Die Qrevo-Reihe ist Roborocks Verkaufsschlager und gleichzeitig die verwirrendste Modellfamilie der Branche. Qrevo, Qrevo S, Qrevo Plus, Qrevo Pro, Qrevo MaxV, Qrevo Master, Qrevo Edge, Qrevo Curv, Qrevo Curv 2 Flow, Qrevo Curv 2 Pro, dazu die neuen Kürzelmodelle QV 35A und QV 35S – das sind über zehn Namen für Geräte zwischen 340 und 900 Euro. Dieser Vergleich sortiert die Serie in vier verständliche Stufen, nennt die belegten Testergebnisse und sagt klar, welche Modelle 2026 noch sinnvoll sind und welche nur noch Restbestand.
- Die Qrevo-Familie gliedert sich in vier Stufen: QV-Einstieg (QV 35A, QV 35S, ca. 340–400 €), Qrevo Master/Edge (ca. 500–700 €), Qrevo Curv mit Kletterchassis (ca. 615–750 €) und Curv 2 als aktuelle Generation (ca. 600–900 €).
- Alle Qrevo-Modelle haben eine All-in-One-Station mit Absaugung und Padwäsche. Der Unterschied liegt in der Waschtemperatur: kalt bei QV 35A/35S, 75 °C beim Qrevo Curv, bis 100 °C beim Curv 2 Pro.
- Nur der Curv 2 Pro versenkt seinen Laserturm auf 7,98 cm Bauhöhe. Der Curv 2 Flow ist mit 11,9 cm der höchste der Reihe – ausgerechnet das neueste Modell passt unter die wenigsten Möbel.
- Der Curv 2 Flow ist der einzige Roborock mit Wischwalze. Er ist damit die interessanteste Wahl für alle, denen Wischen wichtiger ist als Saugen – auch wenn er im Test bei eingetrockneten Flecken schwächelte.
- Saugleistung in Pa ist eine Herstellerangabe. Im Test von SmarthomeAssistent nahm der Qrevo Curv mit 18.500 Pa 98,92 von 100 g auf Hartboden auf, der Curv 2 Pro mit 25.000 Pa 99 g. Der Sprung im Datenblatt bringt real fast nichts.
Unsere Empfehlung innerhalb der Qrevo-Reihe, wenn das Budget die Oberklasse hergibt:
Das derzeit stimmigste Qrevo-Modell: einfahrbarer Laserturm für 7,98 cm Bauhöhe, DuoDivide-Bürste ohne Haarwickel, Chassis-Lift für Teppich und Moppwäsche mit bis zu 100 °C. SmarthomeAssistent misst 99 von 100 g auf Laminat und vergibt 2,4 („gut“). Nicht die erste Wahl, wenn Wischen im Vordergrund steht.
Für wen sich die Qrevo-Serie eignet
Qrevo ist Roborocks Antwort auf die Frage „Wie viel Automatik bekomme ich für unter 900 Euro?“ – und die Antwort fällt großzügig aus. Schon das günstigste aktuelle Modell bringt eine Station mit, die den Staub absaugt, die Wischpads wäscht, sie trocknet und den Wassertank des Roboters selbst nachfüllt. Genau das unterscheidet die Reihe von der Q-Serie, wo diese Funktionen fehlen oder nur teilweise vorhanden sind.
Die Serie passt damit vor allem zu Haushalten, die den Roboter täglich oder mehrmals wöchentlich laufen lassen und ihn dabei möglichst wenig anfassen wollen. Bei drei Durchgängen pro Woche entstehen mit einem Gerät ohne Station schnell drei Behälterleerungen und drei Padwäschen von Hand – genau dieser Aufwand ist der Grund, warum Roboter in Schränken landen. Qrevo nimmt ihn weg.
Weniger passend ist die Reihe, wenn Sie sehr niedrige Möbel haben. Bis auf den Curv 2 Pro tragen alle Qrevo-Modelle einen festen Laserturm und messen 9,65 bis 11,9 cm. Wer unter ein Bett mit 9 cm Bodenfreiheit kommen will, muss zur Saros-Serie greifen. Und wer eine gründliche Nassreinigung erwartet, sollte die Testergebnisse weiter unten ernst nehmen: Rotierende Pads sind bei Roborock durchgehend die schwächste Disziplin.
Worauf Sie beim Qrevo-Kauf achten sollten
Die vier Stufen im Klartext
Stufe 1 – QV 35A und QV 35S. Die neuen Einstiegsmodelle ersetzen die alten Qrevo-Varianten mit 7.000 Pa. Der QV 35A bietet 8.000 Pa, der QV 35S 10.000 Pa, beide mit PreciSense-LiDAR, 9,65 cm Bauhöhe, rotierenden Pads mit 10 mm Anhebung und einem All-in-One-Dock mit 2.700-ml-Beutel, 4 l Frischwasser und 3,5 l Schmutzwasser. Der Akku hat 5.200 mAh und reicht für rund 180 Minuten. Gewaschen wird allerdings kalt, getrocknet mit Kaltluft über etwa sechs Stunden. Testberichte.de bewertet den QV 35S mit 1,4.
