Autor: inselcamper@gmx.de

  • Dreame oder Ecovacs? Markenvergleich 2026 mit klarer Empfehlung

    Dreame und Ecovacs sind 2026 die beiden Marken mit den interessantesten Ideen im Saugroboter-Markt – und mit den unterschiedlichsten Antworten auf dieselben Fragen. Ecovacs ist der Veteran unter den chinesischen Herstellern und hat mit der beutellosen Zyklonstation gerade den vielleicht wichtigsten Folgekosten-Hebel der Branche in Serie gebracht. Dreame ist der aggressive Aufsteiger, der bei Saugkraft und Reichweite vorlegt und gleichzeitig die Preise drückt. Dieser Vergleich sortiert, welche Marke zu welchem Haushalt passt, wo beide schwächeln und was sie über fünf Jahre wirklich kosten.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ecovacs baut seit 1998 Haushaltsroboter und ist damit der erfahrenste Anbieter im Feld. Das Alleinstellungsmerkmal 2026 heißt OmniCyclone: eine Station ganz ohne Staubbeutel, die den Schmutz per Zyklonabscheidung in einen leerbaren Behälter zieht.
    • Dreame ist laut IDC-Zahlen für das erste Halbjahr 2026 Marktführer bei Absatz und Umsatz. Die Stärken: hohe Saugleistung, ausfahrbare Wischarme für Ecken, aggressive Preise und die AquaRoll-Wischwalze mit 100-°C-Reinigung.
    • Beim Wischen sind sich beide erstaunlich nah: Ecovacs‘ OZMO Roller 2.0 und Dreames AquaRoll arbeiten beide mit einer permanent gespülten Walze statt mit rotierenden Pads – das ist die derzeit beste Bauform für Hartboden.
    • Ecovacs‘ Schwäche ist die Software: In deutschen Vergleichstests 2026 wird die App als funktional, aber unfertig beschrieben, und die Kantenreinigung liegt hinter Dreame. Dreames Schwäche ist die Modellinflation – L40, L50, X50, X60, Aqua10, Matrix10 plus die Schwestermarke MOVA verwirren selbst Fachhändler.
    • Folgekosten: Eine beutellose Ecovacs-Station spart über fünf Jahre grob 200 € an Staubbeuteln. Dafür sind Ecovacs-Reinigungsmittel und Wischwalzen kein Schnäppchen. Rechnen Sie bei beiden Marken mit 60–140 € pro Jahr.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte – viel Ausstattung, ohne in die Flaggschiff-Klasse zu gehen:

    dreame Matrix10 Ultra Saugroboter mit Multi-Mop-Wechselstation
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    799,00 €

    In der home&smart-Wertung für große Wohnungen (01/2026) mit 94 von 100 Punkten vorn: automatischer Moppwechsel, 30.000 Pa nach Herstellerangabe, 6.400-mAh-Akku und Kletterfähigkeit bis rund 8 cm. Die beste Wahl, wenn Sie mehrere Etagen oder über 100 m² abdecken müssen. Nachteil: Die Station ist groß.

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    Für wen sich welche Marke eignet

    Ecovacs passt zu Ihnen, wenn Ihnen laufende Kosten und Hygiene wichtiger sind als der letzte Feature-Sprung. Die beutellose OmniCyclone-Station ist für Vielnutzer und Tierhaushalte das überzeugendste Argument der Branche: kein Beutelnachkauf, kein Vergessen der Bestellung, kein Ärger mit unpassenden Nachbauten. Dazu kommt eine sehr gute Wischleistung und mit ZeroTangle eine Bürstenkonstruktion, die Haare zuverlässig abstreift. Ecovacs ist auch die Marke mit den attraktivsten Angeboten auf Vorjahresmodelle – ein X9 Pro Omni für unter 400 Euro ist eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse überhaupt.

    Dreame passt zu Ihnen, wenn Sie eine große Fläche, mehrere Etagen oder hohe Türschwellen haben, wenn Sie Ecken und Kanten wirklich sauber wollen und wenn Sie bereit sind, sich einmal in ein unübersichtliches Modellportfolio einzuarbeiten. Dreame hat die höheren Saugwerte, die weiter reichende Wischmechanik und in der Spitze die aufwändigeren Stationen mit automatischem Moppwechsel.

    Wenn Sie beide Marken mit Roborock abgleichen wollen, hilft unser Vergleich Roborock gegen Dreame – die Argumente dort ergänzen sich mit diesem Artikel.

    Worauf du beim Vergleich achten solltest

    Die Station ist wichtiger als der Roboter

    Das ist die zentrale Erkenntnis für Käufer 2026. Alle aktuellen Geräte beider Marken saugen ordentlich; über den Alltag entscheidet, was die Station leistet. Prüfen Sie vier Punkte: Wäscht sie die Mopps mit warmem oder heißem Wasser (Ecovacs 75 °C, Dreame bis 100 °C)? Trocknet sie mit Heißluft – oder schimmelt das Pad zwischen den Einsätzen? Dosiert sie Reinigungsmittel automatisch? Und: Braucht sie Staubbeutel oder nicht?

    Beutel oder Zyklon

    Die OmniCyclone-Station von Ecovacs ist die einzige beutellose Lösung im Premium-Segment. Der Vorteil ist finanziell und ökologisch klar. Der Nachteil, den man ehrlich nennen muss: Beim Leeren des Zyklonbehälters haben Sie kurz Kontakt mit dem Staub – für Allergiker ist der geschlossene Beutel weiterhin die sauberere Lösung. Außerdem baut die Zyklontechnik breiter: Der X11 misst 38 cm Breite gegenüber 34 cm beim X9.

    Kantenreinigung

    Hier liegt Dreame vorn. Die ausfahrbaren Arme schieben den Wischmopp bis zu 18 cm über die Gehäusekante hinaus, was in Zimmerecken und an Sockelleisten sichtbar mehr bringt. Ecovacs arbeitet mit ausfahrbaren Seitenbürsten und einer verschiebbaren Wischeinheit, kommt aber nicht so weit. Deutsche Testberichte 2026 nennen die Kantenreinigung ausdrücklich als Ecovacs-Schwachpunkt.

    App und Sprachsteuerung

    Ecovacs hat mit „Agent YIKO“ einen gesprächigen Assistenten und Matter-Unterstützung in den aktuellen X11-Modellen, wirkt bei den Grundfunktionen aber weniger poliert. Dreame bietet eine funktional vollständige, aber überladene App. Beide liegen hinter Roborock. Wenn Sie Ihren Roboter in ein Smart-Home-System einbinden wollen, prüfen Sie die konkrete Matter-Unterstützung Ihres Wunschmodells – sie ist nicht in jeder Baureihe vorhanden.

    Bürsten gegen Haare

    Ecovacs setzt bei ZeroTangle auf um 21 Grad geneigte Borsten mit Kammzähnen, die Haare kontinuierlich abstreifen; die aktuelle Generation 3.0 steckt in T80S und T90 Pro Omni. Dreame arbeitet mit der TriCut-Gummiwalze samt Schneidklinge und der HyperStream-DuoBrush. Beide Ansätze funktionieren, keiner ist ein Freifahrtschein – bei langen Menschenhaaren müssen Sie weiterhin gelegentlich nachschauen.

    Die Modelle im Vergleich

    Preise sind Straßenpreise aus deutschen Vergleichstests 2026 (home&smart, GameStar, smart-home-fox) und schwanken stark – die Marken arbeiten beide mit häufigen Aktionen.

    Modell Saugkraft (Herstellerangabe) Station / Wischsystem Preisklasse
    Ecovacs Deebot X9 Pro Omni 16.600 Pa Beutelstation, OZMO Roller 2.0 ab rund 345 €
    Dreame L10s Ultra Gen 2 k. A. der Klasse Beutelstation, rotierende Pads, Heißlufttrocknung um 379 €
    Ecovacs Deebot T90 Pro Omni ab 24.800 Pa Omni-Station mit Mitteldosierung, OZMO Roller 2.0 um 490–799 €
    Ecovacs Deebot X11 OmniCyclone 19.500 Pa beutellose Zyklonstation, OZMO Roller 2.0 ab rund 569 €
    Dreame L50s Pro Ultra 30.000 Pa Beutelstation, 100-°C-Moppwäsche um 649–749 €
    Dreame Matrix10 Ultra 30.000 Pa Station mit automatischem Moppwechsel ab rund 799 €
    Dreame Aqua10 Ultra Roller 30.000 Pa AquaRoll-Walze, 100 °C, 3,2-l-Beutel obere Mittelklasse
    Dreame X60 Pro Ultra 42.000 Pa ausfahrbare Arme bis 18 cm, 100-°C-Wäsche um 1.199–1.299 €

    Zur Einordnung der Zahlen: Pa-Werte sind Herstellerangaben aus eigenen Messverfahren ohne gemeinsame Norm. Dass der X9 Pro Omni mit 16.600 Pa in Tests praktisch gleichauf mit deutlich höher spezifizierten Geräten liegt, zeigt das gut – smart-home-fox misst zwischen X9 und X11 auf Hartboden rund 98 % Aufnahme bei beiden und 90–92 % auf Teppich. Nutzen Sie die Pa-Angabe als Klassenmerkmal, nicht als Rangliste.

    Ein Hinweis zu Auslaufmodellen: Der X9 Pro Omni stammt aus 2025 und wird längst unter 400 Euro gehandelt. Technisch ist er nach wie vor sehr gut – aber rechnen Sie damit, dass Firmware-Pflege und Zubehörauswahl mit der Zeit ausdünnen. Wer ein Vorjahresmodell kauft, sollte einen Satz Verschleißteile gleich mitbestellen.

    Ecovacs X11 OmniCyclone Saugroboter mit Wischfunktion Blast, 19.500 Pa
    Ecovacs X11 OmniCyclone Saugroboter mit Wischfunktion Blast, 19.500 Pa

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    Die interessanteste Alternative: Die beutellose Zyklonstation macht Staubbeutel komplett überflüssig – über fünf Jahre grob 200 € gespart. Dazu OZMO Roller 2.0 mit 75-°C-Wäsche und PowerBoost-Zwischenladung für große Flächen. Weniger geeignet für Allergiker, die keinen Kontakt zum Staub wollen.

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    Was beide Marken im Betrieb kosten

    Hier trennt sich die Rechnung deutlicher als beim Kaufpreis. Realistische Jahreswerte für 80–100 m² und zwei Personen:

    • Staubbeutel: Dreame und die Ecovacs-Beutelmodelle brauchen 6–10 Stück jährlich, also 25–60 €. Bei den OmniCyclone-Stationen entfällt dieser Posten vollständig.
    • Wischwalze / Wischpads: Eine Moppwalze hält bei regelmäßiger Stationsreinigung etwa ein Jahr und kostet je nach Marke 20–40 €. Rotierende Pads sind billiger, müssen aber zwei- bis dreimal jährlich getauscht werden.
    • Hauptbürste: ein Wechsel pro Jahr, Original 20–50 €, Nachbau ab 8 €. Details in Dreame-Bürsten und Ecovacs-Deebot-Bürsten.
    • Filter: 2–3 pro Jahr, 10–30 €.
    • Reinigungsmittel und Entkalker: 20–50 € jährlich. Wer die Heißwasserreinigung nutzt, muss die Station regelmäßig entkalken – sonst setzen sich Düsen zu.

    Unterm Strich: 60 bis 140 Euro pro Jahr, wobei eine beutellose Station den unteren Bereich realistisch macht. Beim Zubehörmarkt hat Dreame die Nase leicht vorn, weil mehr Drittanbieter Ersatzteile anbieten. Ecovacs-Verbrauchsmaterial ist tendenziell teurer, dafür in der Passform berechenbarer. Die vollständige Fünf-Jahres-Rechnung mit allen Intervallen steht in Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Ist eine beutellose Station wirklich besser?

    Finanziell und ökologisch ja: Sie sparen sechs bis zehn Beutel jährlich, über fünf Jahre grob 200 Euro. Praktisch hängt es an Ihrer Toleranz gegenüber Staub – beim Leeren des Zyklonbehälters wirbelt Feinstaub auf. Allergiker sollten beim geschlossenen Beutelsystem bleiben; für alle anderen ist der Zyklon der klar sinnvollere Weg.

    Warum hat Dreame so viele ähnliche Modelle?

    Weil die Marke in kurzen Abständen neue Serien auflegt und zusätzlich unter dem Schwesternamen MOVA weitgehend baugleiche Geräte verkauft. Für Käufer heißt das: Preise fallen schnell, aber Zubehörsuche und Modellvergleich sind mühsam. Notieren Sie sich die exakte Bezeichnung inklusive Zusatz („L50s Pro Ultra“, nicht „L50″) – davon hängt jede Ersatzteilbestellung ab.

    Welche Marke ist bei Tierhaaren besser?

    Beide sind gut, mit leichtem Vorteil für Dreame bei der reinen Aufnahme und für Ecovacs bei der Wartungsfreiheit der Bürste. Wichtiger als die Marke ist die Bauform: Nehmen Sie in jedem Fall ein Modell mit Anti-Tangle-Bürste, sonst stehen Sie alle zwei Wochen mit dem Messer im Bürstenschacht.

    Lohnt sich ein Vorjahresmodell?

    Meistens ja. Der Ecovacs X9 Pro Omni für unter 400 Euro oder ein Dreame L40s Pro Ultra um 499 Euro bieten 90 % der Alltagsleistung aktueller Flaggschiffe. Prüfen Sie nur zwei Dinge: ob das Modell noch Firmware-Updates bekommt und ob Bürsten, Filter und Beutel breit verfügbar sind. Beides lässt sich in fünf Minuten prüfen und erspart später teure Überraschungen.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Nehmen Sie Ecovacs, wenn Sie die laufenden Kosten niedrig halten wollen, viel Hartboden wischen und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Die OmniCyclone-Station ist das überzeugendste Argument, das eine Marke 2026 zu bieten hat, und der X9 Pro Omni als Vorjahresmodell ist eines der besten Angebote im gesamten Markt.

    Nehmen Sie Dreame, wenn Ihre Wohnung groß ist, mehrere Etagen hat oder hohe Schwellen, wenn Ecken und Kanten Ihr Ärgernis sind oder wenn Sie in der Spitzenklasse die maximale Ausstattung wollen. Der Matrix10 Ultra ist für große Flächen die durchdachtere Lösung, der X60 Pro Ultra das technisch weiteste Gerät – beides zu Preisen, für die Roborock weniger bietet.

    Und die unbequeme Wahrheit über beide: Der Kaufpreis ist nur die halbe Rechnung. Ein Gerät, dessen Station Beutel, Reinigungsmittel und Entkalker verlangt, kostet über fünf Jahre schnell 400 bis 700 Euro zusätzlich. Rechnen Sie das vor dem Kauf durch – es verschiebt die Rangfolge häufiger, als man denkt.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Roborock oder Dreame? Der ehrliche Markenvergleich 2026

    Roborock und Dreame sind 2026 die beiden Marken, zwischen denen die meisten Kaufentscheidungen fallen. Beide kommen aus dem Xiaomi-Umfeld, beide bauen technisch exzellente Geräte, beide bedienen jede Preisklasse von 250 bis 1.400 Euro – und trotzdem sind sie unterschiedlicher, als die Datenblätter vermuten lassen. Roborock verkauft Präzision und Software, Dreame verkauft Leistung und Reichweite zum besseren Preis. Dieser Vergleich zeigt, welche Marke zu welchem Haushalt passt, wo die jeweiligen Schwächen liegen und was beide im Betrieb kosten.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roborock ist die Marke für Navigation, App-Qualität und flache Bauformen. Der Saros 20 misst nur 7,98 cm Höhe und überwindet laut Hersteller Doppelschwellen bis 8,8 cm – niemand kommt so zuverlässig unter Möbel und über Türschwellen.
    • Dreame ist die Marke für Saugkraft, Kantenreinigung und Preis-Leistung. Der X60 Pro Ultra fährt seine Wischeinheit per Arm bis zu 18 cm aus und gibt 42.000 Pa an – kein anderer Hersteller reinigt Ecken so konsequent.
    • Laut IDC-Zahlen für das erste Halbjahr 2026 führt die Dreame-Gruppe (inklusive Schwestermarke MOVA) den Markt bei Absatz und Umsatz an. Roborock bleibt technologisch der Maßstab bei Software und Fahrverhalten.
    • Pa-Werte sind Herstellerangaben aus jeweils eigenen Messaufbauten und zwischen Marken nur eingeschränkt vergleichbar. 42.000 Pa bedeuten nicht automatisch mehr aufgenommenen Schmutz als 36.000 Pa – Bürstengeometrie und Bodenabdichtung entscheiden mehr.
    • Folgekosten: bei beiden Marken realistisch 60–140 € pro Jahr. Der Ersatzteilmarkt ist bei Roborock etwas breiter und günstiger, weil die Modelle länger im Markt bleiben.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte – die Mittelklasse, in der beide Marken am stärksten sind:

    roborock Qrevo Curv 2 Pro Saugroboter mit Wischfunktion und hebbarem Mopp
    roborock Qrevo Curv 2 Pro Saugroboter mit Wischfunktion und hebbarem Mopp

    799,00 €

    Roborocks Antwort auf die Wischwalzen-Konkurrenz: 270 mm breite Moppwalze mit kontinuierlicher Selbstreinigung, 20.000 Pa nach Herstellerangabe und die gewohnt souveräne Roborock-Navigation. Die sinnvollste Wahl, wenn Sie Software-Qualität wollen, ohne in die Flaggschiff-Preisklasse zu gehen.

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    Für wen sich welche Marke eignet

    Die ehrlichste Kurzfassung lautet: Beide Marken machen 2026 kaum etwas falsch. Sie unterscheiden sich in der Frage, welches Problem sie zuerst lösen.

