Autor: inselcamper@gmx.de

  • Swirl Staubsaugerbeutel: alle Typen und Reihen

    Swirl ist die Marke, an der praktisch jeder vorbeikommt, der einen Staubsaugerbeutel kauft, ohne das Original des Geräteherstellers zu nehmen. Das System dahinter ist einfacher, als es aussieht: Ein Buchstabe steht für den Gerätehersteller, die Ziffer für den konkreten Beutel. Wer den Buchstaben kennt, hat den halben Weg hinter sich. Dieser Artikel ordnet die belegten Reihen und Einzeltypen ihren Marken zu, erklärt die beiden Materialgenerationen MicroPor und EcoPor – und sagt vorweg zwei Dinge, die anderswo falsch stehen: Eine Swirl-„UK-Reihe“ gibt es nicht, und eine offizielle Gesamtliste des Herstellers war nicht abrufbar.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Buchstabe ist der Hersteller: M steht für Miele, S für Bosch/Siemens, A und Y für AEG/Electrolux in zwei Generationen, PH für Philips, R für Rowenta, V für Vorwerk, E für Electrolux, H für Hoover, K für Kärcher. UNI ist die markenübergreifende Reihe.
    • Es gibt keine „UK-Reihe“. Wer UK 10, UK 20 oder UK 30 schreibt, hat sich verlesen oder abgeschrieben – gemeint ist die UNI-Reihe. Wir haben für „UK“ in keiner Quelle einen Beleg gefunden.
    • Zwei Materialgenerationen: MicroPor als die etablierte Vliesgeneration, EcoPor seit 2022 mit einem Recyclingmaterialanteil von 45 bis 65 Prozent (Herstellerangabe).
    • Der Umfang: Ein Händler beziffert die Zahl der Swirl-Codes mit 86. Swirl gehört zur Melitta Gruppe und wurde 1988 gegründet.
    • Der schnellste Weg zum Typ ist Swirls eigene Beutelsuche über Marke und Modellbezeichnung – mit einer Scan-Funktion für das Typenschild.

    Wer gleich zur Sache kommen will: Für den Miele-Typ FJM, den Beutel der Compact- und Complete-C1-Geräte, lautet die Swirl-Nummer M 50.

    Swirl Staubsaugerbeutel M50 / M 50 MicroPor Plus AirSpace für Miele Staubsauger Typ:
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    Die belegte Entsprechung zum Miele-Typ FJM mit 4 Litern – also für Complete C1, Compact C1 und C2 sowie die Baureihen S6 und S4. Für alle, die den Miele-Originalpreis von 3,99 Euro je Beutel nicht mitgehen wollen und trotzdem eine Marke mit dokumentierter Typenzuordnung suchen.

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    Worum es geht: eine Typenlandschaft mit vier Ebenen

    Der häufigste Fehler beim Beutelkauf ist keine Verwechslung von Zahlen, sondern eine Verwechslung von Ebenen. Es gibt nämlich vier davon, und sie beschreiben denselben Gegenstand aus vier Richtungen:

    Ebene Beispiel
    Originaltyp des Geräteherstellers Miele FJM, Bosch Typ G ALL
    Fremdmarken-Typ Swirl M 50, Swirl S 67
    Handelseigenmarken-Typ VIVESS V01, Rossmann R020, dm PR30
    Systemstandard über Marken hinweg s-bag

    Swirl liegt auf der zweiten Ebene. Ein Swirl-Typ ist keine Geräteserie und keine Norm, sondern eine Übersetzung: „Dieser Beutel passt dorthin, wo der Gerätehersteller seinen eigenen Typ vorsieht.“ Wie eng diese Ebenen verwoben sind, zeigt eine belegte Fußnote aus dem VIVESS-Typenfinder, die für einen einzigen Beutel gleich vier Bezeichnungen aufführt: „Entspricht S62+67 von Swirl, E06 von EDEKA, R020 von Rossmann, PR30 von DM“.

    Die Swirl-Reihen und ihre Marken – die Tabelle

    Dies ist der Kern des Artikels. Aufgeführt ist ausschließlich, was belegt ist: die Reihe, der zugehörige Gerätehersteller und die Einzeltypen, für die eine Zuordnung dokumentiert ist.

    Reihe Hersteller Belegte Einzeltypen und Zuordnung
    M Miele M 50 = Miele FJM (4 l); M 40 = Miele G/H/N/U; M 52 = Miele Typ K sowie S 140–169 und S 190–198; ferner M 47 und M 49
    S Bosch / Siemens S 67 = Typ G, G Plus, GXL; S 62 und S 73 = D/E/F/GXXL; S 64 = Typ A/B/C; S 70 = Typ K und bigbag 3 l; ferner S 71
    A AEG / Electrolux, ältere Geräte A 07 = AEG Größe 28 und Electrolux E 53/55/150/160/180/185/190/200; A 08 = AEG 8/16/20/22–27; ferner A 04, A 05, A 06, A 14, A 16, A 18
    Y AEG-Electrolux (neuere), Dirt Devil, Grundig, Severin, Samsung Y 05 = AEG-Electrolux „Größe 50″; Y 293 = Dirt Devil Classic; Y 101 (identisch mit Y 91); ferner Y 50, Y 93, Y 95, Y 20, Y 30 und Y 230
    PH Philips PH 84 = HR 6938/6939/6983 Oslo; PH 86 und PH 96 = s-bag-kompatibel
    R Rowenta R 22 = ZR-0026, ZR-0076, ZR-0765
    V Vorwerk V 62 = Kobold 118–122; V 64 = Kobold VK 130
    E Electrolux E 71 = Z 320 und Z 325 (D 711); ferner E 60 und E 84
    H Hoover H 28, H 37, H 39, H 43
    K Kärcher K 222 = UNI 20; ferner K 224
    UNI markenübergreifend UNI 100 (auch als P 51 M geführt); UNI 20 entspricht K 222

    Drei Lesehilfen zu dieser Tabelle. Erstens: Zwei Reihen für einen Hersteller sind kein Fehler. A und Y decken beide AEG/Electrolux ab – A die älteren Geräte, Y die neueren. Genauso existieren E und Y nebeneinander. Zweitens: Ein Beutel kann zwei Nummern haben. Y 101 und Y 91 sind derselbe Beutel, und K 222 taucht zusätzlich als UNI 20 auf. Wo beides gelistet ist, entscheidet der Preis. Drittens: Wo mehrere Originaltypen in einer Zeile stehen – etwa S 62 und S 73 für D, E, F und GXXL – heißt das nicht, dass diese Originaltypen untereinander austauschbar wären. Es heißt nur, dass Swirl sie mit demselben Beutel bedient.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Wir müssen an dieser Stelle offenlegen, worauf die Tabelle oben beruht. Eine offizielle Swirl-Gesamtliste war nicht abrufbar – die Suchfunktion auf der Herstellerseite ist skriptgesteuert, Produktseiten des Shops liefen bei unserer Recherche ins Leere. Die Zuordnungen stammen deshalb aus einer Kompatibilitätsliste eines Fachhändlers und aus Handelslistungen, nicht aus einem Herstellerdokument. Auch die Gesamtzahl von 86 Codes ist eine Händlerangabe, keine Swirl-Angabe. Was daraus folgt: Die Tabelle ist die belastbarste Zusammenstellung, die sich aus den zugänglichen Quellen bauen ließ – aber sie ersetzt nicht den Abgleich mit der konkreten Angebotsbeschreibung, bevor Sie bestellen. Für Reihen mit wenigen belegten Einzeltypen, etwa H oder K, gilt das besonders.

    MicroPor und EcoPor – die beiden Materialgenerationen

    Swirl führt seine Beutel in zwei Materiallinien. MicroPor ist die etablierte Vliesgeneration. EcoPor gibt es nach Herstellerangabe seit 2022 und enthält einen Recyclingmaterialanteil von 45 bis 65 Prozent.