Stufe 2 – Qrevo Master und Qrevo Edge. Der Master mit 10.000 Pa und DuoRoller-Riser-Bürste war 2024 der Preis-Leistungs-Sieger bei homeandsmart (97 von 100 Punkten) und ist inzwischen deutlich im Preis gefallen. Der Edge legt mit 18.500 Pa und Heißwasserwäsche nach. Beide sind technisch nicht mehr taufrisch, aber zum aktuellen Preis eine ehrliche Empfehlung.
Stufe 3 – Qrevo Curv. Das Modell mit dem AdaptiLift-Chassis, das den Roboter anhebt und Schwellen bis 3 cm überwindet – im Test von SmarthomeAssistent das überzeugendste Merkmal, allerdings mit dem Hinweis, dass es in der App konfiguriert werden muss und nicht vollautomatisch arbeitet. 18.500 Pa, 98,92 g von 100 g auf Hartboden, 78,44 g auf Teppich, Station mit 75 °C Heißwasserwäsche und Warmlufttrocknung. Gesamtnote 2,4. Kritik gab es an der Hinderniserkennung, die Kabel nicht zuverlässig umfuhr.
Stufe 4 – Curv 2 Flow und Curv 2 Pro. Die aktuelle Generation. Der Pro ist der Sauger: 25.000 Pa, einfahrbarer Turm, 7,98 cm, Chassis-Lift, Moppwäsche bis 100 °C, DuoDivide-Bürste, bei der im Test kein Haar hängen blieb. Der Flow ist der Wischer: 20.000 Pa, Wischwalze mit 220 U/min und 15 N Anpressdruck, 75 °C Wäsche, 55 °C Trocknung, 4 l Frischwasser, 3 l Schmutzwasser – aber 11,9 cm hoch und ohne Chassis-Lift.
Die Schwachstelle, die alle teilen
Bei praktisch jedem getesteten Qrevo-Modell fällt die Wischnote deutlich ab: 5,3 beim Qrevo Curv, „mangelhaft“ beim Curv 2 Pro, dort mit dem konkreten Befund, dass eingetrocknete Flecken nicht entfernt wurden und die Pads während des Reinigungslaufs nicht zwischengewaschen werden. Auch die nicht anhebbare Seitenbürste verschmiert beim Nasswischen. Der Curv 2 Flow schneidet mit seiner Walze etwas anders ab, scheiterte im Test aber ebenfalls an hartnäckigen Kaffee- und Ketchupflecken. Wer das weiß, wird nicht enttäuscht – wer eine Wischmaschine erwartet, schon.
Die Qrevo-Modelle im Vergleich
| Modell | Saugleistung (Herstellerangabe) | Bauhöhe / Besonderheit | Station | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| QV 35A | 8.000 Pa | 9,65 cm, LiDAR-Turm | All-in-One, Kaltwäsche, Kaltlufttrocknung | ca. 400 € |
| QV 35S | 10.000 Pa | 9,65 cm, LiDAR-Turm | All-in-One inkl. Wassernachfüllung | ca. 340–400 € |
| Qrevo Master | 10.000 Pa | fester Turm, DuoRoller Riser | All-in-One mit Heißwasser | ca. 500–600 € |
| Qrevo Edge | 18.500 Pa | fester Turm, DuoDivide | All-in-One, Heißwasserwäsche | ca. 600–700 € |
| Qrevo Curv | 18.500 Pa | fester Turm, AdaptiLift bis 3 cm | All-in-One, 75 °C, Warmluft | ca. 615–750 € |
| Qrevo Curv 2 Flow | 20.000 Pa | 11,9 cm, Wischwalze 220 U/min | All-in-One, 75 °C, 55 °C Trocknung | ca. 600–900 € |
| Qrevo Curv 2 Pro | 25.000 Pa | 7,98 cm, einfahrbarer Turm, Chassis-Lift | All-in-One, bis 100 °C | ca. 800–900 € |
Auslaufmodelle: Die älteren Qrevo-Varianten mit 7.000 Pa – Qrevo S, Qrevo Plus, Qrevo Pro, Qrevo MaxV – werden nicht mehr aktiv beworben und sind technisch von den QV-Modellen überholt. Wenn Sie eines davon unter 300 Euro finden, ist es kein Fehlkauf; zum Neupreis lohnt es nicht. Auch der Qrevo Slim mit 11.000 Pa und 3D-ToF-Navigation läuft aus, ist aber wegen der reduzierten Bauhöhe für manche Wohnungen weiter interessant.
Die Alternative für Wisch-Prioritäten: Roborocks erster Roboter mit rotierender Wischwalze, die kontinuierlich frisches Wasser aufträgt und Schmutzwasser abstreift. SmarthomeAssistent vergibt 2,8 gesamt, aber 1,7 beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 11,9 cm hoch – Möbelunterkanten vorher messen.
