. Dieser Ratgeber vergleicht die Omni-Reihe nach Stand August 2026 und sagt, welches Modell den Aufpreis wert ist und welches nicht.
- Zwei Wischsysteme innerhalb derselben Reihe: Omni S2, E28, E25 und C28 nutzen die HydroJet-Wischwalze, die während der Fahrt gespült wird. Der Omni C20 arbeitet noch mit zwei rotierenden Rundpads.
- Stationsunterschiede sind das eigentliche Kaufkriterium: Der C20 trocknet nur mit Kaltluft und braucht dafür über vier Stunden, C28, E25 und E28 trocknen mit Warmluft, der S2 desinfiziert das Wasser zusätzlich per Ozon.
- Der Omni E28 bringt als einziges Modell einen abnehmbaren Nasssauger mit, der zugleich als Wassertank dient – damit reinigen Sie Polster, Autositze und Teppichflecken von Hand.
- Testlage: testberichte.de führt den Omni E25 mit 1,9 und den Omni E28 mit 2,1 („gut“). Beim Flaggschiff Omni S2 vergab smarthomeassistent für die Wischleistung dagegen eine 5,9 – bei 1.499 € UVP.
- Bauhöhe beachten: C20 8,5 cm, S2 9,8 cm, C28 rund 11 cm. Innerhalb einer Serie liegen hier zweieinhalb Zentimeter Unterschied.
Unsere Empfehlung für Haushalte, die mehr als nur Bodenreinigung brauchen:
Nach Herstellerangabe 20.000 Pa, HydroJet-Wischwalze mit Echtzeit-Reinigung, DuroSpiral-Entwirrbürsten und CornerRover-Arm für Ecken. Das Besondere: Der Wassertank lässt sich als Handgerät entnehmen und reinigt damit Sofa, Autositze und Teppichflecken. testberichte.de führt ihn mit 2,1 („gut“).
Für wen sich die eufy Omni-Serie eignet
Die Omni-Reihe ist eufys Antwort auf die Komplettstationen von Roborock, Dreame und Ecovacs – und sie ist konsequent etwas günstiger positioniert. Wer eine Station will, die den Staub absaugt und den Wischbezug wäscht und trocknet, ohne dafür vierstellige Beträge auszugeben, findet hier ab rund 500 Euro ein vollständiges Paket.
Der klarste Vorteil der aktuellen Omni-Generation ist die HydroJet-Wischwalze. Statt zweier Rundpads, die sich im Verlauf der Reinigung mit Schmutz vollsaugen, rotiert hier eine breite Rolle, die permanent mit Frischwasser versorgt und an einer Abstreifkante ausgewrungen wird. Beim S2 ist diese Walze 29 Zentimeter breit, was pro Bahn spürbar mehr Fläche abdeckt.
Wo die Reihe schwächelt, zeigen die Tests deutlich: beim Wischergebnis auf hartnäckigem Schmutz und auf Teppich. smarthomeassistent bewertete die Wischleistung des S2 mit 5,9 und die des E28 mit 6,0 von 10 Punkten; beim E28 fielen zudem die Teppichwerte mit 61,43 von 100 Punkten deutlich hinter die Hartbodenwerte von 93,38 zurück. Wenn Ihre Wohnung überwiegend Teppich hat, ist die Omni-Reihe nicht die naheliegendste Wahl.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Was die Station tatsächlich kann. „Omni“ ist bei eufy kein einheitlicher Standard. Die 5-in-1-Station des C28 wäscht und trocknet die Walze mit Heißluft und entleert in einen Beutel, für den eufy bis zu 75 Tage Standzeit angibt. Die Station des C20 trocknet dagegen nur mit Kaltluft, braucht laut testsiegertv über vier Stunden und ist dabei hörbar. Die 12-in-1-UniClean-Station des S2 desinfiziert zusätzlich das Wasser per Ozon und kann Duftkapseln verwenden. Zwischen diesen Ausbaustufen liegt der eigentliche Preisunterschied der Reihe.
Tankgrößen. Beim S2 fassen die Stationstanks 2,5 Liter Frisch- und 1,8 Liter Schmutzwasser – smarthomeassistent kritisiert das für ein Gerät dieser Klasse als zu klein, weil häufig nachgefüllt werden muss. Der C28 hat 2,2 Liter Frischwasser, der E25 kommt auf 2,5 Liter frisch und 1,8 Liter schmutzig plus einen 3-Liter-Staubbeutel. Bei größeren Wohnungen ist das ein Alltagsfaktor.