    Warum Vlies überhaupt: Das Umweltbundesamt hält im Hintergrundbericht zum Blauen Engel DE-UZ 211 (TEXTE 13/2020) fest, dass Vliesbeutel Papierbeutel „in den letzten Jahren fast vollständig vom Markt verdrängt“ haben, und listet als belegte Vorteile bessere Feinstaubfiltration, geringeren Saugkraftverlust bei hohem Füllstand, höhere Reißfestigkeit und bessere Abluftfilterung.

    Ein Hinweis zur Einordnung der Recyclingzahl, damit sie nicht falsch gelesen wird: Der Blaue Engel DE-UZ 211 verlangt für ausgezeichnete Beutel einen Recyclinganteil von mindestens 60 Prozent und seit dem 01.01.2022 von 80 Prozent. Die 45 bis 65 Prozent von EcoPor sind eine Herstellerangabe zu einer Materiallinie – ob sich beide Zahlen auf dieselbe Bemessungsgrundlage beziehen und ob Swirl-Beutel das Umweltzeichen tragen, konnten wir nicht belegen. Stellen Sie die Zahlen also nicht nebeneinander, als wären sie dasselbe.

    Für die zweite große Gerätefamilie – Bosch und Siemens – lautet die Swirl-Nummer anders:

    3 Pakete Swirl Staubsaugerbeutel S67/S 67 AirSpace für Siemens/Bosch Staubsauger Typ:
    3 Pakete Swirl Staubsaugerbeutel S67/S 67 AirSpace für Siemens/Bosch Staubsauger Typ:

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    Die belegte Entsprechung zu den Bosch- und Siemens-Typen G, G Plus und GXL. Wer stattdessen D, E, F oder GXXL braucht, greift zu S 62 oder S 73.

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    Swirl gegen das Original – was der Test von 2016 hergibt

    Swirl ist die Marke, die in der Diskussion um Fremdbeutel am häufigsten namentlich vorkommt – auch im einzigen belastbaren Test, den es gibt. Stiftung Warentest prüfte in test 7/2016 insgesamt 22 Beutel, davon 3 Originale und 19 Fremdbeutel, eingekauft im Dezember 2015. Geprüft wurde in Anlehnung an EN 60312-1, mit Staubaufnahme (35 Prozent Gewichtung, gemessen leer sowie bei 200 und 400 Gramm Prüfstaub), Staubrückhalt (35 Prozent, bei ausgebautem Abluftfilter), Handhabung (20 Prozent, fünf Nutzer) und Passform/Haltbarkeit (10 Prozent, unter anderem mit 20-fach blockiertem Schlauch).

    Das Fazit von test.de lautet wörtlich: „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers.“ Im selben Test steht aber auch: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Und der österreichische Konsument fasste dieselbe Testbasis in Ausgabe 8/2016 deutlich strenger zusammen: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“

    Wir glätten diesen Widerspruch nicht. Die Quellen weichen bis in die Grundlagen voneinander ab – test.de nennt 22 geprüfte Beutel, Konsument 18, der ORF 15 Fremdbeutel; die Marke Wolf liegt bei test.de auf Originalniveau, während Konsument und ORF einen Nahtriss beanstanden. Zwei Dinge gehören dazu: Der Test ist zehn Jahre alt, und ein neuerer Beuteltest existiert nach dieser Recherche nicht. Wie wir die Grundsatzfrage einordnen, steht in unserem Artikel zu Original und Nachbau.

    Zur Marktgröße, damit die Zahlen eine Dimension bekommen: Das Umweltbundesamt beziffert den deutschen Markt auf rund 140 Millionen Staubsaugerbeutel pro Jahr bei einem Marktwert von über 220 Millionen Euro, mit einer Preisspanne von 0,80 Euro bis über 3,00 Euro je Beutel. Fünf Unternehmen dominieren diesen Markt.

    In der Praxis: in drei Schritten zum richtigen Swirl-Typ

    1. Modellbezeichnung ablesen, nicht die Marke. „Miele“ reicht nicht, „Complete C3″ schon. Das Typenschild sitzt je nach Hersteller an unterschiedlichen Stellen – AEG bildet im eigenen Portal sechs mögliche Positionen ab und schreibt, das Schild „kann sich an verschiedenen Stellen befinden“.
    2. Swirl-Beutelsuche nutzen. Sie arbeitet mit Marke plus Modellbezeichnung und bietet zusätzlich eine Scan-Funktion für das Typenschild – der schnellste Weg, wenn die Bezeichnung schwer zu tippen ist.
    3. Ergebnis gegen die Tabelle oben prüfen. Passt der Buchstabe zur Marke Ihres Geräts? Ein Miele-Gerät mit einem S-Typ wäre ein Warnsignal. Weitere Wege zum richtigen Beutel – über den Originaltyp, die Handelsmarken und die Herstellerfinder – beschreiben wir in Den richtigen Staubsaugerbeutel finden.

    Häufige Fragen

    Gibt es eine Swirl-UK-Reihe?

    Nein. Für „UK 10″, „UK 20″ oder „UK 30″ haben wir in keiner Quelle einen Beleg gefunden. Existierend und belegt ist die UNI-Reihe, die markenübergreifend geführt wird – dort finden sich etwa UNI 100 und UNI 20. Wer „UK“ liest, sollte den Anbieter meiden oder zumindest nachfragen.

    Wie viele Swirl-Typen gibt es insgesamt?

    Ein Händler nennt 86 Codes. Das ist eine Handelsangabe, keine Herstellerzahl – eine offizielle Gesamtliste war nicht abrufbar.

    Wer steckt hinter Swirl?

    Swirl gehört zur Melitta Gruppe und wurde 1988 gegründet.

    Was ist der Unterschied zwischen MicroPor und EcoPor?

    Es sind zwei Materiallinien derselben Marke. EcoPor gibt es nach Herstellerangabe seit 2022 und enthält 45 bis 65 Prozent Recyclingmaterial. Eine vergleichende Prüfung der beiden Linien durch ein unabhängiges Institut ist uns nicht bekannt – der einzige vorhandene Beuteltest stammt von 2016 und ist damit älter als EcoPor.

    Fazit

    Das Swirl-System ist gut lesbar, sobald man den Buchstaben als Herstellerkürzel versteht: M für Miele, S für Bosch und Siemens, A und Y für die beiden AEG-Electrolux-Generationen, dazu PH, R, V, E, H, K und die markenübergreifende UNI-Reihe. Die belegten Einzeltypen stehen in der Tabelle oben, und die reicht für die allermeisten Geräte, die in deutschen Haushalten stehen.

    Zwei Einschränkungen bleiben, und wir wiederholen sie zum Schluss lieber einmal zu viel. Eine „UK-Reihe“ existiert nicht – es ist die UNI-Reihe. Und diese Zuordnungstabelle beruht auf Handels- und Drittanbieterlisten, weil eine offizielle Swirl-Gesamtliste nicht abrufbar war. Nehmen Sie den ermittelten Typ deshalb als sehr guten Ausgangspunkt und gleichen Sie ihn mit der Angebotsbeschreibung ab. Wie die Originalseite dieser Rechnung aussieht, zeigen wir am Beispiel der Marke mit der ausführlichsten Dokumentation in unserem Artikel zu Miele-Staubsaugerbeuteln.

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  • Severin und Dirt Devil Staubsaugerbeutel: welcher passt?