    Roborock passt zu Ihnen, wenn Ihre Wohnung viele Türschwellen, Teppichkanten und niedrige Möbel hat, wenn Sie Wert auf eine App legen, die auch nach zwei Jahren noch aufgeräumt und nachvollziehbar ist, und wenn Ihnen zuverlässiges Fahrverhalten wichtiger ist als der höchste Zahlenwert im Prospekt. Roborock hat den geringsten Anteil an „Roboter steckt fest“-Meldungen, weil das Fahrwerk und die Hindernisumfahrung schlicht ausgereifter sind. Wer schon ein Roborock-Gerät hat, kennt außerdem den Vorteil, dass Karten, Zonen und Zeitpläne beim Modellwechsel meist übernommen werden können.

    Dreame passt zu Ihnen, wenn Sie große Hartbodenflächen haben, wenn Kanten und Ecken Ihr Ärgernis sind, wenn Sie Tierhaare bekämpfen und wenn Sie für dasselbe Geld möglichst viel Technik wollen. Dreame ist bei praktisch jedem Ausstattungsniveau 100 bis 200 Euro günstiger als das Roborock-Pendant. Die ausfahrbaren Wischarme sind kein Marketing-Gag, sondern lösen ein reales Problem: Runde Roboter kommen konstruktionsbedingt nicht in Zimmerecken, Dreame schiebt den Mopp dorthin.

    Worauf du beim Vergleich achten solltest

    Navigation: Laserturm oder Kamerasystem

    Roborock verfolgt zwei Linien parallel: einen versenkbaren LiDAR-Turm (Saros 10, Saros 20 Sonic) und das turmlose StarSight-System mit Feststoff-Lidar und Kamera (Saros 10R, Saros 20). Der Vorteil turmloser Geräte ist die Bauhöhe – 7,98 cm beim Saros 20 sind der Marktmaßstab. Dreame setzt in der Spitze auf einen einfahrbaren Laserturm plus Kamera und kommt beim X60 Pro Ultra auf rund 8,9 cm. Wenn Sie ein Sideboard mit 8,5 cm Bodenfreiheit haben, ist diese Differenz die ganze Kaufentscheidung.

    Wischsystem: rotierende Pads oder Walze

    Das ist 2026 der wichtigste technische Unterschied. Rotierende Pads (klassisch bei Roborock, teilweise auch bei Dreame) drücken mit definierter Kraft und drehen – gut gegen leichten Schmutz, aber der Pad wird während der Fahrt zunehmend schmutzig. Wischwalzen (Dreame AquaRoll, Roborock in den Flow-Modellen) werden während des Wischens permanent mit Frischwasser gespült und abgestreift, wischen also mit immer sauberem Material. Mehrere Fachtests attestieren Roborock hier eine Schwäche: Die reinen Pad-Systeme der Saros-Reihe hinken den Walzenlösungen der Konkurrenz beim Wischergebnis hinterher. Wer viel und gründlich wischen will, sollte bei beiden Marken gezielt zu einem Walzenmodell greifen.

    Kanten und Ecken

    Dreame und die Schwestermarke MOVA haben mit den ausfahrbaren Armen ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Roborock kontert mit kantenadaptiven Systemen, die laut Hersteller bis auf 10 mm an den Rand heranreichen, und bei den Qrevo-Curv-Modellen mit der geschwungenen Gehäuseform. In der Praxis: Beides funktioniert, Dreame kommt näher an die Ecke, Roborock arbeitet dabei ruhiger und mit weniger Anstoßgeräuschen.

    Anti-Tangle-Bürsten

    Roborock nutzt bei Qrevo Curv, Qrevo Edge und Saros die DuoDivide-Doppelwalze mit Spiralklingen, Dreame die TriCut-Bürste mit integrierter Schneidklinge sowie die HyperStream-DuoBrush. Beide Systeme reduzieren das Haarwickeln deutlich, keines eliminiert es vollständig. Wer lange Haare im Haushalt hat, sollte in jedem Fall ein Modell mit einer dieser Konstruktionen wählen.

    Die Modelle im direkten Vergleich

    Die folgende Gegenüberstellung nutzt Straßenpreise aus deutschen Vergleichstests des Jahres 2026 (unter anderem GameStar, home&smart). Preise in dieser Kategorie schwanken stark – prüfen Sie vor dem Kauf mehrere Händler.

    Modell Navigation Wischsystem / Station Preisklasse
    Dreame L10s Ultra Gen 2 LiDAR rotierende Pads, Station mit Heißlufttrocknung um 379 €
    Roborock Qrevo S LiDAR rotierende Pads, Komplettstation um 420 €
    Dreame L40s Pro Ultra LiDAR (Turm nicht einfahrbar) Pads mit Ausfahrmechanik, Komplettstation um 499 €
    Roborock Qrevo Curv 2 Flow LiDAR, 200+ Objekttypen Moppwalze mit Dauerspülung um 599–749 €
    Dreame L50s Pro Ultra LDS + Kamera, 220+ Objekttypen Pads, Station mit 100-°C-Wäsche um 649–749 €
    Roborock Saros 10R StarSight 2.0, kein Turm Pads, Komplettstation um 799 €
    Roborock Saros 20 StarSight 2.0, 300+ Objekttypen Pads, RockDock mit 100-°C-Wäsche um 999–1.299 €
    Dreame X60 Pro Ultra LiDAR + Kamera, ausfahrbare Arme Pads mit 18-cm-Reichweite, 100-°C-Wäsche um 1.199–1.299 €

    Ehrliche Einordnung dazu: In der Klasse bis 500 Euro gewinnt Dreame nach Preis-Leistung fast immer. Zwischen 500 und 800 Euro ist es ein echtes Unentschieden, das Ihr Boden entscheidet – Wischwalze (Roborock Flow) bei viel Hartboden, Dreame bei viel Teppich und Tierhaar. Oberhalb von 1.000 Euro kaufen Sie bei Roborock Fahrverhalten und Bauhöhe, bei Dreame Reichweite und Saugkraft.

    Und ein Warnhinweis zu beiden Marken: Die Modellzyklen sind extrem kurz. Ein Gerät, das vor neun Monaten Flaggschiff war, ist heute Mittelklasse und morgen Auslaufmodell. Das ist für Käufer gut (die Preise fallen schnell), aber es bedeutet auch, dass Sie beim Kauf eines Auslaufmodells die Zubehörversorgung mitdenken sollten.

    dreame L50s Pro Ultra Saugroboter mit Wischfunktion, 30.000 Pa
    dreame L50s Pro Ultra Saugroboter mit Wischfunktion, 30.000 Pa

    749,00 €

    Die Dreame-Antwort in derselben Klasse: 30.000 Pa nach Herstellerangabe, HyperStream-DuoBrush gegen Haarwickel, ausfahrbarer Wischpad für Kanten und eine Station, die die Mopps mit 100 °C wäscht. Die stärkere Wahl, wenn Tierhaare und Ecken Ihre Hauptprobleme sind.

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    Was beide Marken im Betrieb kosten

    Die laufenden Kosten sind bei Roborock und Dreame strukturell gleich – beide setzen auf Komplettstationen mit Beutel, Wassertanks und waschbaren Mopps. Realistische Jahreswerte für einen Zwei-Personen-Haushalt mit rund 80 m²:

    • Staubbeutel: 6–10 Stück pro Jahr, 25–60 € je nach Original oder Nachbau.
    • Wischpads oder Moppwalze: Pads 2–3 Sätze jährlich (15–40 €), eine Moppwalze hält bei guter Pflege ein Jahr, kostet aber pro Stück mehr.
    • Hauptbürste: ein Wechsel pro Jahr. Original 20–50 €, guter Nachbau 8–15 €. Details in Roborock-Bürsten und Dreame-Bürsten.
    • Filter: 2–3 pro Jahr, 10–30 €.
    • Reinigungsmittel und Entkalker: bei Stationen mit Heißwasserreinigung 20–50 € jährlich – ein Posten, den fast alle Käufer unterschätzen.

    Unterschied zwischen den Marken: Roborock hat den älteren und breiteren Drittanbietermarkt, was Bürsten, Filter und Beutel spürbar billiger macht. Dreame holt auf, aber bei ganz neuen Modellen dauert es typischerweise sechs bis zwölf Monate, bis brauchbare Nachbauten verfügbar sind. Die vollständige Kostenrechnung über fünf Jahre finden Sie in Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Welche Marke hat die bessere App?

    Roborock, mit Abstand. Die App ist übersichtlicher, stabiler, hat die durchdachteren Automatisierungen und drängt weniger auf Zubehörverkäufe. Die Dreame-App ist funktional vollständig, wirkt aber überladen und ändert sich mit Updates häufiger, als Nutzer das schätzen. Wenn Sie viel in der App einstellen wollen, ist das ein echtes Argument.

    Was ist MOVA und warum taucht die Marke überall auf?

    MOVA ist die Schwestermarke von Dreame und nutzt weitgehend dieselbe Technik unter anderem Namen und oft zu niedrigeren Preisen. In deutschen Vergleichstests 2026 belegen MOVA-Modelle regelmäßig Spitzenplätze. Wer Dreame-Technik günstiger will, sollte MOVA in den Vergleich einbeziehen – der Support läuft allerdings über eine jüngere Markenorganisation.

    Sind 42.000 Pa besser als 36.000 Pa?

    Auf dem Papier ja, im Wohnzimmer kaum messbar. Pascal-Angaben stammen aus firmeneigenen Messaufbauten ohne gemeinsame Norm. Ab etwa 8.000 Pa entscheidet auf Hartboden ohnehin die Bürste, und auf Teppich zählen Anpressdruck und Bürstengeometrie mehr als der Spitzenwert. Nutzen Sie Pa als grobes Klassenmerkmal, nicht als Ranking.

    Kann ich Zubehör zwischen Roborock und Dreame tauschen?

    Nein. Bürstenaufnahmen, Filtergeometrien, Beutelanschlüsse und Moppträger sind marken- und oft sogar modellspezifisch. Selbst innerhalb einer Marke passen Teile zwischen Serien häufig nicht. Immer die exakte Modellbezeichnung vom Typenschild an der Geräteunterseite mit der Kompatibilitätsliste abgleichen – Filterdetails dazu in Roborock-Filter.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Es gibt keinen pauschalen Sieger, aber es gibt eine klare Zuordnung. Nehmen Sie Roborock, wenn Ihre Wohnung viele Schwellen und niedrige Möbel hat, wenn Sie die App intensiv nutzen und wenn Ihnen ein Roboter, der nie hängen bleibt, wichtiger ist als der letzte Prozentpunkt Wischleistung. Nehmen Sie Dreame, wenn Sie große Hartbodenflächen wischen, Tierhaare bekämpfen, Ecken sauber haben wollen oder schlicht das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

    Zwei praktische Regeln zum Schluss. Erstens: Kaufen Sie in der Preisklasse, die zu Ihrer Wohnungsgröße passt, nicht in der, die die höchste Pa-Zahl hat – ein 500-Euro-Gerät mit Walzenwisch schlägt in den meisten Wohnungen ein 1.200-Euro-Gerät mit Pads. Zweitens: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Bürsten, Filter und Beutel für das Modell gut verfügbar sind. Ein günstiger Roboter, dessen Verschleißteile es nur beim Hersteller gibt, wird über fünf Jahre teurer als das transparentere Modell. Das ist der Punkt, an dem sich die beiden Marken langfristig am deutlichsten unterscheiden.

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  • Vorwerk Kobold VR7 im Praxischeck: Lohnt der Preis 2026?

    Der Vorwerk Kobold VR7 ist der einzige Saugroboter im deutschen Markt, den man nicht einfach in den Warenkorb legt. Es gibt ihn nicht bei Amazon, nicht bei MediaMarkt und nicht im Preisvergleich – Vorwerk verkauft direkt, über den eigenen Onlineshop und über Berater. Das ist unbequem, hat aber Gründe, und es macht die Kaufentscheidung zu einer anderen als bei Roborock oder Dreame. Dieser Praxischeck sagt, was der VR7 technisch kann, wo er 2026 gegen die chinesische Konkurrenz verliert, für wen er trotzdem die richtige Wahl ist – und was er im Betrieb kostet.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kein Affiliate-Link zum Gerät – und das sagen wir offen. Der VR7 läuft ausschließlich über den Vorwerk-Direktvertrieb. Wir verdienen an einer Kaufempfehlung für dieses Gerät nichts. Genau deshalb können Sie diese Einschätzung als das lesen, was sie ist: eine Einordnung ohne Provisionsinteresse.
    • Preis: UVP rund 1.249 € im Bundle mit der RB7-Servicestation, in Aktionen regelmäßig um 999 €. Eine günstigere Variante nur mit der Ladeschale CB7 gibt es ebenfalls.
    • Technisch: LiDAR-Lasernavigation, D-Form für Ecken, wechselbarer Akku mit bis zu 2 Stunden Laufzeit, 480-ml-Staubbehälter, RB7-Station mit 2,2-Liter-Beutel und bis zu 60 Tagen Autonomie.
    • Der VR7 wischt nicht. Er ist ein reiner Saugroboter. Wer eine Wischfunktion will, muss bei Vorwerk zum Handgerät greifen – das ist 2026 die größte Lücke im Vergleich zur Konkurrenz.
    • Stärken laut unabhängigen Testportalen: sehr gute Aufnahme auf Hartboden (rund 90–92 % bei smart-home-fox), leicht zu wartende Hauptbürste, Datenverarbeitung auf deutschen Servern. Schwächen: begrenzte Objekterkennung, App ohne Live-Karte und Spot-Cleaning, langsame Flächenleistung von etwa 2 m² pro Minute.

    Weil es zum Gerät selbst keinen Amazon-Link gibt, zeigen wir hier das, was real bei Amazon verfügbar ist – Verbrauchsmaterial für ältere Kobold-Geräte. Bitte lesen Sie die Hinweise in den Boxen genau, denn es passt nicht an den VR7:

    6 Staubsaugerbeutel für Vorwerk Kobold VK200, FP200-Filtertüten
    6 Staubsaugerbeutel für Vorwerk Kobold VK200, FP200-Filtertüten

    21,90 €

    Wichtig zur Einordnung: Diese Filtertüten gehören in den Kobold-Handstaubsauger VK200/VK220, nicht in den VR7. Sie sind hier, weil viele Kobold-Haushalte beide Geräte betreiben und die FP200 eines der wenigen Kobold-Verbrauchsmaterialien ist, das man regulär bei Amazon nachkaufen kann – Beutel für die RB7-Roboterstation gibt es nur bei Vorwerk.

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    Für wen sich der Kobold VR7 eignet

    Der VR7 ist ein Gerät für Menschen, die bewusst gegen den Spezifikationswettlauf entscheiden. Wer 999 Euro ausgibt, bekommt bei Dreame oder Roborock ein Flaggschiff mit 30.000 Pa, Wischwalze, Heißwasserreinigung und KI-Kamera. Beim VR7 bekommt man dafür: ein deutsches Unternehmen mit eigener Softwareentwicklung, Datenverarbeitung nach DSGVO auf Servern in Deutschland, einen Vor-Ort-Service, der tatsächlich vorbeikommt, und eine Konstruktion, die auf jahrelange Reparierbarkeit ausgelegt ist statt auf den nächsten Modellwechsel.

    Konkret passt er zu drei Gruppen. Erstens zu bestehenden Kobold-Haushalten, die schon einen VK7 oder VB100 besitzen, den Berater kennen und die MyKobold-App ohnehin nutzen. Zweitens zu Allergikern und datenschutzsensiblen Käufern – die RB7-Station hält bis zu 60 Tage Schmutz staubfrei zurück, und die Frage, wohin die Grundrissdaten der Wohnung fließen, beantwortet Vorwerk deutlich klarer als die meisten Wettbewerber. Drittens zu Haushalten mit überwiegend Hartboden und Teppichen, die keine Wischfunktion brauchen, weil ohnehin von Hand oder mit dem Handgerät gewischt wird.

    Nicht geeignet ist er, wenn Sie eine Komplettlösung suchen, die saugt, wischt, die Mopps wäscht und trocknet. Diese Kategorie bedient Vorwerk beim Roboter schlicht nicht. Wer das will, findet die Alternativen in unserem Premium-Saugroboter-Vergleich.

    Worauf du beim VR7 achten solltest

    Navigation und Tempo

    Der VR7 nutzt einen klassischen LiDAR-Turm und baut daraus eine 2D-Graustufenkarte. Das funktioniert zuverlässig, ist aber technisch das, was die Konkurrenz seit Jahren macht. Auffällig ist das Arbeitstempo: smart-home-fox misst rund 2 m² pro Minute, was bei 80 m² auf knapp 40 Minuten hinausläuft. Das ist ordentlich, aber kein Rekord. Der VR7 fährt gründlich und langsam statt schnell und mehrfach.

    Hinderniserkennung – der ehrliche Schwachpunkt

    Vorwerk hat beim VR7 eine Objekterkennung nachgerüstet, sie erkennt aber nur eine sehr begrenzte Zahl von Objektklassen. Zum Vergleich: Ecovacs und Roborock werben in der aktuellen Generation mit 200 bis 300 unterscheidbaren Objekttypen. Wer Kabel, Socken und Hundenäpfe auf dem Boden hat, muss beim VR7 weiterhin vorher aufräumen. Wie stark Sie das stört, hängt vor allem davon ab, wie aufgeräumt Ihre Böden ohnehin sind.

    D-Form und Bürsten

    Die D-förmige Bauweise mit breiter Hauptbürste bis fast an den Rand ist der konstruktive Trumpf des VR7: Ecken und Kanten erreicht er besser als die meisten runden Geräte. Die Hauptbürste lässt sich werkzeuglos entnehmen und von Haaren befreien – das ist beim Kobold vorbildlich gelöst. Ein konstruktives Detail, das im Alltag zählt: Der VR7 hat kein Vorderrad, in dem sich Haare aufwickeln können.