Was ein Qrevo im Betrieb kostet
Qrevo-Modelle haben immer eine Station – und Stationen sind der Grund, warum die Folgekosten bei diesen Geräten deutlich über denen der Q-Serie liegen. Rechnen Sie mit rund 192 bis 424 Euro pro Jahr, wenn Sie ausschließlich Originalteile kaufen, und mit etwa 70 bis 150 Euro, wenn Sie bei den mechanischen Verschleißteilen zu guten Drittanbietern greifen.
Die Posten im Einzelnen: Staubbeutel sind der größte Brocken – der Dreierpack kostet im Roborock-Shop 18,99 €, der Sechserpack 29,99 €, und bei täglichem Betrieb wechseln Sie ihn alle zwei bis sechs Wochen. Welche Beutelgröße zu welchem Dock passt, klären wir in Roborock Staubbeutel. Die Hauptbürste schlägt mit 24,99 € zu Buche und hält laut Roborock 6 bis 12 Monate – Bauformen und Kompatibilität siehe Roborock Bürsten. Filter kosten je nach Serie 19,99 bis 32,99 € und wollen alle 3 bis 6 Monate getauscht werden (Roborock Filter), Wischpads 25,99 bis 29,99 € im Viererpack (Roborock Wischpads). Dazu kommt bei den Curv-Modellen die Reinigungslösung für 19,99 € je 480 ml.
Ein Hinweis zum Curv 2 Pro: Er besitzt keinen Tank für Reinigungsmittel, was den Verbrauch senkt – dafür fehlt die Dosierautomatik. Die vollständige Aufstellung für alle Gerätekategorien finden Sie in Saugroboter-Folgekosten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen QV 35A und QV 35S?
Vor allem die Saugleistung: 8.000 gegen 10.000 Pa. Beide teilen sich Bauhöhe, Navigation, Akku und Stationskonzept. Der 35S wird von Roborock ausdrücklich als Nachfolger des alten Qrevo Plus positioniert. Da beide preislich oft nur 50 Euro auseinanderliegen und der 35S in Tests besser abschneidet, ist er in der Regel die bessere Wahl.
Curv 2 Pro oder Curv 2 Flow – welchen soll ich nehmen?
Fragen Sie sich, was Sie öfter ärgert: Staub und Haare oder Flecken. Der Pro ist der klar bessere Sauger, deutlich flacher und klettert besser. Der Flow ist die einzige Roborock-Option mit echter Wischwalze und schneidet beim Preis-Leistungs-Verhältnis besser ab. Eine gemischte Wohnung mit Teppich und niedrigen Möbeln spricht für den Pro, eine reine Hartbodenwohnung mit Küche für den Flow.
Reicht ein Qrevo für 120 Quadratmeter?
Ja. Die Modelle ab QV 35A haben einen 5.200-mAh-Akku und laufen bis zu 180 Minuten; sie fahren bei Bedarf zurück zur Ladestation und setzen die Reinigung fort. Die Station fasst 4 Liter Frischwasser, was für mehrere Durchgänge reicht. Was Sie realistisch einplanen sollten: Bei großen Flächen dauert ein kompletter Saug- und Wischlauf mit Zwischenladen leicht drei Stunden. Wie sich die Qrevo-Modelle gegen das Gesamtfeld schlagen, zeigt unser Überblick Saugroboter-Testsieger.
Ist die Absaugstation den Aufpreis wert?
Für die Bequemlichkeit ja, für den Geldbeutel nein. Die Station spart Ihnen bei täglichem Betrieb rund 150 Handgriffe im Jahr, kostet aber über den Beutelverbrauch dauerhaft Geld. Wer sparsam ist und den Behälter selbst leert, fährt mit einem Modell der Q-Serie unter dem Strich günstiger.
Fazit: unsere Empfehlung
In der Qrevo-Familie gibt es drei sinnvolle Kaufentscheidungen, und sie hängen weniger am Budget als am Grundriss.
Für die meisten Haushalte ist der Qrevo Curv 2 Pro das stimmigste Paket: flach genug für Möbelunterkanten, top im Saugen, mit Chassis-Lift für Teppich und der besten Haarbehandlung der Reihe. Wenn Wischen zählt, nehmen Sie den Curv 2 Flow – mit dem Wissen, dass er hoch baut und keine Wunder an eingetrockneten Flecken vollbringt. Wenn das Budget begrenzt ist, ist der QV 35S für rund 340 bis 400 Euro einer der besten Deals im gesamten Roborock-Programm: volles All-in-One-Dock, bewährte Navigation, sehr gute Testnoten.
Und wenn Sie unsicher sind, ob Qrevo oder die teurere Flaggschiff-Reihe: Lesen Sie den Saros-Vergleich. Der Aufpreis lohnt fast nur wegen Bauhöhe und Kletterfähigkeit – beim Reinigungsergebnis liegen die Serien näher beieinander, als die Preisdifferenz vermuten lässt.
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