    Bei Miele oder Bosch findet man die passende Beutelnummer in zwei Minuten auf der Herstellerseite. Bei Severin und erst recht bei Dirt Devil ist das anders: Die Herstellerdokumentation ist dünn, eine offizielle Beuteltypen-Übersicht von Dirt Devil existiert nicht, und selbst bei einem gut belegten Severin-Beutel ist nicht einmal die Packungsgröße eindeutig. Dieser Artikel macht daraus keine Show, sondern eine Anleitung: Er zeigt, was tatsächlich belegt ist, und beschreibt den Weg, auf dem man auch ohne Herstellerliste zuverlässig zum richtigen Beutel kommt – über die Swirl-Entsprechung und über den Handel.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Severin, belegt: SB 7211 (Artikelnummer 10007211000, für das Modell BC 7035, Material „Mikrovlies“, 17,99 Euro) sowie die Nummern SB 7218 und SB 7219.
    • Der Haken bei SB 7211: Die Packungsgröße ist nicht eindeutig belegt. Deshalb steht in diesem Artikel kein Preis je Stück – er wäre geraten.
    • Dirt Devil, belegt: Typ U mit der Artikelnummer 3-920048-001, und zwar ausschließlich über den Handel. Zugeordnete Geräte: M 2012-1 „Lifty Plus“ und M 2012-2.
    • Eine Dirt-Devil-Herstellerübersicht der Beuteltypen gibt es nicht. Wer eine solche Liste im Netz findet, liest eine Händlerzusammenstellung, keine Herstellerangabe.
    • Der praktikable Weg führt über die Swirl-Y-Reihe. Belegt sind dort unter anderem Y 05, Y 50, Y 93, Y 95, Y 101 (identisch mit Y 91) und Y 293 – letzterer ausdrücklich für den Dirt Devil Classic.

    Für Severin-Besitzer ist die Sache am klarsten, wenn das Gerät ein BC 7035 ist:

    SAUG-FREUnDE I 20 Staubsaugerbeutel für SEVERIN BC 7035 S'Power snowlight, ähnlich SE
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    Der belegte Originalbeutel für das Severin-Modell BC 7035, Material „Mikrovlies“, gelistet mit 17,99 Euro. Prüfen Sie in der Angebotsbeschreibung, wie viele Beutel enthalten sind – diese Angabe ließ sich nicht aus einer belastbaren Quelle bestätigen, und sie entscheidet darüber, ob der Preis günstig ist oder nicht.

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    Worum es geht: zwei Marken ohne Beutel-Landkarte

    Severin und Dirt Devil sind beides Marken mit erheblicher Verbreitung in deutschen Haushalten – und beide gehören zu den Herstellern, die für ihr Verbrauchsmaterial keine vollständige, öffentlich einsehbare Typenübersicht pflegen. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Beobachtung mit praktischen Folgen: Wer den Beutel für einen zehn Jahre alten Dirt Devil sucht, findet auf der Herstellerseite keinen Pfad, der ihn vom Gerät zum Beutel führt.

    Warum das überhaupt zählt, ist schnell erklärt. Der Beutel ist die erste Filterstufe im Luftweg: Düse, Rohr, Beutel, Motorschutzfilter, Motor, Abluftfilter, Raumluft. Sitzt ein Beutel nicht sauber, zieht das Gerät Falschluft daran vorbei, und der Staub landet ungefiltert auf dem Motorschutzfilter. Ein falscher Beutel ist deshalb nicht nur ein Ärgernis beim Einlegen, sondern eine Belastung für alles, was dahinter kommt. Das Umweltbundesamt weist im Hintergrundbericht zum Blauen Engel DE-UZ 211 (TEXTE 13/2020) ausdrücklich auch die Halteplatten-Abzugskraft und die Schweißnahtfestigkeit als Prüfkriterien aus – die Halteplatte gilt also selbst behördlich als kritisches Bauteil, nicht als Beiwerk.

    Kompatibilität: was belegt ist – und was nicht

    Wir trennen hier bewusst zwischen dem, was aus Hersteller- oder Handelsquellen belegt ist, und dem, was gern behauptet wird. Diese Tabelle enthält ausschließlich das Erste:

    Beutel Marke / Gerät Belegstatus
    SB 7211, Art. 10007211000 Severin BC 7035, Material „Mikrovlies“ 17,99 €; Packungsgröße unklar
    SB 7218 Severin Nummer belegt, keine Gerätezuordnung belegt
    SB 7219 Severin Nummer belegt, keine Gerätezuordnung belegt
    Typ U, Art. 3-920048-001 Dirt Devil M 2012-1 „Lifty Plus“, M 2012-2 nur Handelsbeleg, keine Herstellerangabe
    Swirl Y 293 Dirt Devil Classic Zuordnung belegt
    Swirl Y 05 AEG-Electrolux „Größe 50″ Zuordnung belegt
    Swirl Y 50, Y 93, Y 95, Y 101 (= Y 91) Y-Reihe insgesamt: AEG-Electrolux (neuere), Dirt Devil, Grundig, Severin, Samsung Typen belegt, Einzelzuordnung zur Marke nicht belegt

    Die letzte Zeile ist die wichtigste – und die unbequemste. Die Swirl-Y-Reihe ist genau die Reihe, unter der Dirt Devil und Severin geführt werden, gemeinsam mit neueren AEG-Electrolux-Geräten, Grundig und Samsung. Belegt ist also, dass Ihr Gerät sehr wahrscheinlich unter einem Y-Typ läuft. Welcher es ist, lässt sich aus der Reihe allein nicht ableiten. Zwei Zuordnungen sind konkret belegt: Y 293 für den Dirt Devil Classic und Y 05 für AEG-Electrolux „Größe 50″. Für Y 50, Y 93, Y 95 und Y 101 gibt es die Typen, aber keine belegte markenscharfe Zuordnung.

    Ein Detail am Rande, das beim Einkauf Geld spart: Y 101 und Y 91 bezeichnen denselben Beutel. Wenn Sie beide Nummern in einem Shop nebeneinander sehen, ist das kein Sortimentsunterschied, sondern eine Doppelbezeichnung. Kaufen Sie die günstigere.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Drei Lücken, die für diesen Artikel prägend sind. Erstens: Die Packungsgröße der Severin SB 7211 ist nicht belegt. Deshalb rechnen wir den Preis von 17,99 Euro nicht in Euro je Beutel um – bei vier Stück wäre das ein teurer Beutel, bei zehn ein günstiger, und der Unterschied ist zu groß, um ihn zu raten. Zweitens: Eine Dirt-Devil-Übersicht der Beuteltypen existiert nicht. Die Artikelnummer 3-920048-001 für den Typ U stammt aus dem Handel, nicht vom Hersteller. Drittens: Weder Severin noch Dirt Devil nennen ein Wechselintervall – keine Zeitangabe, keine Füllmenge, keinen Anzeigehinweis, den wir belegen könnten. Das ist keine Nachlässigkeit unserer Recherche, sondern der Stand der öffentlich verfügbaren Dokumentation.

    Wie Sie trotzdem zum richtigen Beutel kommen

    Der Weg besteht aus drei Schritten, und er funktioniert auch dann, wenn der Hersteller nichts veröffentlicht.

    Schritt 1: Die vollständige Modellbezeichnung ablesen. Nicht „mein Dirt Devil“, sondern „M 2012-1″. Nicht „mein Severin“, sondern „BC 7035″. Genau diese Zeichenfolge steht auf dem Typenschild. Wo das sitzt, sagt kein Hersteller einheitlich – AEG formuliert im eigenen Ersatzteilportal wörtlich, dieses „Schild oder Aufkleber kann sich an verschiedenen Stellen befinden“, und bildet sechs mögliche Positionen ab. Suchen Sie also an der Unterseite, an der Rückseite und im geöffneten Beutelfach.

    Schritt 2: Über den Fremdmarken-Typenfinder gehen. Swirl bietet eine Beutelsuche über Marke und Modellbezeichnung an, zusätzlich mit einer Scan-Funktion für das Typenschild. Das ist bei diesen beiden Marken oft der schnellere Weg als die Herstellerseite, weil die Fremdmarke genau das pflegt, was der Gerätehersteller nicht pflegt: eine Zuordnungstabelle. Welche Reihe für welche Marke steht, haben wir in der Übersicht der Swirl-Beuteltypen vollständig aufgeschlüsselt.