    Karten und App

    Vorwerk gibt für den VR7 die Speicherung mehrerer Grundrisse an – auf der Produktseite ist von bis zu fünf Etagenkarten die Rede. Ältere Testberichte beschreiben noch eine Beschränkung auf eine Karte; das wurde per Firmware nachgezogen. Wenn Mehr-Etagen-Betrieb für Sie kaufentscheidend ist, lassen Sie sich den aktuellen Funktionsstand vor dem Kauf bestätigen. Was der App auch 2026 fehlt: Live-Kartenansicht während der Fahrt und punktuelle Spot-Reinigung.

    Station oder Ladeschale

    Die RB7-Servicestation saugt den 480-ml-Behälter des Roboters in einen 2,2-Liter-Beutel ab und hält damit laut Vorwerk bis zu 60 Tage durch. Für Allergiker ist das der eigentliche Kaufgrund, weil man den Schmutz nicht mehr in die Hand bekommt. Die schlanke Ladeschale CB7 spart Geld und Platz, bedeutet aber tägliches manuelles Entleeren.

    Der VR7 im Marktvergleich

    Modell Navigation Station / Wischen Preisklasse
    Vorwerk Kobold VR7 LiDAR, begrenzte Objekterkennung Absaugstation RB7, kein Wischen 999–1.249 € (nur direkt)
    Roborock Saros 20 StarSight 2.0, 300+ Objekttypen Komplettstation mit 100-°C-Moppwäsche rund 999–1.299 €
    Dreame X60 Pro Ultra LiDAR + Kamera, ausfahrbare Arme Komplettstation, Kantenwischen rund 1.199–1.299 €
    Ecovacs Deebot X11 OmniCyclone AIVI 3D 3.0 beutellose Zyklonstation, Wischwalze rund 569–859 €

    Die Tabelle zeigt das Dilemma unmissverständlich: Auf dem Datenblatt verliert der VR7 gegen jeden Wettbewerber in seiner Preisklasse. Vorwerk verkauft nicht Technik pro Euro, sondern Service, Datenschutz und Langlebigkeit. Ob Ihnen das rund 400 Euro Aufpreis wert ist, ist eine Wertentscheidung – keine technische.

    Zur Testlage: Die Stiftung Warentest führt Saug- und Wischroboter in einer laufend aktualisierten Datenbank (Stand Juni 2026 mit 44 Modellen), die Einzelnoten sind kostenpflichtig. In der Erstveröffentlichung 12/2023 war der VR7 mit der Note 2,1 der beste reine Saugroboter im Testfeld – ein Ergebnis, das seinen Ruf bis heute trägt. Bei testberichte.de liegt der Notenschnitt aus mehreren Fachtests bei 1,6. Beides sind fremde Testergebnisse; wir testen nicht selbst.

    Hannets Seitenbürsten kompatibel mit Vorwerk Kobold VR200 und VR300
    Hannets Seitenbürsten kompatibel mit Vorwerk Kobold VR200 und VR300

    9,99 €

    Ebenfalls nicht für den VR7, sondern für seine Vorgänger VR200 und VR300 – für die gibt es bei Amazon einen aktiven Drittanbietermarkt mit Seitenbürsten- und Filtersets. Wenn bei Ihnen noch ein VR200 oder VR300 läuft, ist das die günstigste Art, ihn am Leben zu halten. Für den VR7 selbst führt der Weg über den Vorwerk-Shop.

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    Was der VR7 im Betrieb kostet

    Hier liegt der zweite unbequeme Punkt: Vorwerk-Verbrauchsmaterial gibt es fast ausschließlich bei Vorwerk. Ein Drittanbietermarkt wie bei Roborock oder Dreame existiert für den VR7 kaum, was die laufenden Kosten planbar, aber nicht günstig macht. Realistische Jahreswerte für einen Zwei-Personen-Haushalt:

    • Staubbeutel für die RB7-Station: Bei bis zu 60 Tagen Standzeit reichen rechnerisch sechs bis acht Beutel pro Jahr. Kalkulieren Sie 40–70 €.
    • Seitenbürsten: zwei bis drei Wechsel pro Jahr, je nach Bodenbelag.
    • Hauptbürste: in der Regel einmal jährlich, bei viel Tierhaar früher.
    • Filter: zwei bis drei pro Jahr. Reinigen verlängert, ersetzt aber nicht.
    • Optional Duftkapseln: ein reines Komfortprodukt, das aber dauerhaft Geld kostet, wenn man sich daran gewöhnt.

    In Summe landen Sie je nach Nutzung bei etwa 100 bis 180 Euro pro Jahr – tendenziell mehr als bei einem vergleichbar ausgestatteten Roborock, weil dort Nachbauteile den Preis drücken. Welche Verschleißteile es beim Kobold konkret gibt und was mit Vorgängermodellen kompatibel ist, haben wir in Vorwerk-Kobold-Zubehör zusammengestellt. Den branchenweiten Vergleich der laufenden Kosten – inklusive der Frage, wie viel eine Wischstation zusätzlich verschlingt – finden Sie in Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Warum gibt es den VR7 nicht bei Amazon?

    Vorwerk verkauft seit jeher direkt – historisch über Berater, heute überwiegend über den eigenen Onlineshop. Das Unternehmen kontrolliert damit Preis, Beratung und Service selbst und vermeidet Preisverfall im Handel. Für Sie als Käufer heißt das: kein Preisvergleich, keine Schnäppchen von Drittanbietern, dafür ein klar definierter Ansprechpartner. Und für uns heißt es: Wir verdienen an diesem Gerät nichts und empfehlen es trotzdem dort, wo es passt.

    Kann der VR7 wischen?

    Nein. Der VR7 ist ein reiner Saugroboter ohne Wassertank und ohne Moppaufnahme. Vorwerk deckt das Wischen über die Handgeräte-Linie ab. Wenn Sie einen Roboter suchen, der beides erledigt, ist der VR7 die falsche Wahl – dann führt der Weg zu Roborock, Dreame oder Ecovacs.

    Lohnt sich der VR7 gegenüber dem gebrauchten VR300?

    Der VR300 ist ein guter Roboter, aber ohne Absaugstation und mit älterer Software. Vor allem: Bei gebrauchten Cloud-Geräten sollten Sie prüfen, wie lange der Hersteller die Serverdienste noch betreibt. Wie schnell das kippen kann, hat Vorwerk selbst bei der Tochtermarke Neato vorgeführt, deren Cloud-Dienste abgekündigt wurden und deren Roboter danach nur noch per Knopfdruck am Gerät laufen. Für den VR7 gilt das nicht, aber es ist ein Argument, Cloud-Abhängigkeit generell mitzudenken.

    Ist der VR7 2026 noch aktuell?

    Er ist seit mehreren Jahren am Markt und wird per Firmware gepflegt, aber er ist erkennbar kein Gerät der jüngsten Generation. Wer heute kauft, sollte das wissen und im Zweifel nach dem Nachfolger fragen, bevor er den vollen UVP zahlt. Aktionspreise um 999 € sind der realistischere Ansatz.

    Fazit: klare Empfehlung – aber nicht für jeden

    Der Kobold VR7 ist ein sehr guter reiner Saugroboter mit hervorragender Ecken- und Hartbodenleistung, einer wartungsfreundlichen Konstruktion und dem besten Datenschutzversprechen im Markt. Er ist gleichzeitig ein Gerät, das auf dem Datenblatt gegen jeden Wettbewerber seiner Preisklasse verliert, weil es nicht wischt und weil die Hinderniserkennung nicht mithält.

    Kaufen Sie ihn, wenn Sie überwiegend Hartboden haben, ohnehin von Hand wischen, Wert auf deutschen Service und Datenverarbeitung legen und einen Roboter wollen, den Sie in acht Jahren noch reparieren lassen können. Kaufen Sie ihn nicht, wenn Sie eine Saug-Wisch-Komplettlösung erwarten, wenn Ihr Boden regelmäßig mit Kabeln und Spielzeug belegt ist oder wenn Sie maximale Technik pro Euro suchen. In diesen Fällen finden Sie in unserer Übersicht der Saugroboter-Testsieger passendere Geräte – und dort dann auch mit Kauflink.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Medion Saugroboter im Check: Lohnt sich der Aldi-Roboter 2026?

    Alle paar Monate steht bei Aldi ein Saugroboter im Mittelgang, auf dem Karton steht Medion, und der Preis liegt deutlich unter dem, was Roborock oder Dreame für vergleichbare Ausstattung verlangen. Die Frage, die danach in jedem Forum auftaucht, ist immer dieselbe: Ist das ein ernstzunehmendes Gerät oder billig zusammengesteckte Aktionsware? Dieser Ratgeber ordnet die aktuelle Medion-Palette ein, nennt die konkreten Modelle mit ihren echten Daten, sagt klar, wo Medion mithält und wo die chinesischen Marktführer davonziehen – und rechnet vor, was der Aldi-Roboter im Betrieb wirklich kostet.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Medion ist keine Billigmarke ohne Adresse: Die Medion AG sitzt in Essen und gehört seit 2011 zum Lenovo-Konzern. Die Roboter selbst werden – wie bei fast allen Marken – in China gefertigt und von Medion spezifiziert und betreut.
    • Die aktuelle Palette im Medion-Shop reicht (Stand August 2026) vom X41 SW für 99,95 € bis zum X55 SW+ Pro für 449,95 €. Dazwischen liegen X22 SW+ und X23 SW+ (je 5.000 Pa, 149,95 / 169,95 €), X51 SW+ (10.000 Pa, 189,95 €) und X55 SW+ (10.000 Pa, 299,95 €).
    • Alle aktuellen X-Modelle haben Lasernavigation (LDS) und Wischfunktion. Die Oberklasse X55 SW+ und X55 SW+ Pro bringen eine 3-in-1-Station mit Absaugung, Frischwasser-Nachfüllung und Moppwäsche mit.
    • Der ehrliche Schwachpunkt: Medion wäscht die Mopps mit bis zu 50 °C, während Dreame, Ecovacs und Roborock inzwischen mit 75 bis 100 °C arbeiten. Auch bei der KI-gestützten Hinderniserkennung liegt Medion eine Generation zurück.
    • Der ehrliche Pluspunkt: deutscher Kundenservice, ein eigener Ersatzteilshop und eine Modellpflege, die nicht alle sechs Monate alles umwirft. Wer Support auf Deutsch will, bekommt ihn hier verlässlicher als bei manchem Direktimporteur.

    Unsere Empfehlung für alle, die den Komfort einer Komplettstation wollen, ohne 800 Euro auszugeben:

    MEDION X55 SW+ Saugroboter mit 3-in-1 Absaugstation und Lasernavigation
    MEDION X55 SW+ Saugroboter mit 3-in-1 Absaugstation und Lasernavigation

    349,95 €

    Das interessanteste Medion-Gerät: Lasernavigation, 10.000 Pa nach Herstellerangabe, rotierende Wischmopps und eine Station, die absaugt, Frischwasser nachfüllt und die Mopps wäscht – zu einem Preis, für den andere Marken oft nur die reine Absaugstation liefern. Passend für Hartboden-Wohnungen bis rund 100 m².

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    Für wen sich ein Medion-Saugroboter eignet

    Medion trifft eine bestimmte Käufergruppe sehr genau: Menschen, die einen soliden Alltagsroboter wollen, aber weder Lust auf einen Spezifikationswettlauf noch auf einen Hersteller haben, der nur über eine App-Hotline in Shenzhen erreichbar ist. Der typische Medion-Käufer hat eine Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnung mit überwiegend Hartboden, vielleicht ein paar Teppichen, und möchte, dass der Roboter zwei- bis dreimal die Woche selbstständig durchfährt.

    Genau dafür reichen die Geräte. Die Lasernavigation der aktuellen X-Serie erstellt saubere Karten, erkennt Räume, speichert mehrere Etagen und lässt No-Go-Zonen setzen – das ist Standardtechnik, aber sie funktioniert. Wer dagegen einen Haushalt mit langhaarigem Hund, viel Hochflorteppich und einem Kinderzimmer voller Kleinteile hat, wird mit Medion an Grenzen stoßen. Die Hinderniserkennung arbeitet mit einem Kreuzlinienlaser statt mit einer KI-Kamera, die Hunderte Objektarten unterscheidet. Socken und Kabel werden damit nicht zuverlässig umfahren.

    Und noch eine Zielgruppe sollte man nennen: Wer den Roboter überwiegend als Wischroboter einsetzen will, ist bei Medion nicht optimal aufgehoben. Die rotierenden Pads reinigen ordentlich, aber die Kombination aus 50-°C-Moppwäsche und fehlender Heißluft-Trocknung ist in Sachen Hygiene schlicht nicht auf dem Niveau, das Marken wie Ecovacs oder Dreame inzwischen bieten. Wenn das Wischen Ihr Hauptthema ist, sollten Sie sich in einer anderen Geräteklasse umsehen.

    Worauf du bei Medion konkret achten solltest

    Modellname statt Aktionsprospekt

    Medion führt zwei parallele Bezeichnungssysteme, und das ist die häufigste Fehlerquelle beim Zubehörkauf. Zum einen die Verkaufsnamen der X- und S-Serie (X41 SW, X51 SW+, X55 SW+ Pro), zum anderen die interne MD-Nummer, die auf dem Typenschild an der Unterseite steht. Ältere Aldi-Geräte laufen fast nur unter der MD-Nummer – MD 18500, MD 18600, MD 19510 und ähnliche. Für Filter, Seitenbürsten und Wischtücher brauchen Sie beide Angaben; welche Teile zu welcher Nummer passen, haben wir in Medion-Saugroboter-Zubehör aufgeschlüsselt.

    Die Pa-Angabe richtig lesen

    10.000 Pa klingen neben einem 42.000-Pa-Flaggschiff bescheiden, und 3.000 Pa beim X20 SW+ klingen schon fast nach Spielzeug. Zwei Einordnungen dazu: Erstens sind Pascal-Angaben durchweg Herstellerangaben aus jeweils eigenen Messaufbauten und zwischen Marken nur eingeschränkt vergleichbar – ein Wert allein sagt nichts über die tatsächliche Aufnahme am Boden. Zweitens ist der Unterschied in der Praxis auf Hartboden gering: Ab etwa 5.000 Pa entscheidet die Bürstengeometrie mehr als die Motorleistung. Relevant wird die Saugkraft erst auf Teppich, und dort trennt sich die Spreu. Wer Teppich hat, sollte bei Medion mindestens zum X51 SW+ oder X55 SW+ greifen.

    Station ja oder nein

    Die Modelle mit „+“ im Namen bringen eine Station mit Absaugfunktion mit, die Pro-Variante zusätzlich mehr Zubehör. Beim X55 SW+ Pro sind das eine zusätzliche Hartbodenbürste und sechs Ersatz-Wischpads. Technisch sind X55 SW+ und X55 SW+ Pro weitgehend identisch – die Preisdifferenz von rund 150 Euro bezahlt in erster Linie Verbrauchsmaterial. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was die Einzelteile im Ersatzteilshop kosten; oft ist die Standardversion plus einzeln nachgekauftes Zubehör günstiger.

    Bauhöhe und Stationsmaße

    Der X55 SW+ misst 35 × 35 × 10 cm. Zehn Zentimeter sind für ein Gerät mit Laserturm normal, bedeuten aber: Unter tiefergelegte Sideboards und viele Betten passt er nicht. Messen Sie vorher nach. Und planen Sie Platz für die Station ein – Komplettstationen mit 4 Litern Frischwasser und 3,5 Litern Schmutzwasser sind keine Kleinmöbel.

    Die aktuellen Medion-Modelle im Vergleich

    Die folgende Übersicht basiert auf den Herstellerangaben im Medion-Onlineshop (Stand August 2026). Die Preise sind Shop-Preise; bei Aldi-Aktionen liegen sie regelmäßig darunter.

    Modell Saugkraft (Herstellerangabe) Station Preis (Shop)
    X41 SW 8.000 Pa nur Ladestation 99,95 €
    X22 SW+ / X23 SW+ 5.000 Pa mit Absaugung 149,95 / 169,95 €
    X51 SW+ 10.000 Pa 2-in-1 (Absaugung + Moppreinigung) 189,95 €
    X20 SW+ 3.000 Pa mit Absaugung 199,95 €
    X55 SW+ 10.000 Pa 3-in-1 (Absaugung, Wasser, Moppwäsche bis 50 °C) 299,95 €
    X55 SW+ Pro 10.000 Pa 3-in-1, zusätzliches Zubehörpaket 449,95 €

    Zur ehrlichen Einordnung: Der X20 SW+ mit 3.000 Pa ist bei 199,95 € kein gutes Angebot mehr – hier zahlen Sie für ein älteres Antriebskonzept. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liegt beim X51 SW+, wenn Sie eine kompakte Station wollen, und beim X55 SW+, wenn die Station auch die Mopps waschen soll. Der X41 SW ist ein ehrlicher Einstiegsroboter für unter 100 Euro, bei dem Sie den Staubbehälter eben selbst leeren.

    Der Vergleich nach außen ist unbequem, gehört aber dazu: Für den Preis eines X55 SW+ Pro bekommen Sie inzwischen Geräte von Mova oder Ecovacs mit 19.000 bis 25.000 Pa, Wischwalze statt Pads, Heißwasserreinigung und deutlich besserer Objekterkennung. Wenn Sie rein nach Technik pro Euro entscheiden, gewinnt Medion nicht. Wenn Ihnen Support in Deutschland, ein greifbarer Ersatzteilkanal und eine schlichte, stabile App wichtiger sind als der letzte Feature-Sprung, ergibt Medion Sinn. Weitere Alternativen in dieser Preisklasse finden Sie unter günstige Saugroboter.