Bauhöhe. Innerhalb der Omni-Reihe liegen Welten: Der C20 ist mit 8,5 Zentimetern flach, weil der Laser im Chassis sitzt. Der C28 baut mit rund 11 Zentimetern deutlich höher, weil er einen nicht versenkbaren Laserturm trägt. Der S2 liegt bei 9,8 Zentimetern. Wenn Sie ein bestimmtes Sofa unterfahren wollen, entscheidet dieser Wert – nicht die Saugleistung.
Bauform. Der S2 ist kantig konstruiert, was theoretisch besser in Ecken kommt. In der Praxis führt das laut smarthomeassistent dazu, dass er sich nicht auf der Stelle drehen kann und in engen Situationen umständlich rangiert. Die runden Modelle sind hier unauffälliger.
Reiner Wischmodus. Mehrere eufy-Omni-Modelle bieten keinen reinen Wischbetrieb, bei dem die Bürste stillsteht. Beim C20 berichtet testsiegertv sogar davon, dass die Rollbürste beim Wischen mitläuft und dadurch innen verschmutzt. Wer nach dem Kochen nur schnell die Küche feucht nachwischen will, sollte das vor dem Kauf in der App-Beschreibung prüfen.
Die Omni-Modelle im Vergleich
| Modell | Saugleistung (Herstellerangabe) | Station | Preisklasse |
|---|---|---|---|
| Omni S2 | 30.000 Pa, Walze 29 cm | 12-in-1 UniClean, 60 °C, Ozon, Duftkapseln | 1.300–1.500 € |
| Omni E28 | 20.000 Pa, HydroJet-Walze | All-in-One + abnehmbarer Nasssauger | 649–850 € |
| Omni E25 | 20.000 Pa, HydroJet-Walze | All-in-One, 3 l Beutel, Warmlufttrocknung | 579–650 € |
| Omni C28 | 15.000 Pa, HydroJet-Walze | 5-in-1, Heißluft, bis 75 Tage Beutel | 499–599 € |
| Omni C20 | 7.000 Pa, rotierende Doppelpads | Omni, nur Kaltlufttrocknung | 306–400 € |
| Omni S1 / S1 Pro | 8.000 Pa, HydroJet-Walze | UniClean mit Ozon | von eufy als eingestellt geführt |
Die Tabelle zeigt einen Sprung, der erklärungsbedürftig ist: Zwischen dem Omni C20 mit 7.000 Pa und dem Omni S2 mit 30.000 Pa liegt rechnerisch der Faktor vier. In den Messungen fällt der Unterschied deutlich kleiner aus – der S2 nahm bei smarthomeassistent auf Laminat 92,15 Gramm auf, der C20 kam bei testsiegertv auf Teppich auf 90,9 Prozent Aufnahmerate. Pa-Angaben stammen aus herstellereigenen Laborläufen unter idealen Bedingungen und lassen sich weder zwischen Marken noch zuverlässig innerhalb einer Marke in Reinigungsleistung umrechnen.
Wichtig für die Kaufentscheidung ist außerdem: Die Omni-S1-Serie wird von eufy selbst als eingestellt geführt. Wenn Sie ein S1 oder S1 Pro im Abverkauf finden, bekommen Sie ein technisch solides Gerät mit Ozon-Station, aber ohne weitere Produktpflege. Filter und Wischbezüge sind im deutschen eufy-Shop weiterhin gelistet – der S1/S1-Pro-Hochleistungsfilter etwa für 10,99 €.
Seit Februar 2026 in Deutschland: HydroJet-Wischwalze, die sich auf Teppich automatisch anhebt, geteilte Bürste gegen Haarverwicklung und eine 5-in-1-Station mit Heißlufttrocknung und bis zu 75 Tagen Beutelstandzeit. Nachteil: rund 11 cm Bauhöhe wegen des Laserturms.
Was ein Omni-Modell im Betrieb kostet
Jedes Omni-Modell hat eine Absaugstation und verbraucht damit Staubbeutel. eufy nennt beim C28 bis zu 75 Tage Standzeit – realistisch sind vier bis acht Wochen, bei Haustieren weniger. Über ein Jahr landen Sie damit bei rund sechs bis zehn Beuteln.
Der zweite Posten ist der Wischbezug, und hier unterscheiden sich die Modelle. Die Walzenmodelle S2, E25, E28 und C28 brauchen den Rolling Mop, den eufy für 14,99 € führt. Der C20 mit seinen rotierenden Rundpads nutzt den Ersatz-Wischmopp im Doppelset für 10,99 €. Beide Systeme sind nicht untereinander tauschbar – wer hier das falsche Teil bestellt, hat ein Stück Mikrofaser gekauft, das nirgends passt. Die vollständige Zuordnung steht in unserem Ratgeber zu eufy-Wischpads.