    Schritt 3: Die Handelsangabe gegenprüfen. Wenn ein Shop schreibt „passend für Dirt Devil M 2012-1″, ist das eine Händlerzusage, keine Herstellerfreigabe. Verlassen Sie sich nicht auf eine einzige Quelle: Finden Sie dieselbe Zuordnung bei zwei unabhängigen Händlern, ist sie belastbar genug für eine Bestellung. Finden Sie sie nur einmal, bestellen Sie erst die kleine Packung. Die allgemeine Systematik, mit der man vom Gerät zum Beutel kommt, beschreiben wir in Den richtigen Staubsaugerbeutel finden.

    Und ein verbreiteter Ratschlag, der so nirgends steht: „Nehmen Sie den alten Beutel mit in den Laden“ wird von keinem Hersteller empfohlen. Als Notbehelf mag es funktionieren – als Methode ist es unzuverlässig, weil sich Beutel unterschiedlicher Typen im Format sehr ähnlich sehen und sich nur in der Halteplatte unterscheiden.

    Für Dirt-Devil-Geräte ist die Swirl-Route häufig die einzige mit einer belegten Zuordnung:

    4 Original SWIRL Y293 Staubsaugerbeutel passend für Dirt Devil M 3050 - Classic
    4 Original SWIRL Y293 Staubsaugerbeutel passend für Dirt Devil M 3050 – Classic

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    Die einzige markenscharf belegte Swirl-Zuordnung für Dirt Devil. Sinnvoll für alle, deren Gerät ein Classic ist und die im Dirt-Devil-Sortiment selbst keine verlässliche Typenauskunft finden. Gleichen Sie vor der Bestellung die Modellbezeichnung mit der Kompatibilitätsliste des Anbieters ab.

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    Original oder Fremdmarke bei diesen beiden Marken

    Die Frage stellt sich hier praktisch umgekehrt zur üblichen Debatte. Bei Miele oder Bosch gibt es ein gut dokumentiertes Original und einen großen Zweitmarkt. Bei Severin und Dirt Devil ist es die Fremdmarke, die die bessere Dokumentation liefert – schlicht weil sie eine Zuordnungstabelle pflegt und der Gerätehersteller nicht.

    Kriterium Original (Severin / Dirt Devil) Fremdmarke (Swirl Y-Reihe)
    Typenübersicht Severin lückenhaft, Dirt Devil nicht vorhanden Beutelsuche mit Marke, Modell und Scan-Funktion
    Preisangabe SB 7211: 17,99 €, Stückzahl unklar keine belegte Einzelangabe
    Gerätezuordnung nur BC 7035 bzw. M 2012-1/-2 belegt Y 293 für Dirt Devil Classic belegt
    Prüfinstitutstest nicht markenspezifisch vorhanden nur der markenübergreifende Beuteltest von 2016

    Zu diesem Test gehören Jahr und Widerspruch dazu. Stiftung Warentest prüfte in test 7/2016 22 Beutel, eingekauft im Dezember 2015, und fasste zusammen: „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers.“ Im selben Test heißt es aber auch: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Der österreichische Konsument bewertete dieselbe Testbasis in Ausgabe 8/2016 strenger: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“ Beide Sätze stehen nebeneinander, ein neuerer Beuteltest existiert nicht, und der vorhandene ist zehn Jahre alt. Wie wir grundsätzlich mit dieser Frage umgehen, steht in unserem Artikel zu Original und Nachbau.

    Häufige Fragen

    Wie viele Beutel sind in der Severin SB 7211 enthalten?

    Das konnten wir nicht belegen. Genau deshalb steht in diesem Artikel kein Preis je Stück. Prüfen Sie die Stückzahl in der Angebotsbeschreibung, bevor Sie den Preis von 17,99 Euro bewerten.

    Wie oft muss ich bei Severin oder Dirt Devil wechseln?

    Für beide Marken ist kein Wechselintervall auffindbar. Das ist bei Staubsaugern kein Einzelfall: Auch Miele, Bosch, AEG und Vorwerk nennen keine Zeit- oder Gewichtsangabe, sondern verweisen ausschließlich auf ihre Wechselanzeige. Der einzige belegte Durchschnittswert überhaupt ist eine Marktschätzung des Umweltbundesamts – rund fünf Beutel pro Haushalt und Jahr, abgeleitet aus 140 Millionen Beuteln bei etwa 40 Millionen Haushalten. Das ist ausdrücklich keine Herstellerempfehlung.

    Gibt es eine offizielle Dirt-Devil-Typenliste?

    Nein. Was im Netz als Dirt-Devil-Beutelübersicht kursiert, sind Händlerzusammenstellungen. Die einzige belegte Dirt-Devil-Nummer in dieser Recherche ist der Typ U mit der Artikelnummer 3-920048-001, zugeordnet den Geräten M 2012-1 „Lifty Plus“ und M 2012-2 – auch das über den Handel, nicht über den Hersteller.

    Sind Y 101 und Y 91 zwei verschiedene Beutel?

    Nein, es ist derselbe Beutel unter zwei Nummern. Wo beide gelistet sind, entscheidet allein der Preis.

    Fazit

    Severin und Dirt Devil sind die beiden Marken dieser Übersicht, bei denen man dem Leser am wenigsten versprechen kann – und genau deshalb am meisten helfen sollte. Belegt sind auf Severin-Seite die Nummern SB 7211, SB 7218 und SB 7219 mit der Gerätezuordnung BC 7035 für die erste, auf Dirt-Devil-Seite der Typ U für M 2012-1 und M 2012-2, und das ausschließlich über den Handel.

    Der verlässlichste Weg zum richtigen Beutel läuft deshalb nicht über den Gerätehersteller, sondern über die Modellbezeichnung auf dem Typenschild und von dort in die Swirl-Y-Reihe – bei Dirt Devil Classic mit Y 293 sogar mit belegter Zuordnung. Wo wir eine Zuordnung nicht belegen konnten, haben wir sie in diesem Artikel offengelassen statt sie zu erfinden. Eine falsche Typennummer kostet Sie eine Rücksendung; eine ehrliche Lücke kostet Sie eine Minute Nachprüfen im Shop.

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  • Vorwerk Kobold Filtertüten: FP100, FP200, FP300, FP7

    Bei fast jeder Staubsaugermarke lautet die Frage: Original oder Nachbau? Bei Vorwerk lautet sie anders. Wer einen aktuellen Kobold besitzt, steht vor einem Markt, auf dem es für seine Filtertüte praktisch nur den Hersteller gibt – und Vorwerk formuliert selbst unmissverständlich, dass es dabei bleiben soll. Dieser Artikel ordnet die vier belegten Filtertüten-Typen ihren Geräten zu, zitiert die Herstellerversprechen als das, was sie sind, nämlich Herstellerangaben, und benennt genau die Stellen, an denen selbst Vorwerk auffällig wortkarg wird.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vier belegte Typen: FP100 für den VB100, FP200 für den VK200 und die Absaugstation RB7, FP300 für den VT300 und FP7 für VK7 und SP7. Wer den Gerätenamen kennt, kennt damit auch die Tüte.
    • Belegter Preis gibt es genau einen: FP200, 6 Stück, 23,00 Euro – also 3,83 Euro je Tüte. Für FP100, FP300 und FP7 waren keine Preise belegbar.
    • Vorwerk ist einer der Fälle mit faktisch reiner Herstellerversorgung. Für die aktuellen Geräte ist uns keine belegte Fremdmarken-Entsprechung bekannt; Swirl deckt mit der V-Reihe nur ältere Kobold-Generationen ab.
    • Die Herstellerversprechen sind Herstellerangaben, kein Messwert und kein Test: „weltweit erste TÜV-zertifizierte Filtertüten“ und ein Rückhalt von „mehr als 99,99 % der allergieauslösenden Milbenexkremente und Feinstäube“.
    • Kein Zeitintervall. Vorwerk nennt als Wechselzeitpunkt ausschließlich die LED-Füllstandsanzeige – gewechselt wird, wenn sie vollständig orange leuchtet.