    MEDION X41 SW+ Saugroboter mit Absaugstation und Lasernavigation
    MEDION X41 SW+ Saugroboter mit Absaugstation und Lasernavigation

    249,95 €

    Der Preis-Tipp: echte LDS-Lasernavigation mit Kartenspeicher und Wischfunktion zum Preis vieler navigationsloser Zufallsfahrer. Ohne Absaugstation – Sie leeren den Behälter alle paar Durchgänge selbst. Ideal für kleine Wohnungen und als Zweitgerät für die zweite Etage.

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    Was ein Medion-Roboter im Betrieb kostet

    Der Anschaffungspreis ist bei Medion die gute Nachricht – die Folgekosten sind es nicht automatisch. Wer eine Station mit Staubbeutel betreibt, zahlt dauerhaft mit. Realistische Jahreswerte für ein Modell wie den X55 SW+ in einem Zwei-Personen-Haushalt:

    • Staubbeutel für die Station: je nach Haushalt sechs bis zehn Stück pro Jahr. Original-Beutel liegen typischerweise bei 4–8 € pro Stück, im Set günstiger. Kalkulieren Sie 30–60 € jährlich.
    • Wischpads: waschbar, aber nach etwa 60 bis 100 Wäschen durch. Zwei bis drei Sätze pro Jahr, je nach Anbieter 10–25 €.
    • Seitenbürsten und Hauptbürste: Seitenbürsten alle drei bis sechs Monate, Hauptbürste einmal jährlich. Zusammen etwa 20–40 €.
    • Filter: zwei bis drei pro Jahr, 10–25 €. Waschen verlängert die Standzeit, ersetzt den Tausch aber nicht.
    • Strom: Bei täglichem Betrieb inklusive Station realistisch 15–30 € im Jahr.

    Unterm Strich landen Sie bei rund 80 bis 150 Euro pro Jahr. Bei einem Gerät für 299 € ist das ein spürbarer Anteil – nach drei Jahren haben Sie den Kaufpreis noch einmal ausgegeben. Die vollständige Rechnung mit allen Verschleißteilen und Intervallen finden Sie in unserem Übersichtsartikel Saugroboter-Folgekosten.

    Ein Medion-spezifischer Punkt dabei: Der Drittanbietermarkt ist für Medion kleiner als für Roborock oder Dreame. Für die verbreiteten MD-Nummern gibt es Nachbau-Sets, für neuere X-Modelle oft noch nicht. Rechnen Sie bei Medion also eher mit Original-Ersatzteilen aus dem Medion-Shop – was die Versorgung sicherer, aber nicht billiger macht. Wann sich ein Nachbau überhaupt lohnt, klärt Original oder Nachbau.

    Häufige Fragen

    Sind die Aldi-Geräte identisch mit denen im Medion-Shop?

    In der Regel ja, oft aber unter anderer Bezeichnung oder in einer leicht abweichenden Zubehörkonfiguration. Aldi-Aktionsware trägt häufig die MD-Nummer im Vordergrund, der Shop nennt den X-Namen. Prüfen Sie im Zweifel die technischen Daten auf dem Aktionsflyer gegen das Datenblatt im Medion-Shop – Saugkraft, Stationstyp und Tankgrößen verraten schnell, ob es dasselbe Gerät ist.

    Wie lange gibt es Ersatzteile für Medion-Roboter?

    Medion betreibt einen eigenen Ersatzteil- und Zubehörshop und hält Teile für ältere Serien vergleichsweise lange vor – das ist einer der realen Vorteile gegenüber Marken ohne deutsche Niederlassung. Eine verbindliche Zusage über einen bestimmten Zeitraum gibt es aber nicht; wer ein Auslaufmodell aus dem Abverkauf kauft, sollte sich gleich einen Satz Verschleißteile mitbestellen.

    Wie gut ist die Medion-App?

    Funktional und unspektakulär. Kartenerstellung, Raumeinteilung, Sperrzonen, Zeitpläne und Saugstufen sind vorhanden, Sprachassistenten werden unterstützt. Was fehlt, sind die Komfortfunktionen der Marktführer: keine detaillierte Objekterkennung mit Fotoanzeige, keine ausgefeilten Automatisierungsroutinen. Wer eine App ohne Bevormundung und ohne wöchentliche Werbebanner will, kann das durchaus als Vorteil sehen.

    Lohnt sich der X55 SW+ Pro gegenüber dem normalen X55 SW+?

    Nur, wenn Sie das mitgelieferte Zubehörpaket – Hartbodenbürste und sechs zusätzliche Wischpads – ohnehin gekauft hätten. Technisch unterscheiden sich die beiden Geräte kaum. Rechnen Sie die Einzelpreise der Zubehörteile nach; in vielen Fällen fahren Sie mit der Standardvariante plus gezieltem Nachkauf günstiger.

    Fazit: Für wen der Aldi-Roboter die richtige Wahl ist

    Medion baut keine technischen Ausrufezeichen, aber ehrliche Gebrauchsgeräte. Wenn Sie eine überwiegend hartbodige Wohnung haben, keinen Hund mit Sommerfell, und einen Roboter suchen, der zuverlässig seine Runden dreht, ohne dass Sie sich mit Firmware-Foren beschäftigen müssen, ist ein Medion eine vernünftige Entscheidung – vor allem im Aktionspreis.

    Unsere konkrete Empfehlung: Der X55 SW+ ist das rundeste Gerät der Palette, weil er als einziger im mittleren Preisbereich die Mopps selbst wäscht. Wer nur saugen und gelegentlich feucht wischen will und die Station nicht braucht, fährt mit dem X41 SW für unter 100 Euro erstaunlich gut. Vom X20 SW+ zum aktuellen Shop-Preis würden wir abraten – für 200 Euro bekommen Sie in der Medion-Palette selbst mehr.

    Wo Medion klar verliert: bei Tierhaaren, viel Teppich, anspruchsvoller Hinderniserkennung und hygienischer Moppaufbereitung. Wenn einer dieser Punkte auf Ihren Haushalt zutrifft, sparen Sie besser noch etwas länger und schauen in eine andere Preisklasse – die Enttäuschung über den falschen günstigen Roboter ist teurer als der Aufpreis für den richtigen.

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  • Shark Saugroboter im Überblick: Matrix und PowerDetect im Vergleich

    Shark ist im deutschen Saugroboter-Regal ein Sonderfall. Die Marke von SharkNinja kommt aus den USA, ist bei Akkustaubsaugern längst etabliert und geht bei Robotern einen eigenen Weg: keine Pa-Werbung, dafür Sensortechnik mit Namen wie DirtDetect, EdgeDetect und PowerDetect, Luftstöße für die Eckenreinigung und Stationen, die bis zu 30 Tage nichts von Ihnen wollen. Dieser Ratgeber ordnet die Shark-Modelle ein, die 2026 in Deutschland lieferbar sind, erklärt die Technikbegriffe in verständlicher Sprache und sagt offen, wo die Geräte in unabhängigen Tests schwächeln. Wir testen nicht selbst, sondern werten Hersteller- und Testangaben aus.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Shark nennt keine Pa-Werte. Das ist ungewöhnlich, aber nicht schlechter – die Zahl ist ohnehin eine Herstellerangabe nach uneinheitlichen Messverfahren. Bei Shark müssen Sie sich stattdessen an Testergebnissen orientieren.
    • Zwei Linien sind relevant: die günstigere Matrix-Reihe (ab rund 150 €, mit Absaugstation um 500 € UVP) und die PowerDetect-Reihe (289 € bis 999 €) mit selbstentleerender Basis, Padwäsche und Trocknung.
    • Stärke in Tests: Hartbodenreinigung und Kantenarbeit. Beim PowerDetect NeverTouch Pro maß testsieger.de 99 % Aufnahme auf Hartboden, auf Teppich 78 %. Die CleanEdge-Luftstöße der Matrix-Reihe blasen Schmutz aus Ecken heraus.
    • Schwäche in Tests: Hinderniserkennung, App-Tiefe und Bauhöhe. Kabel und Schuhe werden unzuverlässig erkannt, die App bietet weniger Einstellungen als bei asiatischen Wettbewerbern, und mit 11 cm baut der PowerDetect hoch.
    • Die Stiftung Warentest hat bisher zwei Shark-Roboter geprüft (Matrix Plus 2-in-1 RV2620WAEU, veröffentlicht am 27.11.2025, sowie das ältere Modell RV2600WSEU). Die Noten stehen hinter der Bezahlschranke von test.de.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte – volle Stationstechnik zu einem Preis, der die UVP regelmäßig deutlich unterbietet:

    Shark PowerDetect 2-in-1 Saug- und Wischroboter, schwarz, RV2800YEEU
    Shark PowerDetect 2-in-1 Saug- und Wischroboter, schwarz, RV2800YEEU

    299,00 €

    360°-LiDAR, Anti-Hair-Wrap-Bürstenrolle und eine Basis, die selbst entleert, den Wassertank nachfüllt und die Pads trocknet – laut Hersteller bis zu 30 Tage ohne Handgriff, mit Anti-Allergen-Versiegelung. UVP 699,99 €, im Handel regelmäßig um 290 €.

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    Für wen sich ein Shark-Saugroboter eignet

    Shark passt zu Haushalten mit viel Hartboden, die ein unkompliziertes Gerät wollen und Wert auf gründliche Kanten legen. Genau hier liegt die Stärke der Marke: Die EdgeDetect- und CleanEdge-Funktionen blasen mit gezielten Luftstößen Schmutz aus Ecken und von Sockelleisten in die Bahn des Roboters – ein Ansatz, den sonst kaum jemand verfolgt und der in Tests als überzeugend beschrieben wird.

    Der zweite gute Grund ist die Preisdynamik. Die UVP-Angaben von Shark sind hoch, die Straßenpreise oft weit darunter: Der PowerDetect NeverTouch 2-in-1 stand zuletzt für 289,99 € statt 699,99 € in der Liste. Wer bereit ist, auf ein Angebot zu warten, bekommt hier viel Stationstechnik für wenig Geld.

    Weniger geeignet ist Shark, wenn Sie eine sehr präzise Hinderniserkennung brauchen oder Ihre Möbel wenig Bodenfreiheit haben. Beim PowerDetect NeverTouch Pro bemängelte testsieger.de ausdrücklich die Bauhöhe von 11 cm – über der Marke von 10 cm, ab der viele Sofas und Betten nicht mehr befahrbar sind. Und wer gern in der App an jeder Schraube dreht, wird die Einstellungstiefe vermissen.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Die Shark-Technikbegriffe übersetzt

    • DirtDetect: Sensorik, die stärker verschmutzte Bereiche erkennt und dort die Leistung erhöht oder mehrfach fährt.
    • FloorDetect: Erkennung des Bodenbelags mit automatischer Anpassung von Saugkraft und Pad-Verhalten.
    • EdgeDetect / CleanEdge: gezielte Luftstöße, die Schmutz aus Ecken und von Kanten in die Fahrbahn befördern.
    • Wet Edge Detect: das Gegenstück beim Wischen – die Pads arbeiten bis dicht an die Sockelleiste.
    • NeverTouch: die Basisstation, die Staub selbst entleert, Wasser nachfüllt und Pads trocknet.
    • UV Reveal: die Neuheit der Oberklasse – UV-Licht und RGB-Sensoren machen Verschmutzungen sichtbar, die das Auge nicht erkennt, und steuern danach die Reinigungsintensität.

    Station: beutellos oder mit Beutel

    Das ist bei Shark eine echte Entscheidung. Die PowerDetect-Basis der NeverTouch-Modelle arbeitet beutellos – das spart laufende Kosten, bedeutet aber, dass Sie beim Entleeren des Behälters direkt mit dem Staub in Kontakt kommen. Für Allergiker ist das ein Nachteil, den testsieger.de ausdrücklich anmerkt. Andere Varianten der Reihe nutzen Beutel mit Anti-Allergen-Versiegelung. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Bauart Ihr konkretes Modell hat. Was Stationen grundsätzlich leisten, steht in unserem Ratgeber Saugroboter mit Absaugstation.

    Wischsystem

    Shark setzt durchgehend auf Mikrofaserpads, nicht auf rotierende Teller oder Walzen. Die 2-in-1-Modelle heben oder entlasten den hinteren Bereich auf Teppich, damit der Flor trocken bleibt. Das reicht für Staubfilm und leichten Alltagsschmutz – für eingetrocknete Flecken braucht es weiterhin Handarbeit. Wer maximale Wischleistung sucht, sollte sich Systeme mit rotierenden Pads oder Wischwalze ansehen.

    Die Shark-Modelle im Vergleich

    Modell Navigation Station Preisklasse
    Matrix Plus 2-in-1 (RV2620WDEU) LiDAR, Matrix-Fahrmuster nur Laden ab ca. 150 €
    Matrix Plus 2-in-1 (RV2620WAEU) LiDAR Selbstentleerung, 2-l-Behälter UVP 499,99 €
    PowerDetect NeverTouch 2-in-1 (RV2800) 360°-LiDAR Selbstentleerung, Wassernachfüllung, Padtrocknung UVP 699,99 €, oft um 290 €
    PowerDetect NeverTouch Pro LiDAR + Hinderniserkennung vollautomatisch, beutellos ca. 799 €
    PowerDetect UV Reveal (RV3000XEEU) LDS-Laser + UV/RGB-Schmutzerkennung Padwäsche 85 °C + Warmlufttrocknung UVP 999,99 €

    Die ehrliche Einordnung der Tests: Der PowerDetect NeverTouch Pro holte bei testsieger.de auf Hartboden 99 % und auf Teppich 78 % des Prüfschmutzes – starke Werte. Gleichzeitig fand die Redaktion nur 1 von 5 Schmutzpartikeln aus den Ecken wieder, maß statt der angegebenen 110 nur rund 95 Minuten Laufzeit und kritisierte die unzuverlässige Erkennung von Schuhen und Kabeln. Fazit dort: solide Reinigung, aber nicht die Feinabstimmung, die man in dieser Preisklasse erwarten darf. Der Matrix Plus RV2620WAEU kam auf 74,6 % Gesamtwertung – gelobt für Hartboden und Eckenreinigung, kritisiert für Navigation in kleinen, verwinkelten Räumen, fehlende automatische Teppicherkennung und eine App, in der Räume nur als Rechtecke definierbar sind.

    Ein Punkt zur Modellpflege: Die Stiftung Warentest führt beide von ihr geprüften Shark-Roboter inzwischen als „nicht mehr im Handel“. Shark wechselt Modellnummern schnell – prüfen Sie deshalb immer, ob die exakte Kennung (etwa RV2620WAEU gegenüber RV2620WDEU) zu dem Test passt, auf den Sie sich stützen. Die Buchstaben am Ende sind keine Farbvariante, sondern unterscheiden Ausstattung und Station.

    Der Preis-Tipp für alle, die keine Station brauchen:

    Shark Matrix Plus 2-in-1 selbstentleerender Wisch- und Saugroboter
    Shark Matrix Plus 2-in-1 selbstentleerender Wisch- und Saugroboter

    182,62 €

    Der günstige Einstieg in die Marke: saugt und wischt in einem Gerät, reinigt Ecken mit CleanEdge-Luftstößen und arbeitet mit 65 bis 69 dB angenehm leise. Ehrlich dazu: In verwinkelten Grundrissen fährt er Zonen doppelt, und eine automatische Teppicherkennung fehlt.

    Auf Amazon ansehen

    Was ein Shark im Betrieb kostet

    Bei den kleinen Verschleißteilen ist Shark angenehm fair bepreist. Die Originalpreise: Seitenbürste (58 mm) 10,99 €, Mikrofaser-Wischpads 14,99 €, Bürstenrollen-Deckel 5,99 €, Reinigungslösung im 2-Liter-Kanister 17,99 €. Rechnet man einen Jahresbedarf – eine Bürstenrolle, zwei Filter, zwei Sätze Pads, zwei Seitenbürsten und Reinigungslösung –, landen Sie bei rund 60 bis 90 € pro Jahr. Bei den beutellosen PowerDetect-Modellen entfallen die Staubbeutel komplett.

    Wo Shark teuer wird, sind Baugruppen: Ein Matrix-Staubbehälter kostet 30,99 €, eine komplette PowerDetect-Basis 400,99 €, ein Ersatz-POD sogar 550,99 €. Bei solchen Positionen stellt sich weniger die Frage „Original oder Nachbau“ als „Reparatur oder Neugerät“.

    Das Drittanbieter-Angebot ist bei Shark dünner als bei den asiatischen Marken, es gibt aber brauchbare Komplettsets ab rund 38 €, die Bürstenrolle, Filter, Pads und Seitenbürsten abdecken. Bei diesen rein mechanischen Teilen ist ein Nachbau eine unproblematische Empfehlung – vorausgesetzt, Ihre exakte Modellnummer steht in der Kompatibilitätsliste. Alle Teilenummern haben wir im Ratgeber zum Shark-Zubehör gesammelt; die Rechnung über alle Marken hinweg steht unter Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Warum gibt Shark keine Pa-Werte an?

    Weil die Marke ihre Kommunikation auf Sensorik und Ergebnis ausrichtet statt auf eine Kennzahl. Inhaltlich ist das nachvollziehbar: Pa-Angaben sind Herstellerwerte, die nach uneinheitlichen Verfahren ermittelt werden und zwischen Marken nicht vergleichbar sind. Für Sie heißt das aber, dass Sie sich stärker auf unabhängige Testergebnisse stützen müssen.

    Ist Shark eine gute Wahl bei Tierhaaren?

    Die Anti-Hair-Wrap-Bürstenrolle funktioniert gut, und die selbstentleerende Basis nimmt einem das tägliche Entleeren ab. Bei Allergien im Haushalt sollten Sie allerdings ein Modell mit Beutel und Anti-Allergen-Versiegelung wählen statt einer beutellosen Basis – sonst stehen Sie beim Entleeren in der Staubwolke.