Dazu kommen Filter zwischen 9,99 € und 25,99 € je nach Modellreihe sowie die Rollbürste für 15,99 € und Seitenbürsten im Viererpack für 9,99 €. eufy-Filter sind waschbar, was die Standzeit verlängert – ersetzt aber den Tausch nicht, weil aufgequollene Fasern nie wieder vollständig durchlässig werden. Welcher der acht Filtertypen in Ihr Gerät gehört, klärt unser Ratgeber zu eufy-Filtern.
In Summe kommen Sie bei einem eufy-Omni-Modell mit Originalteilen auf etwa 70 bis 120 € pro Jahr. Das ist im Markenvergleich günstig – bei Premium-Geräten anderer Hersteller liegt derselbe Warenkorb schnell bei 130 bis 160 €. Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie in unserer Übersicht zu den Folgekosten von Saugrobotern.
Häufige Fragen
Omni E25 oder Omni E28 – lohnt der Aufpreis?
Beide Modelle haben dieselbe Grundtechnik: 20.000 Pa nach Herstellerangabe, HydroJet-Wischwalze, 5.200-mAh-Akku für bis zu 180 Minuten. Der Unterschied ist der abnehmbare Nasssauger des E28, der zugleich als Wassertank dient. Wenn Sie Polster, Autositze oder Teppichflecken regelmäßig von Hand reinigen, ersetzt das ein separates Gerät und der Aufpreis von rund 70 bis 100 Euro rechnet sich sofort. Wenn nicht, ist der E25 die bessere Wahl – testberichte.de bewertet ihn mit 1,9 sogar minimal besser.
Warum ist der C28 höher als der deutlich teurere S2?
Weil eufy beim C28 einen klassischen, nicht versenkbaren Laserturm verbaut, während der S2 seine Sensorik anders unterbringt. Bauhöhe und Preis korrelieren bei Saugrobotern nicht – prüfen Sie den Wert immer einzeln, wenn niedrige Möbel bei Ihnen ein Thema sind.
Sind die Duftkapseln des S2 sinnvoll?
Das ist Geschmackssache und rein optional. Relevanter ist die Eco-Clean-Ozon-Funktion derselben Station, die das Reinigungswasser desinfiziert – sie adressiert das reale Problem, dass Wischwasser und feuchte Bezüge in Stationen mit der Zeit riechen. Ein Ersatz für regelmäßiges Reinigen der Station ist sie nicht.
Welches Omni-Modell ist das richtige bei Tierhaaren?
Die Modelle mit geteilter Hauptbürste beziehungsweise DuroSpiral-Entwirrbürsten – also S2, E25, E28 und C28. Der S2 erhielt bei smarthomeassistent für die Haaraufnahme auf Hartboden und Kurzflor jeweils die Bestwertung. Kalkulieren Sie bei Haustieren aber deutlich kürzere Beutelintervalle ein, eher monatlich als vierteljährlich. Einen Überblick über das gesamte eufy-Programm inklusive der günstigeren Nicht-Omni-Modelle gibt unser Ratgeber eufy: welches Modell passt.
Fazit: unsere Empfehlung
Wenn Sie den Roboter auch für Polster, Autositze und Teppichflecken einsetzen wollen, ist der eufy Omni E28 das interessanteste Gerät der Reihe – der abnehmbare Nasssauger ist eine echte Zusatzfunktion und kein Marketingdetail. Für alle, die nur Böden reinigen lassen, ist der Omni E25 die vernünftigere und günstigere Variante mit identischer Grundtechnik.
Wer erstmals eine Wischwalze ausprobieren will, ohne über 600 Euro auszugeben, fährt mit dem Omni C28 gut – solange Ihre Möbel die rund 11 Zentimeter Bauhöhe zulassen. Der Omni C20 ist nur dann die richtige Wahl, wenn Sie zwingend ein flaches Gerät brauchen und mit den dokumentierten Navigationsschwächen und der Kaltlufttrocknung leben können.
Vom Omni S2 zum vollen Preis raten wir ab. Er bringt die beeindruckendste Ausstattung der Reihe mit, blieb bei der Wischleistung in unabhängigen Tests aber deutlich hinter dem zurück, was ein Gerät für 1.300 bis 1.500 Euro leisten sollte. Und die Omni-S1-Serie ist offiziell eingestellt – ein Abverkaufspreis kann sie attraktiv machen, aber Sie kaufen ein Auslaufmodell.
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