    Die einzige Kobold-Filtertüte, für die ein Preis belegt ist, versorgt zugleich zwei Geräte – den VK200 und die Absaugstation RB7:

    Staubsaugerbeutel für Vorwerk Kobold VK200 FP200 10 Stück Staubbeutel und 2 Motorschu
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    Die Tüte für den Kobold VK200 und für die Absaugstation RB7. Sechs Stück für 23,00 Euro, also 3,83 Euro je Tüte – der einzige Kobold-Filtertütenpreis, den wir belegen konnten. Wer VK200 und RB7 zusammen betreibt, braucht genau diese Nummer für beides.

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    Worum es geht: eine Filtertüte, die zwei Geräte versorgt

    Die Filtertüte ist in jedem Beutelstaubsauger die erste Filterstufe. Was sie durchlässt, belastet den Motorschutzfilter, und was dieser durchlässt, geht durch den Motor. Bei Vorwerk kommt ein zweiter Aspekt hinzu, den es bei klassischen Bodenstaubsaugern so nicht gibt: Die FP200 sitzt nicht nur im Kobold VK200, sondern auch in der Absaugstation RB7. Ein Verbrauchsteil, zwei Geräte – das vereinfacht die Bestellung, verdoppelt aber auch den Verbrauch, wenn beide Systeme im Haushalt laufen.

    Zum Aufbau nennt Vorwerk einen dreilagigen Vliesaufbau; bei den Typen FP200 und FP300 kommen nach Herstellerangabe zusätzlich Anti-Geruchs-Perlen hinzu. Das ist der übliche Weg der Geruchsbindung im Verbrauchsmaterial und funktional mit einer Aktivkohlestufe vergleichbar – gemeint ist Geruch, nicht Filtration. Eine Perle bindet keine Partikel.

    Kompatibilität: welcher Typ in welches Gerät

    Vorwerk macht es hier so einfach wie kaum ein anderer Hersteller, weil die Typennummer der Filtertüte fast der Gerätenummer folgt. Das ist die belegte Zuordnung:

    Filtertüte Gerät Packung Preis
    FP100 Kobold VB100 5 Stück keine belegte Angabe
    FP200 Kobold VK200 und Absaugstation RB7 6 Stück 23,00 € (3,83 €/St.)
    FP300 Kobold VT300 (4,5 l) 5 Stück keine belegte Angabe
    FP7 Kobold VK7 und SP7 6 Stück keine belegte Angabe

    Für ältere Kobold-Generationen führt der Weg dagegen über Swirl: V 62 ist die belegte Entsprechung für die Kobold-Modelle 118 bis 122, V 64 für den VK 130. Wer eines dieser Geräte noch im Einsatz hat, findet dort eine Alternative – für VK200, VK7, VT300 und VB100 gibt es diesen Weg nach unserer Recherche nicht.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Vorwerk nennt für die Filtertüte kein Zeitintervall und keine Füllmenge. Der einzige genannte Auslöser ist die LED-Füllstandsanzeige: gewechselt wird, wenn sie vollständig orange leuchtet. Damit steht Vorwerk nicht allein – Miele, Bosch und AEG verweisen ebenfalls ausschließlich auf ihre Anzeige. Zweite Lücke: Von den vier Filtertüten-Typen ist nur für die FP200 ein Preis belegt. Für FP100, FP300 und FP7 war keine belastbare Preisangabe auffindbar. Wenn Sie eine dieser drei Nummern kaufen, rechnen Sie den Stückpreis vor der Bestellung selbst aus – bei fünf oder sechs Tüten je Packung ist das schnell gemacht und schützt vor Vorratspackungen, die pro Stück teurer sind als die kleine.

    Was Vorwerk sagt – und wie man es lesen sollte

    Vorwerk arbeitet mit zwei Aussagen, die in praktisch jeder Produktbeschreibung auftauchen. Wir zitieren sie und ordnen sie ein.

    Erstens: die Kobold-Filtertüten seien die „weltweit erste TÜV-zertifizierte Filtertüten“. Das ist eine Herstellerangabe. Eine Zertifizierung ist eine Prüfung gegen ein vereinbartes Prüfprogramm – sie ist kein vergleichender Test gegen andere Marken und sagt für sich genommen nichts darüber, wie das Produkt gegenüber einem Wettbewerbsprodukt abschneidet.

    Zweitens: ein Rückhalt von „mehr als 99,99 % der allergieauslösenden Milbenexkremente und Feinstäube“. Auch das ist eine Herstellerangabe. Solche Prozentzahlen sind zwischen Herstellern grundsätzlich nicht vergleichbar, weil die zugrunde liegenden Messverfahren unterschiedlich und meist nicht offengelegt sind. Eine Zahl mit vier Neunen liest sich beeindruckend – sie wird dadurch aber nicht zu einem Messergebnis eines unabhängigen Instituts.

    Drittens – und das ist der Satz, um den es in diesem Artikel eigentlich geht – schreibt Vorwerk wörtlich: „Verwende ausschließlich original Kobold FP200 Premium Filtertüten für deinen Kobold.“ Deutlicher kann ein Hersteller es nicht formulieren.

    Eine Randnotiz zur Einordnung, weil sie oft übersehen wird: Stiftung Warentest hielt bereits am 25.04.2013 fest, dass ein HEPA-Abluftfilter keine Garantie für gutes Staubrückhaltevermögen ist, und schrieb: „Neben der Filterqualität hängt das Staubrückhaltevermögen auch von der Gerätekonstruktion ab.“ Im selben Test schnitt ausgerechnet ein Vorwerk ohne HEPA-Filter mit „sehr gut“ ab, während ein Panasonic mit HEPA nur „befriedigend“ erhielt. Der Test ist alt – aber er zeigt, dass das Gesamtsystem zählt, nicht ein einzelnes Etikett.

    Für die zweite verbreitete Gerätefamilie im Vorwerk-Kosmos gilt dieselbe Systematik – nur mit einer anderen Nummer:

    12 Stück Staubsaugerbeutel und 2 Filter für Vorwerk Kobold VK7 FP7 Premium Filtertüte
    12 Stück Staubsaugerbeutel und 2 Filter für Vorwerk Kobold VK7 FP7 Premium Filtertüte

    19,99 €

    Die richtige Nummer für den Kobold VK7 und den SP7. Ein Preis war für diesen Typ nicht belegbar – rechnen Sie den Stückpreis vor dem Kauf aus und vergleichen Sie ihn mit den 3,83 Euro, die die FP200 kostet, um eine realistische Größenordnung zu haben.

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    Original oder Nachbau – bei Vorwerk eine ehrliche Sonderlage

    Wir sagen es offen, weil es die praktische Wahrheit ist: Vorwerk gehört zu den Marken mit faktisch reiner Herstellerversorgung. Miele, Bosch, Siemens und die Electrolux-Gruppe haben allesamt einen ausgebauten Fremdmarkt – Swirl, Handelseigenmarken, Drittanbieter. Für die aktuellen Kobold-Geräte ist uns nichts davon belegbar bekannt. Die Swirl-V-Reihe endet bei den älteren Modellen.

    Kriterium Kobold Original Fremdmarke
    Stückpreis 3,83 € (FP200) keine belegte Angabe
    Aktuelle Geräte VK200/VK7/VT300/VB100 vollständig abgedeckt keine belegte Entsprechung
    Ältere Kobold 118–122, VK 130 auslaufend Swirl V 62 bzw. V 64
    Herstellerhaltung „Verwende ausschließlich original Kobold FP200 Premium Filtertüten“ –

    Zum Vergleich: Bei Miele kostet das Original 3,99 Euro je Beutel, ein kompatibler Beutel 0,99 Euro. Bei Bosch stehen 3,00 Euro gegen 0,62 Euro im Großgebinde. Bei Vorwerk existiert diese zweite Spalte schlicht nicht. Das ist keine Wertung, sondern eine Marktbeschreibung – wer einen Kobold kauft, kauft eine Verbrauchsmaterialbindung mit. Wie diese Rechnung bei anderen Marken aussieht, steht in unserem Überblick zu Original und Nachbau bei Staubsaugerbeuteln; das übrige Kobold-Verbrauchsmaterial haben wir in der Übersicht zum Vorwerk-Kobold-Zubehör zusammengestellt.