    Wie gut ist die Shark-App?

    Funktional, aber schlank. In Tests wird kritisiert, dass raumspezifische Einstellungen, individuelle Reinigungsmodi und flexible Zonendefinitionen fehlen – Räume lassen sich bei der Matrix-Reihe nur als Rechtecke anlegen. Wer eine Karte fein aufteilen und pro Raum unterschiedliche Wassermengen fahren will, ist bei Roborock, Dreame oder Ecovacs besser aufgehoben.

    Shark oder eine der asiatischen Marken?

    Shark punktet mit Verarbeitung, Eckenreinigung, leisem Betrieb und einem sehr guten Preis, wenn man ein Angebot erwischt. Bei Hinderniserkennung, App-Tiefe, Bauhöhe und Wischtechnik liegen Roborock, Dreame und Ecovacs vorn. Eine Einordnung des gesamten Feldes gibt unser Ratgeber zu den Saugroboter-Testsiegern.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die meisten Haushalte ist der PowerDetect NeverTouch 2-in-1 der interessanteste Shark: 360°-LiDAR, eine Basis, die entleert, Wasser nachfüllt und Pads trocknet, dazu ein Straßenpreis, der die UVP häufig um mehr als die Hälfte unterbietet. Wer auf ein gutes Angebot wartet, bekommt hier für unter 300 € eine Stationstechnik, die anderswo das Doppelte kostet.

    Wer keine Station braucht oder wenig Platz hat, fährt mit dem Matrix Plus 2-in-1 ab rund 150 € gut – mit den bekannten Abstrichen bei Navigation und App. Und wer das Maximum will, findet im PowerDetect UV Reveal eine technisch eigenständige Idee: UV-Licht plus RGB-Sensorik, um Schmutz zu finden, den man selbst nicht sieht. Zum UVP von 999,99 € ist das allerdings eine Wette auf eine Funktion, für die es noch keine breite Testbasis gibt.

    Unser ehrlicher Rat: Kaufen Sie Shark nicht zur UVP. Die Marke arbeitet mit hohen Listenpreisen und starken Aktionen – wer die Preisentwicklung ein paar Wochen beobachtet, zahlt regelmäßig die Hälfte.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Mova Saugroboter 2026: Die neue Alternative im Überblick

    Mova ist die Marke, die man beim Preisvergleich zweimal anschaut: 24.000 Pa, Heißwasserwischen bei 80 °C, UV-Desinfektion, Kletterfahrwerk – und ein Preisschild, das mehrere hundert Euro unter dem liegt, was vergleichbar ausgestattete Flaggschiffe kosten. Das ist kein Zufall: Mova gehört zu Dreame und nutzt dieselbe Technikbasis, nur unter eigenem Namen und mit knapperer Kalkulation. Dieser Ratgeber erklärt, welche Mova-Modelle 2026 in Deutschland erhältlich sind, wo die Marke wirklich stark ist, wo sie ihre Jugend verrät – und was der Betrieb kostet. Wir testen nicht selbst, sondern werten Hersteller- und Testangaben aus.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mova ist eine Marke von Dreame Technology und wird in Deutschland über den Dreame-Vertrieb geführt. Der europäische Marktstart erfolgte auf der IFA 2024. Die Technik ist eng verwandt, der Preis liegt spürbar darunter.
    • Serienlogik: E50 = Einstieg mit Station, P50 = Preis-Leistungs-Klasse, V50 = Vollausstattung mit Kletterfahrwerk, Z60 Roller = Flaggschiff mit Wischwalze statt Pads.
    • In Auswertungen deutscher Testportale schneidet Mova durchweg gut ab: smarthomeassistent.de vergibt dem V50 Ultra Complete die Note 1,9 und dem P50 Pro Ultra 1,8.
    • Pa-Werte sind Herstellerangaben und markenübergreifend nicht vergleichbar – dass die E50-Serie mit 30.000 Pa beworben wird und das teurere V50 mit 24.000 Pa, zeigt genau das.
    • Die Schwachstelle ist das Zubehör: Es gibt kein offizielles Wechselintervall, das Drittanbieter-Sortiment ist dünn, und die Original-Hauptbürste kostet mit 44,99 € auffällig viel.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte, die volle Ausstattung ohne Flaggschiffpreis wollen:

    MOVA V50 Ultra Saugroboter, 24.000 Pa Saugkraft und Thermo-Wischen
    MOVA V50 Ultra Saugroboter, 24.000 Pa Saugkraft und Thermo-Wischen

    649,00 €

    Für Altbauwohnungen mit hohen Türschwellen und gemischtem Boden: Kletterfahrwerk, 24.000 Pa nach Herstellerangabe, Moppwäsche mit bis zu 80 °C, UV-Desinfektion und eine Doppelkammer für Reinigungsmittel. smarthomeassistent.de vergibt in seiner Auswertung die Note 1,9.

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    Für wen sich ein Mova-Saugroboter eignet

    Mova ist die Marke für Leute, die die Ausstattungsliste eines Flaggschiffs wollen, aber nicht dessen Preis. Konkret bekommen Sie in der 500- bis 700-Euro-Klasse Dinge, die andere Hersteller erst jenseits von 1.000 Euro anbieten: Wischen mit heißem Wasser, UV-Behandlung der Pads, ausfahrbare Wischarme und ein Fahrwerk, das über hohe Türschwellen kommt.

    Besonders interessant ist das in Altbauten. Die Kletterfähigkeit ist der Punkt, an dem viele Roboter im Alltag scheitern – eine 3 cm hohe Schwelle zwischen Flur und Bad trennt sonst zwei Reinigungswelten. Mova gibt für das V50-Fahrwerk eine Hindernisüberwindung von bis zu 6 cm an; im Praxistest von smarthomeassistent.de wurden real 4,4 cm bewältigt. Auch das ist ein Wert, den die meisten Wettbewerber in dieser Preisklasse nicht erreichen.

    Weniger passend ist Mova, wenn Ihnen langfristige Zubehörsicherheit wichtig ist. Die Marke ist jung, es gibt keine veröffentlichten Wechselintervalle, und das Drittanbieter-Sortiment umfasst pro Modell nur eine Handvoll Positionen – deutlich weniger als bei Roborock, Ecovacs oder Xiaomi. Wer das nicht will, findet mit der Muttermarke eine naheliegende Alternative; unsere Einordnung steht unter Dreame: welches Modell passt.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Wischsystem: Pads oder Walze

    Mova baut beides. Die E50-, P50- und V50-Modelle nutzen zwei rotierende Wischpads – beim E50 mit bis zu 260 Umdrehungen pro Minute und 12 Newton Anpressdruck, dazu ein ausfahrbarer Mopp für Kanten und Ecken. Der Z60 Ultra Roller Complete setzt dagegen auf eine durchgehende Wischwalze mit ständiger Frischwasserzufuhr, die den gelösten Schmutz aufnimmt statt ihn zu verteilen. Das ist auf Hartboden merklich gründlicher, kostet aber mehr und braucht mehr Wartung an Walze und Abstreifer.

    Station und Wassertemperatur

    Alle Ultra-Modelle haben eine Station, die absaugt, die Mopps wäscht und mit Warmluft trocknet. Die Unterschiede liegen im Detail: Die E50-Serie trocknet mit 63 °C, das E50 Pro Ultra wäscht mit bis zu 100 °C und dosiert Reinigungsmittel automatisch, das V50 arbeitet mit 80 °C plus UV-Licht. Wichtiger als die Gradzahl ist in der Praxis, dass überhaupt mit warmem Wasser gewaschen und danach getrocknet wird – das ist der Unterschied zwischen einer sauberen und einer riechenden Station.

    Navigation und Hinderniserkennung

    Mova nutzt 360°-LDS-LiDAR, ergänzt um einen frontseitigen Laser beziehungsweise eine Kamera in den höheren Modellen. Im Test des P50 Pro Ultra erkannte das System 14 von 16 Testobjekten – ein guter Wert. Der Z60 hat zusätzlich einen einfahrbaren Laserturm und kommt damit auf nur 9,6 cm Bauhöhe.

    Die Mova-Modelle im Vergleich

    Modell Navigation Station Preisklasse
    MOVA E50 Ultra 360°-LDS + Frontlaser Absaugen (3,2-l-Beutel), 63 °C Trocknung 399 € (UVP)
    MOVA E50 Pro Ultra 360°-LDS + Frontlaser wie E50, zusätzlich 100 °C Moppwäsche 469 € (UVP)
    MOVA P50 Pro Ultra LiDAR + Objekterkennung Absaugen + 75 °C Moppwäsche + Trocknung ca. 450–650 €
    MOVA V50 Ultra Complete LiDAR + Objekterkennung, Kletterfahrwerk Absaugen + 80 °C + UV + Reinigungsmittel ca. 590–650 €
    MOVA Z60 Ultra Roller Complete einfahrbarer LiDAR-Turm, 9,6 cm Bauhöhe Absaugen + 80 °C Walzenwäsche + UV UVP 1.399 €, Straßenpreis deutlich darunter

    Die ehrliche Einordnung: Der Abstand zwischen den Modellen ist kleiner, als die Preisliste suggeriert. Das P50 Pro Ultra erreicht in der Auswertung von smarthomeassistent.de mit 1,8 sogar eine minimal bessere Note als das teurere V50 Ultra Complete (1,9) – gelobt werden Hartbodenreinigung (98,87 von 100 Punkten) und Objekterkennung, kritisiert werden Haare, die sich trotz Anti-Tangle-Bürste aufwickeln, schwache Eckenreinigung und ein Kletterlimit von 2,2 cm. Wer keine hohen Türschwellen hat, spart mit dem P50 also Geld ohne echten Nachteil.

    Beim Z60 Ultra Roller Complete lohnt der Blick auf den Straßenpreis: Die UVP von 1.399 € ist eine Nummer, die im Handel keine Rolle spielt – gelistet wurde er zuletzt für rund 665 €. Der Testbefund der PC-WELT-Redaktion: sehr gutes Wischergebnis und präzise Navigation, dafür hoher Akkuverbrauch (rund 60 m² pro Ladung) und eine elektrostatische Aufladung des Gehäuses, die Staub anzieht.

    Der Preis-Tipp für alle ohne hohe Türschwellen:

    MOVA P50 Pro Ultra Saugroboter, flexibler Mopp, 75 °C Dock-Selbstreinigung
    MOVA P50 Pro Ultra Saugroboter, flexibler Mopp, 75 °C Dock-Selbstreinigung

    449,00 €

    19.000 Pa nach Herstellerangabe, LiDAR mit Objekterkennung, Moppwäsche bei 75 °C und automatische Trocknung. In der Auswertung von smarthomeassistent.de mit 1,8 bewertet – die bessere Note als das teurere V50. Ehrlich dazu: Über Schwellen kommt er nur bis 2,2 cm.

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    Was ein Mova im Betrieb kostet

    Hier zeigt sich, dass Mova noch eine junge Marke ist. Es gibt kein veröffentlichtes Wechselintervall, an dem man sich orientieren könnte – wir empfehlen deshalb die Werte, die Roborock im S8-Handbuch nennt und die konstruktiv übertragbar sind: Hauptbürste einmal jährlich, Filter und Seitenbürsten zwei- bis dreimal, Wischpads zwei- bis dreimal.

    Bei den Preisen fällt eine Diskrepanz auf: Die offizielle Mova-Hauptbürste kostet 44,99 € – das ist im Markenvergleich viel. Drittanbieter-Kits für die Z60-Roller-Familie sind dagegen günstig: Set mit zwei Seitenbürsten, zwei Beuteln und zwei Hauptbürsten für 29,99 €, das erweiterte Set mit Filtern für 39,99 €, Staubbeutel im Doppelpack 9,99 €, Seitenbürsten im Doppelpack 9,99 €, Gummi-Hauptbürste 14,99 €, Feinstaubfilter im Doppelpack 9,99 €. Für den V50 kommen Wischplatten inklusive Pads für 39,99 € dazu.

    Auf ein Jahr gerechnet landen Sie mit Drittanbieterteilen bei etwa 60 bis 90 €, mit ausschließlich Originalteilen schnell beim Doppelten. Unsere Empfehlung ist deshalb zweigeteilt: Bei den trockenen Verschleißteilen – Hauptbürste, Seitenbürsten, Filter, Staubbeutel – greifen Sie zum Drittanbieter-Kit, das sind rein mechanische Teile ohne Elektronik. Bei der Moppwalze der Roller-Modelle bleiben Sie beim Original, weil sie exakt zu Abstreifer und Spülrinne passen muss und es dort praktisch keine Nachbauten gibt. Alle Teilenummern und Sets stehen in unserem Ratgeber zum Mova-Zubehör, die markenübergreifende Rechnung unter Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Ist Mova einfach ein umgelabelter Dreame?

    Nicht ganz, aber die Verwandtschaft ist real: Mova ist eine Marke aus dem Dreame-Konzern und wird in Deutschland über denselben Vertrieb geführt. Technikbausteine wie Anti-Tangle-Bürsten, Stationskonzepte und App-Logik ähneln sich stark. Der Unterschied liegt in Positionierung und Preis – Mova tritt konsequent als Preis-Leistungs-Marke auf.

    Bekomme ich Software-Updates und App-Support?

    Ja, Mova hat eine eigene App und liefert Firmware-Updates. Da die Marke jung ist, gibt es allerdings weniger Erfahrungswerte darüber, wie lange ein Modell nach Verkaufsende noch gepflegt wird. Bei etablierten Marken lässt sich das besser abschätzen.

    Welches Modell bei Tierhaaren?

    Nehmen Sie ein Ultra-Modell mit Absaugstation und Beutel, damit Sie den Staub nicht selbst entleeren. Und rechnen Sie ehrlich damit, dass sich auch bei Anti-Tangle-Bürsten Haare aufwickeln – im Test des P50 Pro Ultra wurde genau das als Schwachpunkt notiert. Ein Ersatzbürstensatz gehört bei Tierhaushalten in den Schrank.

    Wie schlägt sich Mova gegen Roborock und Dreame?

    Auf dem Datenblatt ausgezeichnet, im Alltag knapp dahinter. Die Reinigungsleistung ist auf Hartboden auf Augenhöhe, bei Kanten, Ecken und Teppichnavigation liegen die etablierten Marken oft etwas vorn. Der reale Vorteil von Mova ist der Preis. Eine Übersicht über das gesamte Feld gibt unser Ratgeber zu den Saugroboter-Testsiegern.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die meisten Haushalte ist das MOVA V50 Ultra Complete das schlüssigste Paket: Kletterfahrwerk, Heißwasserwischen, UV-Desinfektion und automatische Reinigungsmitteldosierung zu einem Preis, für den anderswo die Ausstattung ohne Kletterfähigkeit endet. Besonders in Altbauten mit hohen Schwellen ist das ein spürbarer Unterschied.

    Wer flache Übergänge hat, sollte das Geld sparen und zum P50 Pro Ultra greifen – er reinigt in der Testauswertung minimal besser und kostet weniger. Wer nur ein solides Gerät mit Station sucht, findet in der E50-Serie ab 399 € einen erstaunlich kompletten Einstieg. Und wer das Maximum beim Wischen will, nimmt den Z60 Ultra Roller Complete zum Straßenpreis, sollte aber die kürzere Reichweite pro Akkuladung einkalkulieren.

    Der ehrliche Schlusssatz: Mova liefert für sein Geld ungewöhnlich viel Technik. Kalkulieren Sie dafür beim Zubehör mit etwas mehr Eigeninitiative – und kaufen Sie Verschleißteile, solange sie lieferbar sind.

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  • Narwal Freo im Vergleich: Freo S, X Ultra, Z10 und Z10 Ultra

    Narwal hat sich einen Ruf als Wisch-Spezialist erarbeitet: Während andere Hersteller vor allem an der Saugleistung schrauben, drückt Narwal seit jeher zwei rotierende Wischpads mit hohem Anpressdruck auf den Boden und wäscht sie in der Station wieder aus. Die Freo-Serie ist inzwischen aber unübersichtlich geworden – Freo S, Freo X Ultra, Freo Z Ultra, Freo Z10, Freo Z10 Ultra stehen teilweise gleichzeitig im Handel, zu Preisen zwischen 250 und 750 Euro. Dieser Ratgeber sortiert die Modelle, erklärt den entscheidenden Unterschied zwischen ihnen und sagt, wo Narwal wirklich stark ist und wo nicht. Wir testen nicht selbst, sondern werten Hersteller- und Testangaben aus.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der wichtigste Unterschied innerhalb der Freo-Serie ist nicht die Saugleistung, sondern ob die Station den Staub absaugt. Der Freo X Ultra komprimiert den Staub im Roboter und hat bewusst keine Absaugfunktion – die Z-Modelle haben sie.
    • Serienlogik: Freo S = Einstieg mit Absaugstation, Freo X Ultra = Wischspezialist mit Staubkompression, Freo Z / Z Ultra / Z10 / Z10 Ultra = Vollausstattung mit Doppelkamera-Hinderniserkennung.
    • Die Freo-Modelle sind mit 10,7 bis 11,0 cm Bauhöhe vergleichsweise hoch. Unter niedrige Sideboards und Betten kommen sie oft nicht – vor dem Kauf nachmessen.
    • Pa-Angaben sind Herstellerwerte: 8.000 Pa (Freo S), 8.200 Pa (Freo X Ultra), 18.000 Pa (Freo Z10 Ultra). Zwischen Marken sind diese Zahlen nicht vergleichbar, innerhalb der Serie taugen sie als grobe Rangfolge.
    • Ehrlicher Hinweis zum Zubehör: Im deutschen Narwal-Shop waren zuletzt mehrere Verschleißteile für die älteren Freo-Modelle als ausverkauft gelistet. Kaufen Sie Ersatzteile lieber auf Vorrat, statt im Bedarfsfall zu warten.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte – aktuelle Sensorik, komplette Station, realistischer Preis:

    Hinweis: Der zweite Kasten führt auf die Amazon-Suche. Der Freo X Ultra ist dort momentan nur sporadisch als Gerät gelistet – wir verlinken deshalb die Suche statt einer einzelnen, womöglich schnell vergriffenen Anzeige.