    Ein Gerücht, das wir nicht mitmachen

    Immer wieder liest man, Vorwerk-Geräte oder ihre Absaugstationen würden Fremdtüten elektronisch oder per Chip erkennen und den Betrieb verweigern. Dafür gibt es keinen Beleg – weder bei Vorwerk noch bei Miele, Bosch oder AEG. Wenn ein Gerät eine Tüte nicht annimmt, sind die Ursachen mechanisch: eine Halteplatte, die nicht ganz in die Führung rutscht, ein schief sitzender Kragen, ein nicht vollständig geschlossener Deckel. Prüfen Sie das, bevor Sie eine Elektronik verdächtigen, die niemand nachgewiesen hat.

    In der Praxis

    1. Gerät benennen, nicht die Tüte raten. VK200, VK7, VT300, VB100 oder RB7 – daraus folgt die Nummer unmittelbar aus der Tabelle oben.
    2. Auf die LED achten, nicht auf den Kalender. Vorwerks einziger genannter Auslöser ist die vollständig orange leuchtende Füllstandsanzeige.
    3. Bei Doppelbetrieb doppelt rechnen. Wer VK200 und Absaugstation RB7 hat, verbraucht die FP200 an zwei Stellen. Eine Sechserpackung ist dann schneller leer, als man denkt.
    4. Tüte gerade herausziehen und sofort entsorgen. Nicht ausklopfen und nicht wiederverwenden – ein Vliesbeutel setzt sich an den Poren zu, das lässt sich nicht rückgängig machen.
    5. Beim Wechsel den Filterweg dahinter anschauen. In Boschs Störungstabelle zum BGL6XSIL3 sind zwei der vier genannten Ursachen für Saugkraftverlust Filter und nicht der Beutel – das Denkmuster lohnt sich auch bei anderen Geräten.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich die Kobold-Filtertüte wechseln?

    Vorwerk nennt dafür keine Zeitangabe. Der einzige dokumentierte Auslöser ist die LED-Füllstandsanzeige, und zwar erst dann, wenn sie vollständig orange leuchtet. Wer einen groben Erwartungswert braucht: Das Umweltbundesamt schätzt aus Marktdaten rund fünf Beutel pro Haushalt und Jahr – das ist eine Marktschätzung, keine Herstellerempfehlung und schon gar keine Vorwerk-Angabe. Mehr dazu in unserem Artikel Wann den Staubsaugerbeutel wechseln?

    Passt die FP200 auch in den VK7?

    Nein. Für den VK7 und den SP7 ist die FP7 belegt, für den VK200 und die Absaugstation RB7 die FP200. Die Nummern sind nicht untereinander austauschbar.

    Was bedeutet „TÜV-zertifiziert“ bei einer Filtertüte?

    Es bedeutet, dass ein Prüfhaus das Produkt gegen ein festgelegtes Programm geprüft hat. Es bedeutet nicht, dass die Tüte in einem Vergleichstest gegen andere Marken angetreten wäre. Die Formulierung „weltweit erste TÜV-zertifizierte Filtertüten“ ist eine Herstellerangabe – wir geben sie wieder, wir bestätigen sie nicht.

    Gibt es Kobold-Tüten von Fremdanbietern?

    Für ältere Kobold-Geräte ja: Swirl führt V 62 für die Modelle 118 bis 122 und V 64 für den VK 130. Für die aktuellen Geräte ist uns keine belegte Entsprechung bekannt. Vorwerk selbst fordert ausdrücklich die ausschließliche Verwendung des Originals.

    Fazit

    Vorwerk hat das übersichtlichste Beutelsystem dieser Übersicht: vier Typen, jeder eindeutig einem Gerät zugeordnet, die Nummer fast identisch mit dem Gerätenamen. Verwechseln kann man da wenig. Der Preis dieser Klarheit ist die Bindung – für die aktuellen Kobold-Modelle gibt es praktisch keinen Zweitmarkt, und der Hersteller wünscht das auch ausdrücklich so.

    Was Sie bei der Bestellung mitnehmen sollten: Nur für die FP200 ist ein Preis belegt, und ein Wechselintervall nennt Vorwerk nicht. Gehen Sie also nach der LED und rechnen Sie bei den anderen drei Typen den Stückpreis selbst nach. Die Prozentzahlen auf der Packung sind Herstellerangaben – sie sind kein Grund, misstrauisch zu sein, aber auch keiner, sie mit den Zahlen anderer Marken zu vergleichen.

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  • Rowenta Staubsaugerbeutel ZR200520: Typen und Preise

    Bei Rowenta ist der Beutelkauf auf den ersten Blick einfach: Es gibt im Wesentlichen eine aktuelle Nummer, sie heißt ZR200520, und sie kostet deutlich weniger als das, was Miele oder Bosch für ihre Originale verlangen. Auf den zweiten Blick fängt das Problem an – denn eine belastbare Rowenta-Übersicht, welcher Beutel in welches Gerät gehört, ist erstaunlich dünn, und ein Wechselintervall nennt der Hersteller nirgends. Dieser Artikel sammelt, was tatsächlich dokumentiert ist: die belegte Gerätezuordnung, die zweite Bestellnummer, die Swirl-Entsprechung für ältere Geräte und Rowentas eigene Filteranweisungen. Und er sagt genauso deutlich, wo die Herstellerdokumentation aufhört.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die aktuelle Nummer heißt ZR200520 und wird von Rowenta als „Hygiene +“ geführt. Sie kommt im Viererpack und ist ab 8,99 Euro gelistet – rund 2,25 Euro je Beutel.
    • Belegte Gerätezuordnung: Compact Power, XTrem Power und Silence Force, konkret genannt sind die Baureihenkürzel RO63/4, RO68 und RO39.
    • Das eine Komfortmerkmal, das Rowenta ausdrücklich nennt: Die Öffnung des Beutels schließt beim Entnehmen automatisch. Das ist der Unterschied zwischen einem sauberen und einem staubigen Wechsel.
    • Für ältere Rowenta-Geräte mit den Beuteln ZR-0026, ZR-0076 und ZR-0765 gibt es die Swirl-Entsprechung R 22.
    • Die große Lücke: Rowenta nennt für den Staubbeutel kein Wechselintervall – weder eine Zeitangabe noch eine Füllmenge. Für die Filter dagegen nennt Rowenta sehr genaue Angaben, die sich auf den ersten Blick sogar widersprechen. Beides steht weiter unten.

    Für die allermeisten Leser, die einen aktuellen Rowenta-Bodenstaubsauger im Schrank haben, ist das hier die Bestellung, die passt:

    Rowenta Staubsaugerbeutel Hygiene +, automatisches Verschlusssystem, hygienisch, kein
    Rowenta Staubsaugerbeutel Hygiene +, automatisches Verschlusssystem, hygienisch, kein

    8,99 €

    Die aktuelle Originalnummer für Compact Power, XTrem Power und Silence Force. Ab 8,99 Euro für vier Stück, also etwa 2,25 Euro je Beutel – für ein Original ein ungewöhnlich niedriger Stückpreis. Der Verschluss schließt beim Herausziehen selbsttätig.

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    Worum es geht: der Beutel ist die erste und wichtigste Filterstufe

    Der Luftweg in einem Bodenstaubsauger ist immer derselbe: Düse, Rohr und Schlauch, dann der Staubbeutel, danach der Motorschutzfilter, der Motor, der Abluftfilter und schließlich Ihre Raumluft. Der Beutel steht ganz vorn. Was er nicht hält, landet auf dem Motorschutzfilter, und was dieser nicht hält, geht durch den Motor. Deshalb ist der Beutel kein Müllsack, sondern das Bauteil, das über die Belastung aller nachgelagerten Filter entscheidet.

    Der zweite Punkt ist Saugkraft. Ein Beutel verliert nicht erst dann Leistung, wenn er voll ist, sondern schon, wenn sich seine Poren zusetzen. Genau deshalb hat sich Vlies durchgesetzt. Das Umweltbundesamt hält in seinem Hintergrundbericht zum Blauen Engel DE-UZ 211 (TEXTE 13/2020) fest, dass Vliesbeutel Papierbeutel „in den letzten Jahren fast vollständig vom Markt verdrängt“ haben, und nennt als belegte Vorteile die bessere Feinstaubfiltration, den geringeren Saugkraftverlust bei hohem Füllstand, die höhere Reißfestigkeit und die bessere Abluftfilterung.

    Und schließlich der Wechsel selbst: Die Öffnung der ZR200520 schließt sich beim Entnehmen automatisch. Wer schon einmal einen offenen Beutel quer durch die Wohnung getragen hat, weiß, warum das ein Argument ist.

    Kompatibilität: welcher Rowenta-Beutel in welches Gerät gehört

    Rowenta führt für die aktuellen Bodenstaubsauger im Kern eine Nummer. Daneben taucht eine zweite auf, und für die älteren Gerätegenerationen führt der Weg über die Swirl-Entsprechung. Das ist die vollständige belegte Zuordnung:

    Beutel Geräte / Baureihen Packung und Preis
    ZR200520 „Hygiene +“ Compact Power, XTrem Power, Silence Force – belegt genannt: RO63/4, RO68, RO39 4 Stück, ab 8,99 € (ca. 2,25 €/St.)
    ZR200720 zweite belegte Rowenta-Bestellnummer; eine eigene Gerätezuordnung war nicht belegbar keine belegte Angabe
    Swirl R 22 Entsprechung für die älteren Rowenta-Beutel ZR-0026, ZR-0076 und ZR-0765 Fremdmarke, siehe Produktbox unten

    Die Kürzel RO63/4, RO68 und RO39 sind Baureihen-, keine vollständigen Modellbezeichnungen. Ihr Gerät heißt also nicht „RO68″, sondern zum Beispiel RO68 plus mehrere Ziffern und ein Buchstabenkürzel. Für die Beutelfrage zählt der vordere Teil.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Zwei Dinge fehlen bei Rowenta, und beide sind für den Kauf relevant. Erstens: Wo genau das Typenschild mit der Modellnummer sitzt, gibt Rowenta nicht an. Andere Hersteller tun das – AEG zeigt im Ersatzteilportal sechs mögliche Positionen und schreibt ausdrücklich, dieses Schild „kann sich an verschiedenen Stellen befinden“. Für Rowenta existiert keine vergleichbare Angabe. Suchen Sie also systematisch: Unterseite, Rückseite, Innenseite des Beutelfachs. Zweitens: Zur zweiten Nummer ZR200720 ist zwar belegt, dass es sie gibt, aber keine eigene Geräteliste. Wenn Sie diese Nummer im Handel finden, gleichen Sie sie mit der Angabe in Ihrer Gerätedokumentation ab, bevor Sie ein Vorratspaket bestellen.

    Die Bezeichnung, die wir bewusst nicht verwenden

    In Foren und Shop-Beschreibungen wird die ZR200520 gelegentlich als „Wonderbag“ geführt. Für diesen Beutel ist der Name nicht belegt. Wir schreiben ihn deshalb nicht. Wer nach einem Produktnamen statt nach einer Bestellnummer sucht, bestellt am Ende leicht etwas anderes, als er wollte. Halten Sie sich an die Ziffernfolge ZR200520 – die ist eindeutig.

    Was Rowenta sagt – und wo es sich zu widersprechen scheint

    Beim Staubbeutel schweigt Rowenta zum Intervall. Bei den Filtern dagegen wird der Hersteller ungewöhnlich konkret, und die Angaben aus der Rowenta-Ratgeberseite lohnen ein genaues Lesen, weil sie leicht falsch verstanden werden.

    • „Jede Woche sollten Sie die Filter waschen“ – eine der wenigen wöchentlichen Angaben, die überhaupt ein Staubsaugerhersteller macht.
    • Feinfilter und Schaumstofffilter sollen laut Rowenta „zweimal im Jahr ausgetauscht“ werden.
    • Zum HEPA-Filter: „Reinigen Sie den HEPA-Filter, wenn er noch keine 6 Monate verwendet wurde.“ Und ausdrücklich nur für ein Bauteil: „Nur die HEPA-Filterkassette RS-RH5024 darf so gereinigt werden.“
    • Und die Einschränkung, die alles andere relativiert: dass „der weiße Feinfilter nicht nass werden darf“.

    Diese vier Sätze stehen nur scheinbar gegeneinander. „Jede Woche die Filter waschen“ ist eine Sammelaussage, die sich nicht auf jedes Bauteil im Gerät bezieht – der weiße Feinfilter ist davon ausdrücklich ausgenommen, und die Freigabe zur Nassreinigung gilt namentlich der Kassette RS-RH5024. Wer die erste Zeile liest und den Rest überblättert, hält am Ende einen durchweichten Feinfilter in der Hand. Als Trocknungszeit nennt Rowenta zwölf Stunden – das ist bemerkenswert, weil Dyson, Bosch, Siemens und Kärcher für ihre Filter übereinstimmend mindestens 24 Stunden angeben. Zu den Unterschieden zwischen den Herstellern haben wir einen eigenen Artikel: Staubsaugerfilter waschen – wer es erlaubt und wer nicht.

    Zum Beutel selbst: Rowenta nennt kein Zeitintervall, keine Gewichtsangabe, keine Füllstandsempfehlung. Damit steht der Hersteller nicht allein. Kein einziger der großen Anbieter tut das – Miele, Bosch und AEG verweisen ausschließlich auf ihre Wechselanzeige. Der einzige belegte Durchschnittswert, den es überhaupt gibt, stammt vom Umweltbundesamt und ist eine Marktschätzung, keine Empfehlung: rund 140 Millionen Staubsaugerbeutel pro Jahr in Deutschland bei etwa 40 Millionen Haushalten, also fünf Beutel pro Haushalt und Jahr. Rechnen Sie damit, aber verkaufen Sie es sich nicht als Herstellervorgabe.

    Für die älteren Rowenta-Geräte, für die es ZR-0026, ZR-0076 oder ZR-0765 brauchte, ist die Swirl-Reihe der praktikable Weg:

    Swirl Staubsaugerbeutel R22 (F89) / R 22 MicroPor Plus AirSpace für Rowenta Staubsaug
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    8,99 €

    Die belegte Entsprechung zu den Rowenta-Beuteln ZR-0026, ZR-0076 und ZR-0765. Für alle, deren Gerät älter ist als die aktuelle Compact-Power- und Silence-Force-Generation und die im Rowenta-Sortiment nichts Passendes mehr finden.

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    Original oder Nachbau bei Rowenta

    Die Frage stellt sich hier anders als bei Miele oder Bosch, und der Grund ist der Preis. Ein Original-Rowenta-Beutel liegt bei etwa 2,25 Euro, ein Miele-Original bei 3,99 Euro, ein Bosch-Original bei 3,00 Euro je Stück. Rowenta unterbietet die Konkurrenz mit dem eigenen Original – und schrumpft damit den Spielraum, den ein Nachbau überhaupt noch hat.

    Kriterium Rowenta ZR200520 Fremdmarke / Nachbau
    Stückpreis ca. 2,25 € (4er ab 8,99 €) keine belegte tagesaktuelle Einzelangabe
    Selbstschließende Öffnung vom Hersteller ausgewiesen nur, wenn im Angebot ausdrücklich beschrieben
    Zuordnung zu alten Geräten ZR-0026/76/765 laufen aus Swirl R 22 deckt genau diese Lücke
    Prüfinstitutstest nicht speziell für Rowenta nur der markenübergreifende Beuteltest von 2016

    Zu diesem Test gehört die Jahreszahl dazu: Stiftung Warentest prüfte in test 7/2016 22 Beutel, eingekauft im Dezember 2015. Das Fazit dort lautet wörtlich: „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers.“ Im selben Test heißt es aber auch: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Und der österreichische Konsument fasste dieselbe Testbasis in Ausgabe 8/2016 spürbar strenger zusammen: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“ Beide Lesarten stehen nebeneinander, und ein neuerer Beuteltest existiert nicht. Was das grundsätzlich bedeutet, ordnen wir in unserem Artikel zu Original und Nachbau bei Staubsaugerbeuteln ein.