    Narwal Freo Z10 Ultra Saugroboter mit Wischfunktion, 18.000 Pa
    Narwal Freo Z10 Ultra Saugroboter mit Wischfunktion, 18.000 Pa

    699,00 €

    Das aktuellste Vollausstattungsmodell der Freo-Reihe: 18.000 Pa nach Herstellerangabe, zwei Kameras mit zwei Recheneinheiten für die Objekterkennung, ausfahrbare Wischeinheit für Kanten und eine Station, die absaugt, die Pads wäscht und trocknet. UVP 749 €, im Handel regelmäßig darunter.

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    Für wen sich ein Narwal Freo eignet

    Narwal ist die Marke für Haushalte, in denen das Wischen wichtiger ist als das Saugen. Die zwei rotierenden Pads arbeiten mit spürbarem Anpressdruck und werden in der Station mit Wasser ausgewaschen – nicht nur befeuchtet. Wer viel Fliese, Vinyl oder versiegeltes Parkett hat und den Boden regelmäßig feucht haben will, bekommt hier eine der ausgereiftesten Umsetzungen im Markt.

    Der zweite Grund ist die Autarkie. Die Freo-Stationen dosieren Reinigungsmittel selbst, füllen den Roboter mit Frischwasser, sammeln Schmutzwasser und trocknen die Pads mit Warmluft. Der Freo S geht einen anderen Weg und speichert den Staub in einem 3,5-Liter-Beutel, der laut Hersteller bis zu 180 Tage reicht.

    Weniger geeignet ist Narwal in zwei Situationen. Erstens bei viel Hochflorteppich: Die Stärke der Marke liegt auf Hartboden, auf Teppich sind andere Anbieter mindestens ebenbürtig. Zweitens bei niedrigen Möbeln – die Freo-Modelle bauen mit knapp 11 cm hoch. Und ein dritter Punkt, den man kennen sollte: Narwal ist als Marke jünger und kleiner als Roborock oder Ecovacs, das Ersatzteilangebot ist entsprechend dünner.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Station: absaugen oder komprimieren

    Das ist die zentrale Frage bei Narwal, und sie wird selten klar kommuniziert. Der Freo X Ultra hat eine Station, die die Wischpads wäscht, trocknet und Reinigungsmittel zudosiert – aber keine Absaugfunktion. Stattdessen komprimiert der Roboter den Staub in seinem eigenen, ungewöhnlich großen Behälter (0,8 bis 1 Liter). Das spart Beutelkosten und Stationslärm, bedeutet aber, dass Sie den Behälter selbst entleeren. Die Z-Modelle haben dagegen eine klassische Absaugung in einen 2,5-Liter-Beutel. Beides ist legitim – aber Sie sollten wissen, was Sie kaufen. Grundsätzliches dazu steht in unserem Ratgeber Saugroboter mit Absaugstation.

    Hinderniserkennung

    Die Freo-Modelle navigieren per LiDAR. Die Oberklasse ergänzt das um zwei Kameras mit eigener Recheneinheit; beim Freo Z10 Ultra gibt Narwal an, damit über 200 Objektarten zu unterscheiden und zwischen trockenem und flüssigem Schmutz zu differenzieren. Das ist in Wohnungen mit Kabeln, Spielzeug oder Haustieren der Aufpreis wert. Der Freo S kommt ohne diese Kameras aus.

    Bauhöhe und Schwellen

    Freo X Ultra: 10,7 cm. Freo Z Ultra: 10,8 cm. Freo Z10: 10,96 cm. Das ist deutlich mehr als bei aktuellen Modellen mit einfahrbarem Laserturm, die bei 8 bis 9 cm liegen. Messen Sie die Bodenfreiheit unter Sofa, Bett und Sideboard, bevor Sie sich festlegen. Beim Freo S nennt der Hersteller eine Schwellenhöhe von 20 mm – für Altbau-Türschwellen ist das knapp.

    Die Freo-Modelle im Vergleich

    Modell Navigation Station Preisklasse
    Freo S LDS-LiDAR nur Absaugen, 3,5-l-Beutel (bis 180 Tage) ca. 250–300 €
    Freo X Ultra LiDAR Padwäsche + Reinigungsmittel, ohne Absaugung ca. 400–550 €
    Freo Z Ultra LiDAR + Doppelkamera Absaugen (2,5 l) + Padwäsche + Trocknung ca. 500–600 €
    Freo Z10 LiDAR Absaugen + Padwäsche, 4,5 l Frisch-/4,0 l Schmutzwasser ca. 380–500 €
    Freo Z10 Ultra LiDAR + Doppelkamera, Dual-Chip Absaugen + Heißwasserwäsche + Trocknung ca. 520–750 €

    Zwei ehrliche Einordnungen dazu. Erstens: Der Freo X Ultra ist trotz seines Alters (Marktstart März 2024) das am besten bewertete Modell der Reihe – testberichte.de führt ihn mit der Gesamtnote 1,6 und lobt ausdrücklich Wischergebnis, große Staubkammer und leisen Betrieb. Kritisiert wird genau die fehlende Absaugfunktion der Station. Zweitens: Beim neueren Freo Z10 Ultra fällt die Bewertung differenzierter aus – in der laufenden Auswertung von smarthomeassistent.de liegt die Zwischennote bei 3,2, wobei die Wischleistung schlechter abschneidet als die Saugleistung. Mehr Pa auf dem Datenblatt bedeutet also nicht automatisch das bessere Gerät.

    Neben der Freo-Reihe hat Narwal 2025 und 2026 mit dem Flow und dem Flow 2 eine zweite Linie gestartet, die statt Pads eine durchgehende Wischwalze mit Frischwasserzufuhr nutzt. Der Flow 2 wurde von der connect-Redaktion mit „überragend“ bewertet und arbeitet mit 12 N Anpressdruck, Heißwasser und nur 9,5 cm Bauhöhe – kostet mit 1.099 € zum Start aber auch deutlich mehr. Wer den bestmöglichen Wischroboter sucht und das Budget hat, sollte diese Linie mit auf die Liste nehmen; unser Wischroboter-Vergleich ordnet die Systeme markenübergreifend ein.

    Der Preis-Tipp für alle, denen das Wischergebnis wichtiger ist als eine absaugende Station:

    Narwal Freo X Ultra – Wischspezialist mit Staubkompression

    Für Haushalte mit viel Hartboden: 8.200 Pa, bis zu 180 Minuten Laufzeit, sehr leiser Betrieb und ein ungewöhnlich großer Staubbehälter mit Kompression – dafür ohne Staubbeutel und ohne laufende Beutelkosten. testberichte.de vergibt die Gesamtnote 1,6. Ehrlich dazu: Der Behälter wird von Hand entleert.

    Zu diesem Modell haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden. Die Angaben oben stammen aus den Herstellerdaten und bleiben als Einordnung stehen; ein Kauflink lässt sich dafür derzeit nicht setzen.

    Was ein Narwal Freo im Betrieb kostet

    Narwal setzt beim Zubehör auf ein Original-Komplettset für 39,99 €, das Wischtücher, Bürsten, Filter, Staubbeutel und Reinigungslösung abdeckt. Einzeln aufgerufen werden im deutschen Narwal-Shop unter anderem: Seitenbürste 11,99 €, HEPA-Filter 10,99 bis 11,99 €, Rollenbürste 11,99 € (Anti-Tangle-Variante 16,99 €), Wischtücher 17,99 €, Staubbeutel im Dreierpack 9,99 €, Bodenreiniger 19,99 €. Wer mehr als zwei dieser Positionen braucht, fährt mit dem Set günstiger.

    Auf ein Jahr gerechnet – ein Satz Wischtücher, zwei Filter, eine Rollenbürste, zwei Seitenbürsten und Staubbeutel – landen Sie bei rund 60 bis 90 €. Beim Freo X Ultra fällt der Beutelposten weg, dafür sollten Sie den Reiniger einplanen.

    Der Punkt, den wir offen ansprechen: Die Verfügbarkeit schwankt. In der Zubehör-Kollektion für den älteren Freo waren zuletzt sämtliche Positionen als ausverkauft markiert, beim Freo X Ultra waren Rollenbürste und Filter lieferbar, Wischtücher, Seitenbürste und Staubbeutel dagegen nicht. Für die Freo-Serie gibt es Drittanbieter-Komplettkits um 38 bis 40 € – bei rein mechanischen Verschleißteilen ist das eine unproblematische Alternative. Alle Details dazu stehen in unserem Ratgeber zum Narwal-Zubehör, die markenübergreifende Rechnung unter Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Freo X Ultra oder Freo Z10 – welcher ist der bessere?

    Es ist eine Systementscheidung, keine Frage von besser oder schlechter. Der X Ultra ist der bessere Wischer und kommt ohne Staubbeutel aus, verlangt aber, dass Sie den Behälter selbst leeren. Der Z10 nimmt Ihnen auch das ab, kostet dafür laufend Beutel und ist beim Absaugvorgang laut. Bei Tierhaaren würden wir zum Z10 raten, bei viel Hartboden und wenig Staubaufkommen zum X Ultra.

    Lohnt sich der Aufpreis für die Doppelkamera?

    Wenn bei Ihnen regelmäßig Kabel, Socken oder Spielzeug am Boden liegen: ja. Ein reiner LiDAR erkennt flache Objekte schlecht. Wenn der Boden ohnehin frei ist, sparen Sie sich das Geld und nehmen den Freo Z10 oder den Freo S.

    Wie laut ist die Station?

    Das Absaugen ist bei allen Marken kurz und laut – das gilt auch für die Z-Modelle. Narwal gibt für den Fahrbetrieb des Freo Z10 Ultra 56 dB an, für den Freo X Ultra werden in Tests sogar 33 dB im leisen Modus genannt. Wenn Sie nachts reinigen lassen wollen, planen Sie das automatische Entleeren über die App auf eine Tageszeit, in der niemand schläft.

    Wie steht Narwal im Vergleich zu Roborock und Dreame da?

    Beim Wischen auf Augenhöhe oder besser, bei Saugleistung auf Teppich und bei Kletterfähigkeit meist etwas dahinter. Der größte praktische Unterschied ist die Ersatzteilversorgung: Roborock und Dreame haben in Deutschland ein Vielfaches an Zubehörpositionen im Handel. Wer Wert auf jederzeit verfügbare Verschleißteile legt, sollte das mitbedenken.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die meisten Haushalte ist der Narwal Freo Z10 Ultra die richtige Wahl innerhalb der Serie: aktuelle Sensorik mit zwei Kameras, ausfahrbare Wischeinheit für Kanten, komplette Station mit Absaugung und Heißwasserwäsche – und ein Straßenpreis, der deutlich unter der UVP liegt.

    Wenn Ihnen das Wischergebnis wichtiger ist als der letzte Automatikschritt, ist der Freo X Ultra nach wie vor die bessere und günstigere Wahl – mit der besten Testbewertung der Reihe und ohne laufende Beutelkosten. Und wer nur einen soliden Saug- und Wischroboter mit langem Entleerungsintervall sucht, bekommt mit dem Freo S für rund 250 bis 300 € ein ehrliches Einstiegsgerät, sollte aber wissen, dass der Wassertank von Hand befüllt wird.

    Ein praktischer Rat zum Schluss: Legen Sie sich beim Kauf gleich einen Satz Verschleißteile mit in den Warenkorb. Bei Narwal ist die Verfügbarkeit der Schwachpunkt – und ein Roboter, der wegen einer fehlenden 12-Euro-Bürste stillsteht, ist ein teures Ärgernis.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Xiaomi Saugroboter 2026: Welches Modell passt zu dir?

    Xiaomi ist die Marke, bei der die Kaufentscheidung am schwersten fällt – nicht weil die Geräte schlecht wären, sondern weil es zu viele davon gibt. E10, E12, S10, S20+, S40, S40C, S40 Pro, H40, H50, H50 Pro, X10, X20+, X20 Pro, X20 Max: Allein testberichte.de listet knapp 40 Xiaomi-Saugroboter. Dieser Ratgeber bringt Ordnung in die Buchstabensuppe, erklärt, was E, S, H und X tatsächlich bedeuten, und sagt für jede Wohnungsgröße, welches Modell reicht. Wir testen nicht selbst – wir werten Hersteller- und Testangaben aus und rechnen die Folgekosten dazu, die bei Xiaomi erfreulich niedrig ausfallen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Serienlogik: E = Einstieg ohne Station, S = solide Mittelklasse, H = neuere Mittelklasse mit Station und ausfahrbaren Wischarmen, X = Oberklasse mit All-in-One-Station. Ein Plus- oder Max-Zusatz steht in aller Regel für die Station.
    • Xiaomi ist die Preis-Leistungs-Marke unter den großen Anbietern: Saug- und Wischroboter mit vollwertiger Station beginnen bei rund 400 €, einfache Modelle mit LiDAR bereits bei etwa 130 bis 200 €.
    • Pa-Werte sind Herstellerangaben und markenübergreifend nicht direkt vergleichbar. Innerhalb des Xiaomi-Programms taugen sie aber als grobe Rangfolge: 7.000 Pa (X20 Pro), 8.000 Pa (X20 Max), 10.000 Pa (S40, H40), 15.000 Pa (S40 Pro, H50 Pro).
    • Die Folgekosten sind bei Xiaomi konkurrenzlos niedrig: Hauptbürste rund 10,50 €, Seitenbürsten im Doppelpack etwa 7,60 €, Filter im Doppelpack um 10 €. Ein Jahresbedarf liegt bei rund 20 bis 30 €.
    • Alle Modelle laufen über die Xiaomi-Home-App und lassen sich mit Alexa und Google Assistant koppeln – ein Vorteil, wenn Sie ohnehin Xiaomi-Geräte im Haus haben.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte mit gemischtem Boden und dem Wunsch nach voller Automatik:

    Xiaomi X20 Max Saugroboter mit Wischfunktion, 8.000 Pa, Wischpad-Arm
    Xiaomi X20 Max Saugroboter mit Wischfunktion, 8.000 Pa, Wischpad-Arm

    395,68 €

    Das Komplettpaket der Mittelklasse: 8.000 Pa nach Herstellerangabe, LDS-Lasernavigation, ausfahrbarer Wischarm bis auf 2 mm an die Kante, Station mit Absaugen (Beutel für rund 75 Tage), 55-°C-Heißwasserwäsche und Warmlufttrocknung. testberichte.de führt ihn mit der Gesamtnote 2,2.

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    Für wen sich ein Xiaomi-Saugroboter eignet

    Xiaomi ist die richtige Marke, wenn Sie einen sehr guten Gegenwert fürs Geld wollen und dafür auf die letzten fünf Prozent Feinschliff verzichten können. In der Klasse zwischen 400 und 600 € bekommen Sie hier Ausstattung, für die andere Marken vor zwei Jahren das Doppelte verlangt haben: ausfahrbare Wischarme, Heißwasserwäsche in der Station, Warmlufttrocknung, Anti-Tangle-Bürsten.

    Der zweite gute Grund ist das Ökosystem. Wenn bei Ihnen schon Xiaomi-Lampen, -Sensoren oder ein Luftreiniger laufen, ist der Roboter in derselben App eingebunden – inklusive Automatisierungen wie „saugt, sobald niemand zu Hause ist“.

    Weniger passend ist Xiaomi, wenn Sie das absolute Maximum wollen. Kletterfahrwerke für 4 cm Türschwellen, einfahrbare LiDAR-Türme oder Wischwalzen mit Dauerwasserzufuhr bauen derzeit Roborock, Dreame und Mova – bei Xiaomi finden Sie diese Technik nicht. Und ein zweiter, ehrlicher Punkt: Die Modellpflege ist unübersichtlich. Modelle stehen teilweise parallel im Handel, obwohl sie unterschiedliche Generationen sind. Der Blick auf das Erscheinungsjahr lohnt sich also.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Station oder keine Station

    Das ist die teuerste Entscheidung. Ein Modell ohne Station – etwa der S40 – kostet rund 200 €, hat aber eine Ladeschale, die wirklich nur lädt: Sie entleeren den 520-ml-Behälter selbst und waschen das Wischtuch von Hand. Ein Modell mit All-in-One-Station kostet 400 € aufwärts, entleert in einen Beutel, der laut Hersteller rund 75 Tage hält, und wäscht sowie trocknet die Wischpads selbst. Wer Tierhaare im Haus hat, sollte die Station nehmen – sonst entleeren Sie täglich. Was das grundsätzlich bedeutet, haben wir im Ratgeber Saugroboter mit Absaugstation aufgeschlüsselt.

    Navigation und Hinderniserkennung

    Praktisch alle relevanten Xiaomi-Modelle navigieren per LDS-Lasernavigation und erstellen damit brauchbare Karten mit Mehr-Etagen-Speicher. Der Unterschied liegt in der Hinderniserkennung: X20 Pro, X20 Max und H50 Pro ergänzen den Laser um Strukturlicht und einen Randlaser, erkennen also Kabel und Schuhe besser. Die einfachen E- und S-Modelle sehen flache Objekte am Boden praktisch nicht – räumen Sie dort vorher auf.

    Wischsystem

    Drei Varianten sind im Programm: das simple feuchte Tuch am Heck (E-Serie, S40), zwei rotierende Wischpads mit Anpressdruck (X- und H-Serie) und – bei X20 Max und H50 Pro – ein ausfahrbarer Wischarm, der an Sockelleisten und in Ecken herausfährt. Alle Stationsmodelle heben die Pads auf Teppich an; beim X20 Pro geschieht das über einen Ultraschallsensor mit bis zu 10 mm Hub.

    Die Xiaomi-Modelle im Vergleich

    Modell Navigation Station Preisklasse
    Robot Vacuum E10 Gyroskop/Laser je nach Variante nur Laden ab ca. 130 €
    Robot Vacuum S40 LiDAR nur Laden ca. 200 €
    Robot Vacuum H40 LDS-Laser je nach Variante ca. 250 €
    Robot Vacuum X20 Pro LDS + Strukturlicht + Randlaser All-in-One, Warmlufttrocknung ca. 400–500 €
    Robot Vacuum H50 Pro LDS + Strukturlicht All-in-One, 4-l-Frischwasser ca. 400–600 €
    Robot Vacuum X20 Max LDS-Laser, 360° All-in-One, 55 °C, Beutel ca. 75 Tage ca. 400–600 €

    Die ehrliche Einordnung: Die Unterschiede zwischen X20 Pro, X20 Max und H50 Pro sind kleiner, als die Namen vermuten lassen – alle drei bieten Lasernavigation, rotierende Wischpads, Teppicherkennung und eine Station, die absaugt, wäscht und trocknet. Kaufen Sie in dieser Gruppe schlicht das Modell mit dem besten Tagespreis. Und lassen Sie sich von der Pa-Zahl nicht in die Irre führen: Der X20 Pro steht mit 7.000 Pa in den Daten, erreicht bei testberichte.de aber die bessere Gesamtnote (1,6) als der stärker beworbene X20 Max (2,2). Saugleistung entsteht aus Bürstengeometrie, Dichtung und Luftführung – nicht aus einer Zahl.

    Der Preis-Tipp für kleine Wohnungen, Hartboden und alle, die keine Station brauchen:

    Xiaomi S40 Pro Saugroboter mit Wischfunktion, 15.000 Pa, ausziehbare Arme
    Xiaomi S40 Pro Saugroboter mit Wischfunktion, 15.000 Pa, ausziehbare Arme

    189,99 €

    Für rund 200 € gibt es hier echte LiDAR-Navigation, 10.000 Pa nach Herstellerangabe, bis zu 180 Minuten Laufzeit und eine Bürste, die Haare kaum aufwickelt. Ehrlich dazu: Die Ladestation lädt nur – Staubbehälter und Wischtuch sind Handarbeit.

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    Was ein Xiaomi-Roboter im Betrieb kostet

    Hier liegt der unterschätzte Vorteil der Marke. Xiaomi-Ersatzteile sind billig, und das Drittanbieter-Angebot ist riesig: Deutsche Ersatzteilshops führen je nach Sortiment gut 120 bis über 300 Positionen für Xiaomi-Roboter. Typische Preise im Fachhandel: Hauptbürste rund 10,50 €, Seitenbürsten im Doppelpack etwa 7,60 €, Filter im Doppelpack um 10 €, Kombipakete aus Bürsten und Filtern für rund 30 €.

    Wer sich am Roborock-Wechselintervall orientiert – Hauptbürste einmal jährlich, Filter und Seitenbürsten zwei- bis dreimal jährlich –, landet bei einem Modell ohne Station bei etwa 20 bis 30 € Verbrauchsmaterial pro Jahr. Mit Station kommen Staubbeutel und Reinigungsmittel dazu, realistisch also 50 bis 70 €. Das ist ungefähr ein Drittel dessen, was ein Premiumgerät anderer Marken im Unterhalt kostet.

    Eine Besonderheit, die man kennen sollte: Weil Xiaomi-Originalteile selbst schon günstig sind, ist der Preisvorsprung des Nachbaus kleiner als sonst. Liegen Original und Alternative weniger als drei Euro auseinander, nehmen Sie das Original. Welche Bürstenformen zu welchem Modell passen, steht in unserem Ratgeber zu Xiaomi-Bürsten, die Filtervarianten samt Teilenummern in Xiaomi-Filter. Die Gesamtrechnung über alle Posten hinweg finden Sie unter Saugroboter-Folgekosten.

    Häufige Fragen

    Was bedeuten E, S, H und X bei Xiaomi?

    Grob: E ist die Einstiegslinie ohne Station und mit einfacher Navigation. S ist die solide Mittelklasse mit Lasernavigation. H ist die neuere Mittelklasse, bei der Xiaomi Stationstechnik und ausfahrbare Wischarme nach unten durchreicht. X ist die Oberklasse mit All-in-One-Station. Die Zahl dahinter beschreibt die Generation, ein „Pro“ oder „Max“ die bessere Ausstattung innerhalb der Reihe.

    Reicht ein Modell ohne Station?

    Für eine Ein- bis Zweizimmerwohnung mit Hartboden und ohne Haustiere: ja, problemlos. Sie entleeren dann alle zwei bis drei Fahrten den Behälter. In Haushalten mit Tieren oder über 80 m² wird das zur Alltagsbelastung – dort ist die Station den Aufpreis wert. Weitere günstige Optionen zeigen wir unter günstige Saugroboter.

    Funktionieren die Roboter ohne Cloud-Verbindung?

    Reinigen per Knopfdruck funktioniert lokal. Kartenverwaltung, Zeitpläne, Sperrzonen und Sprachsteuerung laufen über die Xiaomi-Home-App und damit über die Cloud. Für europäische Kunden werden die Daten über EU-Server verarbeitet.

    Sind Modelle aus China-Importen gleichwertig?

    Vorsicht. Es gibt Xiaomi-Modelle, die nur für den chinesischen Markt gebaut sind – dort passt die App-Region nicht, deutsche Sprachpakete fehlen teilweise, und im Garantiefall haben Sie keinen deutschen Ansprechpartner. Achten Sie auf die EU-Modellkennung im Produkttitel und auf einen Händler mit Sitz in der EU.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die meisten Haushalte ist der Xiaomi Robot Vacuum X20 Max die runde Wahl: Lasernavigation, ausfahrbarer Wischarm, eine Station, die absaugt, mit Heißwasser wäscht und trocknet – zu einem Preis, für den andere Marken nur die halbe Ausstattung liefern. Wer beim Tagespreis flexibel ist, sollte X20 Pro und H50 Pro direkt danebenlegen; die drei sind sich technisch näher, als ihre Namen vermuten lassen.

    Wer eine kleine Hartbodenwohnung hat oder erst einmal ausprobieren will, ob ein Roboter zum eigenen Alltag passt, nimmt den Robot Vacuum S40. Rund 200 € für ein Gerät mit echter LiDAR-Navigation waren vor drei Jahren undenkbar – und die Verbrauchsteile kosten so wenig, dass die Rechnung auch über fünf Jahre aufgeht.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Roomba Combo: Saugen und Wischen – alle Modelle im Vergleich 2026

    „Combo“ ist bei iRobot kein Marketingwort, sondern eine klare Ansage: Diese Roombas saugen und wischen im selben Durchgang. Nur unterscheidet sich dahinter drei Generationen Technik – vom simplen Mikrofaserpad am Heck über zwei rotierende Wischteller bis zur beheizten PowerSpin-Wischwalze mit motorisierter Abdeckung. Dieser Ratgeber erklärt, welches Combo-System für welchen Boden taugt, was die AutoWash-Station wirklich abnimmt, wo die Modelle in Tests schwächeln – und was die iRobot-Insolvenz vom Dezember 2025 für einen Kauf heute bedeutet. Wir testen nicht selbst, sondern werten Hersteller- und Testangaben aus.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es gibt drei Combo-Wischsysteme: Pad am Heck (Roomba 105/205 Combo), zwei rotierende Pads mit Anpressdruck (Plus 405, 505, 515, 575) und die PowerSpin-Wischwalze mit Dauerwasserzufuhr (Max 705/775 Combo). Nur die letzten beiden schrubben wirklich.
    • Die AutoWash-Station entleert den Staub in einen Beutel, wäscht die Pads mit Heißwasser und trocknet sie mit Warmluft. Das ist der eigentliche Komfortgewinn – und der Hauptgrund für die Folgekosten.
    • Auf Teppich heben alle Combo-Modelle die Pads an oder fahren die Walzenabdeckung aus. Trotzdem gilt: Saug- und Wischroboter reinigen Hartboden systematisch besser als Teppich.
    • iRobot-Insolvenz: Chapter 11 am 15.12.2025, Übernahme durch Picea Robotics abgeschlossen am 26.01.2026. App, Support und Ersatzteilversorgung laufen weiter; Garantie und gesetzliche Gewährleistung bleiben bestehen.
    • Laufende Kosten eines Combo mit Station: rund 110 bis 160 € im Jahr mit Originalteilen, etwa die Hälfte mit Drittanbieter-Verbrauchsmaterial.

    Unsere Empfehlung, wenn das Wischen wirklich der Hauptgrund für den Kauf ist:

    iRobot Roomba Max 705 Saugroboter mit Autoleerstation, schwarz
    iRobot Roomba Max 705 Saugroboter mit Autoleerstation, schwarz

    559,98 €

    Das technisch beste Wischsystem, das iRobot bisher gebaut hat: eine beheizte PowerSpin-Wischwalze mit ständiger Frischwasserzufuhr, die sich bei jeder Umdrehung selbst abstreift, plus motorisierte Abdeckung, die auf Teppich einfährt. Navigation aus LiDAR und KI-Kamera. UVP 1.099 €.

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    Für wen sich ein Roomba Combo eignet

    Der typische Fall ist eine Wohnung mit überwiegend Hartboden – Fliesen, Vinyl, versiegeltes Parkett oder Laminat – und ein oder zwei Teppichinseln. Genau dafür sind die Combo-Modelle gebaut: Sie fahren die gesamte Fläche, wischen den Hartboden feucht und heben Pad oder Walzenabdeckung an, sobald der Teppichsensor anschlägt.

    Der zweite typische Fall ist der Haushalt, der es einfach haben will. iRobot bedient das gut: Die Roomba-Home-App ist übersichtlich, die Einrichtung dauert Minuten, und die AutoWash-Station nimmt die unangenehmste Arbeit ab – nasse Pads von Hand ausspülen. Nach Herstellerangabe müssen Sie beim Max 705 Combo den Staubbeutel etwa alle 75 Tage tauschen und Schmutz- und Frischwasser alle acht Wochen anfassen.

    Wenig geeignet ist ein Combo dagegen bei viel Hochflorteppich, bei ölig-fettigem Küchenboden mit eingetrockneten Flecken oder bei unversiegeltem Holz. Und wenn Sie ausschließlich saugen wollen, sparen Sie mit einem Vac-Modell (Max 705 Vac, 715 Vac) Geld, Bauhöhe und einen kompletten Verbrauchsmaterialposten.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Das Wischsystem – der entscheidende Unterschied

    Pad am Heck. Beim Roomba 105 Combo und beim 205 DustCompactor Combo sitzt ein Mikrofasertuch hinten am Gerät, Wasser kommt aus einem kleinen Tank. Das nimmt Staubfilm und leichte Verschmutzung auf. Der SmartScrub-Modus fährt dabei in Vor-und-Zurück-Bewegungen, was mehr Reibung erzeugt. Für eingetrocknete Flecken reicht es nicht.

    Zwei rotierende Pads (DualClean). Ab dem Plus 405 Combo drehen sich zwei Wischteller mit definiertem Anpressdruck; beim Plus 515 Combo dreht das System mit bis zu 180 Umdrehungen pro Minute. Auf Teppich werden die Pads bis zu 10 mm angehoben. Das ist der Standard der Klasse und für Alltagsschmutz vollkommen ausreichend.

    PowerSpin-Wischwalze. Im Max 705 Combo und im neuen Max 775 Combo rotiert eine Walze, die permanent frisches Wasser bekommt und bei jeder Umdrehung an einer Abstreifkante gereinigt wird. Sie schiebt den gelösten Schmutz also nicht über den Boden, sondern nimmt ihn auf. Die Walze lässt sich seitlich ausfahren, um an Sockelleisten zu kommen, und im Max 775 arbeitet sie laut Hersteller mit bis zu 75 °C heißem Wasser.

    Station, Navigation, Bauhöhe

    Bei den Stationen gibt es zwei Ausbaustufen: AutoEmpty saugt nur den Staubbehälter in einen Beutel ab, AutoWash wäscht und trocknet zusätzlich die Wischeinheit. Ein Combo ohne AutoWash bedeutet, dass Sie die Pads von Hand waschen – das sollte man vor dem Kauf wissen.

    Bei der Navigation trennt sich das Programm an der Kamera. Alle aktuellen Modelle haben LiDAR und fahren dadurch systematische Bahnen. Nur die Pro-Modelle (Max 705/715/775, Plus 575) ergänzen eine Kamera mit KI-Objekterkennung. In Praxistests fiel beim Plus 405 Combo genau das negativ auf: Kabel, Schuhe und kleine Gegenstände werden schlecht erkannt – ein Rückschritt gegenüber den älteren Kameramodellen der j-Serie.

    Und die Bauhöhe: Der Max 705 Combo misst 10,5 cm, der kompakte Plus 515 Combo nur 8,35 cm. Wenn Ihr Sofa 9 cm Bodenfreiheit hat, entscheidet diese Zahl mehr über das Reinigungsergebnis als jeder Pa-Wert.

    Die Combo-Modelle im Vergleich

    Modell Wischsystem Station Preisklasse (UVP)
    Roomba 105 Combo Pad am Heck, SmartScrub Ladeschale oder AutoEmpty 299–399 €
    Roomba 205 DustCompactor Combo Pad am Heck keine – Staubverdichter, bis 60 Tage 449 €
    Roomba Plus 405 Combo zwei rotierende Pads AutoWash 699 € (Straßenpreis deutlich darunter)
    Roomba Plus 515 Combo zwei rotierende Pads, 180 U/min AutoWash, 60 °C + Warmluft 599 €
    Roomba Plus 505 Combo DualClean-Pads mit SmartScrub AutoWash 799 €
    Roomba Max 705 Combo PowerSpin-Wischwalze, beheizt AutoWash, Beutel ca. alle 75 Tage 1.099 €
    Roomba Max 775 Combo PowerSpin-Walze, bis 75 °C AutoWash inkl. Reinigungsmittel 799–899 €

    Zur Einordnung zwei ehrliche Punkte. Erstens: Der ältere Roomba Combo 10 Max steht vielerorts noch im Regal, kommt in der Auswertung von testberichte.de aber nur auf eine Gesamtnote von 2,6 – gelobt werden Station und Hinderniserkennung, kritisiert werden schwache Teppichleistung, langsames Arbeiten und lautes Trocknen. Die Amazon-Kundenwertungen fallen dort mit 2,9 Sternen bei über 400 Bewertungen auffällig polarisiert aus. Zweitens: Die Pa-Werte, die iRobot seit 2025 nennt – 7.000 Pa beim Plus 505, 22.000 Pa beim Plus 515, 30.000 Pa beim Max 775 –, sind Herstellerangaben nach unterschiedlichen Messverfahren. Ein Sprung um den Faktor vier innerhalb eines Jahres beschreibt keinen technischen Quantensprung, sondern eine geänderte Kommunikation.

    Der Preis-Tipp für alle, die den Komfort einer AutoWash-Station wollen, ohne vierstellig zu zahlen:

    iRobot Roomba Plus 405 Combo mit AutoWash Dock, Saugroboter mit Wischfunktion
    iRobot Roomba Plus 405 Combo mit AutoWash Dock, Saugroboter mit Wischfunktion

    324,46 €

    Der Einstieg in die Station-Klasse: LiDAR-Navigation, zwei rotierende Pads, automatisches Entleeren und Padwäsche. Ehrlich dazu: Kleine Hindernisse wie Kabel erkennt er kaum, und es gibt nur eine Wassermenge. Dafür liegt der Straßenpreis regelmäßig weit unter der UVP von 699 €.

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    Was ein Roomba Combo im Betrieb kostet

    Ein Combo mit Station hat drei Verbrauchsposten mehr als ein einfacher Saugroboter: Staubbeutel, Wischpads beziehungsweise Walzenbezug und Reinigungsmittel. Die Originalpreise: Staubbeutel für die AutoEmpty- und AutoWash-Docks kosten 15,99 € im Dreierpack, für die ältere Clean Base 19,99 €. Der Filtersatz 4624876 liegt bei 29,99 € für drei Stück, ein Satz Gummiwalzen bei 34,99 bis 39,99 €.

    Über ein Jahr gerechnet – sechs bis acht Beutel, zwei bis drei Filter, ein Walzensatz, Wischpads und Reinigungslösung – landen Sie mit Originalteilen bei etwa 110 bis 160 €. Mit Drittanbieter-Verbrauchsmaterial halbiert sich das ungefähr; Filter bekommen Sie dort für 1,50 bis 3 € pro Stück, Bürstensätze für 12 bis 20 €. Konkrete Teilenummern und Kompatibilitätslisten haben wir in unseren Ratgebern zu Roomba-Bürsten, Roomba-Filtern und Roomba-Staubbeuteln gesammelt. Wie sich das gegen andere Marken rechnet, zeigt der Überblick zu den Saugroboter-Folgekosten.

    Ein Posten wird gern übersehen: Das Schmutzwasser der AutoWash-Station muss regelmäßig raus, sonst riecht die Station. Und die Wischwalze der Max-Modelle ist ein Verschleißteil, für das es bislang praktisch keine Nachbauten gibt – hier kalkulieren Sie mit Originalpreisen.

    Häufige Fragen

    Wischt ein Roomba Combo so gut wie ein Wischmopp?

    Nein, und das behauptet auch kein seriöser Test. Ein Combo hält den Boden zwischen den Grundreinigungen sauber und nimmt Staubfilm, Krümelreste und frische Flecken auf. Eingetrocknetes braucht weiterhin Handarbeit. Am nächsten kommt der Handarbeit die PowerSpin-Walze, weil sie mit Frischwasser arbeitet statt mit einem sich zusetzenden Pad. Vergleichbare Systeme anderer Marken haben wir im Wischroboter-Vergleich gegenübergestellt.

    Was passiert mit meinem Teppich?

    Alle aktuellen Combo-Modelle erkennen Teppich und reagieren: Die rotierenden Pads werden bis zu 10 mm angehoben, bei den Max-Modellen fährt eine motorisierte Abdeckung über die Walze. Sicher ist das bei Kurzflor. Bei hochflorigen oder empfindlichen Teppichen empfehlen wir, in der App eine Sperrzone zu setzen, statt sich auf den Sensor zu verlassen.

    Was bedeutet die iRobot-Insolvenz für mich?

    iRobot hat am 15. Dezember 2025 Chapter 11 angemeldet; die Übernahme durch den bisherigen Fertigungspartner Picea Robotics ist seit 26. Januar 2026 abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben laufen App, Cloud, Support und Lieferketten weiter, die zweijährige Herstellergarantie besteht fort – und Ihre gesetzliche Gewährleistung richtet sich ohnehin gegen den Händler. Das reale Restrisiko liegt in der Cloud: Sollte sie eines Tages abgeschaltet werden, saugen die Geräte weiter, aber ohne App, Karten und Zeitpläne.

    Combo oder lieber getrennt saugen und wischen?

    Wenn Sie fast nur Teppich haben, ist ein reines Vac-Modell die bessere und günstigere Wahl. Der Combo-Aufpreis lohnt sich ab etwa zwei Dritteln Hartbodenanteil – dann ersetzt er real das wöchentliche Wischen.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Wenn das Wischen der Grund für den Kauf ist, führt bei iRobot kein Weg an der Walzentechnik vorbei: Der Roomba Max 705 Combo – oder sein 2026er Nachfolger Max 775 Combo – liefert mit der beheizten PowerSpin-Walze das mit Abstand beste Wischergebnis der Marke und dazu die einzige wirklich gute Hinderniserkennung im Programm.

    Wer den Stationskomfort will, aber nicht vierstellig zahlen möchte, nimmt den Plus 405 Combo zum Straßenpreis oder den kompakteren Plus 515 Combo, der mit 8,35 cm Bauhöhe unter deutlich mehr Möbel passt. Und wer die Folgekosten scheut: Der 205 DustCompactor Combo kommt ohne Beutel und ohne Station aus und ist damit über fünf Jahre der günstigste Combo im Unterhalt – zum Preis eines einfacheren Wischsystems.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Roomba Vergleich 2026: Welches Modell – und was die Insolvenz bedeutet

    Roomba war jahrelang das Synonym für Saugroboter – und ist seit Dezember 2025 die Marke mit der kompliziertesten Vorgeschichte im Regal. iRobot hat Insolvenz angemeldet und gehört seit Januar 2026 dem bisherigen Auftragsfertiger Picea Robotics. Gleichzeitig ist das Modellprogramm so groß wie nie: von einem 24,5 Zentimeter kleinen Roomba Mini bis zum Max 775 Combo mit Wischwalze und Heißwasserstation. Dieser Ratgeber sortiert die Modelle, die 2026 in Deutschland tatsächlich lieferbar sind, erklärt das neue Namensschema und sagt offen, was die Eigentümerwechsel-Geschichte für jemanden bedeutet, der heute kauft. Wir testen nicht selbst – wir werten aus, was Hersteller und unabhängige Testredaktionen veröffentlichen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • iRobot hat am 15. Dezember 2025 Chapter-11-Insolvenz angemeldet. Die Übernahme durch den chinesischen Fertigungspartner Picea Robotics (gemeinsam mit dem Investor Santrum) wurde am 26. Januar 2026 abgeschlossen. Der Geschäftsbetrieb, App-Dienste und die Ersatzteilversorgung laufen weiter.
    • Für Käufer heute heißt das: Die zweijährige Herstellergarantie und Ihre gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Händler bestehen weiter. Das Risiko liegt nicht bei der Hardware, sondern langfristig bei Cloud und App.
    • Das Namensschema hat sich 2025 komplett geändert: dreistellige Zahlen (105, 205, 405, 505, 705, 715, 775) plus Zusatz Vac (nur saugen) oder Combo (saugen und wischen). Die alten i-, j- und s-Serien laufen aus.
    • Alle neuen Modelle navigieren per LiDAR – ein echter Bruch mit der alten kamerabasierten iRobot-Philosophie und der wichtigste technische Fortschritt der Reihe.
    • Pa-Angaben sind reine Herstellerwerte. Dass iRobot innerhalb eines Jahres von 7.000 Pa (Plus 505) auf 30.000 Pa (Max 775) springt, sagt mehr über Messverfahren und Marketing aus als über echte Reinigungsleistung.

    Unsere Empfehlung für die meisten Haushalte, die einen Roomba mit Wischfunktion und selbstreinigender Station wollen:

    iRobot Roomba Plus 505 Combo mit AutoWash Dock, Saugroboter mit Wischfunktion
    iRobot Roomba Plus 505 Combo mit AutoWash Dock, Saugroboter mit Wischfunktion

    399,00 €

    Die runde Mitte des aktuellen Programms: ClearView-Pro-LiDAR, zwei rotierende DualClean-Wischpads mit SmartScrub-Schrubbmodus und eine AutoWash-Station, die Staub entleert sowie die Pads wäscht und trocknet. UVP 799 €, im Handel regelmäßig deutlich darunter.

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    Die Insolvenz von iRobot – was heute wirklich gilt

    Der Ablauf in Kurzform: iRobot meldete am 15. Dezember 2025 in den USA Chapter 11 an – ein Verfahren zur Sanierung unter Gläubigerschutz, nicht die Zerschlagung. Auslöser war eine Kette aus dem geplatzten Amazon-Kauf, rund 190 Millionen US-Dollar Schulden, hartem Preisdruck durch chinesische Wettbewerber und US-Einfuhrzöllen. Übernommen hat das Unternehmen Picea Robotics aus Shenzhen – der Auftragsfertiger, der die Roombas ohnehin baut – zusammen mit dem Investor Santrum. Am 26. Januar 2026 war die Übernahme abgeschlossen. Die Altaktionäre gingen dabei leer aus, der operative Betrieb läuft weiter, das Entwicklungszentrum in Bedford (Massachusetts) besteht fort.

    Was bedeutet das konkret für Sie als Käufer? Drei ehrliche Punkte:

    • Garantie und Gewährleistung. iRobot gewährt weiterhin zwei Jahre eingeschränkte Herstellergarantie. Wichtiger für Sie: Ihre gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren richtet sich gegen den Händler, bei dem Sie kaufen, nicht gegen den Hersteller. Wer über Amazon oder einen deutschen Fachhändler kauft, hat also einen Ansprechpartner, der von der US-Insolvenz unberührt ist. Für Deutschland und Österreich läuft der Fachhandelsvertrieb über den Exklusivdistributor Witt.
    • App und Cloud. Das ist der Punkt, den man nicht kleinreden sollte. Nach Unternehmensangaben laufen App-Funktionen, Cloud-Dienste und Kundenservice unverändert weiter; für den Datenschutz wurde mit „iRobot Safe“ eine eigene US-Einheit geschaffen, die ausdrücklich auf EU- und UK-Standards ausgerichtet ist. Eine Garantie für die nächsten zehn Jahre ist das nicht. Falls Cloud-Server irgendwann abgeschaltet würden, ließen sich die meisten Roombas weiterhin per Taste starten – aber Karten, Zeitpläne und Zonen wären weg.
    • Ersatzteile. Hier ist die Lage am entspanntesten. Picea hat die Geräte schon vorher produziert, die Zulieferkette bleibt also dieselbe. Dazu kommt ein großes Drittanbieter-Sortiment für Roomba-Bürsten und Roomba-Filter, das unabhängig vom Hersteller existiert.

    Unser Fazit dazu: Ein Roomba ist 2026 kein fahrlässiger Kauf, aber auch keine Marke mehr, die man wegen ihrer Stabilität wählt. Wer sich vor allem an der App-Zukunft stört, findet bei Roborock, Dreame oder Xiaomi vergleichbare Technik ohne diese Fußnote – siehe unsere Markenübersicht.

    Für wen sich ein Roomba eignet

    Die neuen Modelle sind ausgesprochen unkompliziert. Die App ist aufgeräumt, die Einrichtung dauert Minuten, und die Geräte fahren in ordentlichen Bahnen statt in Zufallsmustern – was für lange Zeit der größte Kritikpunkt an iRobot war. Wer ein Gerät sucht, das ohne Konfigurationsabende funktioniert, ist hier gut aufgehoben.

    Klare Stärken sehen Testredaktionen bei der Wartungsarmut: Die Doppelwalzen aus Gummi verheddern deutlich weniger mit Haaren als klassische Borstenbürsten, und die Stationen nehmen einem Entleeren und Padwäsche ab. Ebenfalls stark: der Roomba 205 DustCompactor, der den Staub im Gerät mechanisch presst und laut Hersteller bis zu 60 Tage ohne Entleeren auskommt – ganz ohne sperrige Station und ohne Beutelkosten.

    Weniger geeignet ist die Marke, wenn Sie viel Hochflorteppich haben oder maximale Hinderniserkennung brauchen. In Praxistests fällt regelmäßig auf, dass die günstigeren LiDAR-Modelle (405, 505) kleine Objekte wie Kabel und Socken schlechter erkennen als die alten Kameramodelle der j-Serie. Diese Fähigkeit kostet bei Roomba inzwischen Aufpreis: Erst ab den Modellen mit „PrecisionVision“-Kamera ist sie wieder an Bord.

    Worauf du beim Kauf achten solltest

    Das Namensschema verstehen. Die dreistellige Zahl steht für die Ausstattungsklasse – je höher, desto mehr Station und Sensorik. Vac heißt: saugt nur. Combo heißt: saugt und wischt. Plus und Max markieren die höheren Stationen (AutoWash statt AutoEmpty). Die 2026er Generation trägt die Endziffer 5 statt 05 – also 415, 515, 575, 715, 775.

    Navigation. Alle aktuellen Roombas nutzen ClearView-LiDAR. Die Pro-Variante in Max 705/715/775 und Plus 575 kombiniert das mit einer Kamera und KI-Objekterkennung. Wenn bei Ihnen Kabel, Spielzeug oder ein Haustier im Weg liegen, ist das der entscheidende Aufpreis.

    Wischsystem. Drei Bauarten stehen nebeneinander: einfaches Pad am Heck (105, 205), zwei rotierende Pads mit Anpressdruck (405, 505, 515, 575) und die PowerSpin-Wischwalze mit Dauer-Frischwasser und motorisierter Abdeckung (Max 705/775). Die Walze ist technisch das Beste, was iRobot je gebaut hat – und teuer.

    Station und Bauhöhe. AutoEmpty entleert nur Staub, AutoWash wäscht zusätzlich die Pads mit Heißwasser und trocknet sie. Bauhöhen liegen zwischen 8,35 cm (Plus 515) und 10,5 cm (Max 705 Combo) – messen Sie unter Sideboard und Bett nach, bevor Sie sich für ein Topmodell entscheiden.

    Die Roomba-Modelle im Vergleich

    Modell Navigation Station Preisklasse (UVP)
    Roomba Mini LiDAR, 24,5 cm Durchmesser AutoEmpty 399 €
    Roomba 105 Combo ClearView LiDAR Ladeschale oder AutoEmpty 299–399 €
    Roomba 205 DustCompactor Combo ClearView LiDAR keine – Staubverdichter im Gerät 449 €
    Roomba Plus 505 Combo ClearView Pro LiDAR AutoWash (Pads waschen + trocknen) 799 €
    Roomba Plus 515 Combo ClearView LiDAR AutoWash, 60 °C 599 €
    Roomba Max 705 Vac LiDAR + Kamera AutoEmpty 699 €
    Roomba Max 775 Combo ClearView Pro LiDAR + PrecisionVision AutoWash, Heißwasser-Wischwalze 799–899 €

    Die ehrliche Einordnung dazu: Die Preisschilder sind bei Roomba nur noch die halbe Wahrheit. Der Plus 405 Combo etwa steht mit 699 € UVP in der Liste, war aber im Handel schon für rund 250 bis 420 € zu haben – ein Nebeneffekt der Neuordnung und der kurzen Modellzyklen. Prüfen Sie vor dem Kauf immer den Straßenpreis. Und bedenken Sie: Modelle, die durch die 2026er Generation (415, 515, 575, 715, 775) ersetzt werden, sind Auslaufmodelle. Das ist beim Preis ein Vorteil und bei der Zubehörversorgung in fünf Jahren ein kleines Risiko.

    Der Preis-Tipp für alle, die keine Station brauchen und den Roboter einfach nur zuverlässig fahren lassen wollen:

    iRobot Roomba 105 Combo + AutoEmpty Dock, automatische Entleerung
    iRobot Roomba 105 Combo + AutoEmpty Dock, automatische Entleerung

    230,46 €

    Für kleine bis mittlere Wohnungen mit viel Hartboden: LiDAR-Navigation, 120 Minuten Laufzeit, SmartScrub-Wischmodus – ohne teure Station und ohne laufende Beutelkosten. testberichte.de vergibt in seiner Auswertung die Gesamtnote 1,9.

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    Was ein Roomba im Betrieb kostet

    Der Anschaffungspreis ist bei Roomba selten das Problem – die Folgekosten sind es, sobald eine Station im Spiel ist. Die konkreten Originalpreise: Staubbeutel im Dreierpack kosten 19,99 € für die klassische Clean Base und 15,99 € für die neuen AutoEmpty- und AutoWash-Docks. Der Filtersatz 4624876 liegt bei 29,99 € für drei Stück, ein Satz Gummiwalzen bei 34,99 bis 39,99 €.

    Grob gerechnet für ein Combo-Modell mit AutoWash Dock und normaler Nutzung: sechs bis acht Staubbeutel, zwei bis drei Filter, ein Walzensatz, ein Satz Wischpads und Reinigungsmittel – mit Originalteilen landen Sie bei rund 110 bis 160 € im Jahr. Mit Drittanbieterteilen fällt das etwa auf die Hälfte, denn Filter gibt es dort für 1,50 bis 3 € pro Stück und Bürstensätze für 12 bis 20 €. Details und Teilenummern stehen in unseren Ratgebern zu Roomba-Staubbeuteln und Roomba-Filtern; die vollständige Rechnung über alle Marken hinweg finden Sie unter Saugroboter-Folgekosten.

    Wer diese Posten vermeiden will, sollte sich den 205 DustCompactor ansehen: kein Beutel, keine Station, dafür ein Verdichter im Gerät. Über fünf Jahre gerechnet ist das der günstigste Roomba im Unterhalt.

    Häufige Fragen

    Funktioniert mein Roomba weiter, wenn iRobot verschwindet?

    Ja, in der Grundfunktion. Reinigen per Tastendruck an Gerät oder Station braucht keine Cloud. Was an einer Serverabschaltung hängen würde, sind App-Steuerung, gespeicherte Karten, Zeitpläne, Sperrzonen und Sprachassistenten. Aktuell laufen diese Dienste nach Unternehmensangaben unverändert weiter – die Übernahme durch Picea war ausdrücklich darauf angelegt, den Betrieb fortzuführen.

    Lohnt sich noch ein Gerät der alten i-, j- oder s-Serie?

    Nur zu deutlich reduzierten Preisen. Die alten Serien navigieren rein kamerabasiert und arbeiten dadurch weniger systematisch als die neuen LiDAR-Modelle. Ihr Vorteil ist die gute Objekterkennung der j-Serie. Ersatzteile sind für diese Baureihen noch breit verfügbar, auch von Drittanbietern.

    Welcher Roomba ist der richtige bei Tierhaaren?

    Wichtiger als die Pa-Zahl sind zwei Dinge: die Doppelwalze aus Gummi, die iRobot in allen aktuellen Modellen verbaut und die Haare kaum aufwickelt, sowie eine Station mit Beutel, damit Sie den Staub nicht in einer Staubwolke entleeren. Damit sind Plus 505/515 oder Max 705 die passenden Klassen.

    Roomba oder Roborock/Dreame?

    Rein technisch bieten die chinesischen Wettbewerber in derselben Preisklasse oft mehr: höhere Kletterfähigkeit, ausfahrbare Wischarme, Heißwasser bis 80 °C. Roomba punktet mit einfacher Bedienung, ordentlicher Verarbeitung und einem sehr gut erschlossenen Ersatzteilmarkt. Eine Übersicht der Alternativen bietet unser Ratgeber zu den Saugroboter-Testsiegern.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die meisten Haushalte ist der Roomba Plus 505 Combo der stimmigste Kompromiss: LiDAR mit Pro-Sensorik, zwei rotierende Wischpads und eine Station, die Staub entleert sowie Pads wäscht und trocknet – zu einem Straßenpreis, der regelmäßig deutlich unter der UVP liegt. Wer knapp kalkuliert oder eine kleine Hartbodenwohnung hat, fährt mit dem Roomba 105 Combo genauso sauber und spart sich die laufenden Beutelkosten komplett. Wer das Maximum will und viel Hartboden feucht gereinigt haben möchte, nimmt den Max 775 Combo mit der beheizten PowerSpin-Walze.

    Und der ehrliche Schlusssatz: Kaufen Sie einen Roomba, weil Ihnen die Bedienung und die Wartungsarmut gefallen – nicht, weil die Marke „sicher“ wäre. Diese Sicherheit hat iRobot im Dezember 2025 verloren. Die Hardware, die Garantie und die Ersatzteile stehen dagegen auf solidem Grund.

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