    In der Praxis: der Wechsel in fünf Schritten

    1. Modell ablesen, bevor Sie bestellen. Rowenta sagt nicht, wo das Typenschild sitzt – schauen Sie an der Unterseite, an der Rückseite und im geöffneten Beutelfach nach.
    2. Nummer notieren, nicht den Produktnamen. ZR200520 ist eindeutig, Marketingbezeichnungen sind es nicht.
    3. Beutel gerade herausziehen. Bei der ZR200520 schließt die Öffnung dabei selbst. Kippen Sie ihn nicht.
    4. Ins Beutelfach schauen, solange es offen ist. Der Filter dahinter ist laut Rowentas eigener Angabe ohnehin zweimal im Jahr fällig.
    5. Neuen Beutel bis zum Anschlag einschieben und den Sitz der Halteplatte prüfen. Sitzt sie schief, zieht das Gerät Falschluft am Beutel vorbei – und der Staub landet direkt auf dem Motorschutzfilter.

    Wer wissen will, was das über die Jahre summiert kostet: Die Denkweise, mit der man Verbrauchsmaterial über die Gerätelebensdauer hochrechnet, haben wir am Beispiel der Folgekosten von Saugrobotern ausführlich vorgerechnet – sie lässt sich eins zu eins auf einen Bodenstaubsauger übertragen.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich den Rowenta-Beutel wechseln?

    Rowenta nennt dafür keine Zahl – weder ein Zeitintervall noch eine Füllmenge. Das ist keine Auslassung unserer Recherche, sondern der belegte Stand. Praktisch orientieren Sie sich an der Anzeige beziehungsweise am Sichtfenster Ihres Geräts und daran, ob die Saugleistung merklich nachlässt. Der einzige belegte Durchschnittswert ist die Marktschätzung des Umweltbundesamts von fünf Beuteln pro Haushalt und Jahr.

    Passt die ZR200520 in jeden Rowenta?

    Nein. Belegt ist die Zuordnung zu Compact Power, XTrem Power und Silence Force mit den Kürzeln RO63/4, RO68 und RO39. Ältere Geräte brauchen die früheren Nummern ZR-0026, ZR-0076 oder ZR-0765 beziehungsweise die Swirl-Entsprechung R 22.

    Kann ich den Beutel ausklopfen und weiterbenutzen?

    Von Rowenta gibt es dazu keine Aussage. Miele formuliert es für die eigenen Beutel unmissverständlich: „Verwenden Sie Staubsaugerbeutel nicht mehrfach.“ Technisch spricht dasselbe dagegen: Ein Vliesbeutel verstopft an den Poren, und die bekommt man durch Ausklopfen nicht wieder frei.

    Was ist mit dem HEPA-Filter im Rowenta?

    Rowenta erlaubt die Nassreinigung namentlich für die Filterkassette RS-RH5024 und schreibt: „Reinigen Sie den HEPA-Filter, wenn er noch keine 6 Monate verwendet wurde.“ Der weiße Feinfilter darf dagegen ausdrücklich nicht nass werden. Übertragen Sie die Freigabe also nicht auf andere Bauteile Ihres Geräts.

    Fazit

    Rowenta macht es dem Käufer beim Preis leicht und bei der Dokumentation schwer. Mit der ZR200520 gibt es eine klare, günstige Originalnummer für die aktuellen Baureihen; bei rund 2,25 Euro je Beutel ist der Anreiz, auf einen Nachbau auszuweichen, kleiner als bei anderen Marken. Für ältere Geräte ist die Swirl-Entsprechung R 22 der belegte Weg.

    Wofür Sie keine Antwort bekommen: wann Sie wechseln sollen. Rowenta sagt es nicht, und wir erfinden es nicht. Der bessere Umgang damit ist, den Beutel beim Öffnen des Fachs einfach anzuschauen und gleichzeitig die Filter zu prüfen – denn dort, bei Feinfilter, Schaumstofffilter und HEPA-Kassette, wird Rowenta ausgesprochen deutlich.

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  • Philips Staubsaugerbeutel: s-bag, FC8021, PH-Codes

    Wer einen Philips-Bodenstaubsauger besitzt und Beutel nachkaufen will, stößt schnell auf ein ungewöhnliches Problem: Es ist nicht der Beutel, der schwer zu finden ist – es sind die Angaben dazu. Philips nutzt das s-bag-System, was den Kauf eigentlich einfach macht. Aber ein Wechselintervall, ein Stückpreis, die Position des Typenschilds: Zu all dem gibt der Hersteller nichts oder fast nichts her, und die Support-Seiten leiten weiter, statt zu antworten. Dieser Artikel sagt Ihnen, was belegt ist – und benennt ausdrücklich, was nicht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Philips nutzt kein eigenes Beutelsystem, sondern den s-bag. Damit passen Beutel der Electrolux Group (AEG, Electrolux, Volta, Tornado) in Philips-Sauger und umgekehrt – vorausgesetzt, das s-bag-Logo ist auf der Packung.
    • Belegte Philips-Artikelnummern: FC8021/03, FC8021/04 und FC8021/05. Weitere Nummern kursieren im Handel, waren aber aus Herstellerquellen nicht bestätigbar.
    • Swirl führt für Philips die PH-Reihe: PH 84 für HR 6938, HR 6939 und HR 6983 „Oslo“, PH 86 und PH 96 als s-bag-kompatible Typen.
    • Zum Filter ist Philips eindeutig: Er „muss einmal pro Jahr ersetzt werden. Er kann nicht gewaschen werden.“ Das ist das genaue Gegenteil dessen, was Bosch für seinen HEPA-Filter angibt.
    • Zum Beutel selbst nennt Philips kein Wechselintervall, und Beutelpreise waren aus Herstellerquellen nicht abrufbar. Beides gehört zur ehrlichen Antwort dazu.

    Der praktisch sicherste Weg für Philips-Besitzer ist der Griff zum Original mit der belegten Artikelnummer – das erspart die Frage, ob eine Handelsangabe stimmt.

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    Worum es geht: Ein Philips-Beutel ist ein s-bag

    Der wichtigste Satz zum Thema stammt nicht von Philips, sondern von der Systemseite s-bag.de. Er lautet wörtlich:

    „Der s-bag® ist der Standard Staubsaugerbeutel, der sich für alle Beutelstaubsauger von Philips und der Electrolux Group (AEG, Electrolux, Volta und Tornado) eignet.“

    Und zur Erkennung: „Suchen Sie beim Kauf von Ersatzbeuteln einfach nach dem s-bag® Logo.“ Damit ist die zentrale Kompatibilitätsfrage beantwortet, und zwar günstiger, als die meisten Philips-Besitzer vermuten. Sie sind nicht auf Philips-gebrandete Ware angewiesen. Ein s-bag von AEG oder Electrolux passt in die gleiche Halterung – dafür ist das System gemacht. Der s-bag ist der einzige echte markenübergreifende Standard in dieser Produktkategorie; Miele, Bosch, Siemens und Vorwerk pflegen dagegen geschlossene Systeme. Was der Standard umfasst und wo seine Grenzen liegen, haben wir gesondert im Beitrag zum s-bag-System aufgeschrieben.

    Warum der Beutel überhaupt so wichtig ist, ergibt sich aus dem Luftweg: Düse, Rohr und Schlauch führen zum Beutel, dahinter folgen Motorschutzfilter, Motor und Abluftfilter. Der Beutel ist die erste und wichtigste Filterstufe. Alles, was er durchlässt, muss von den nachgelagerten Filtern aufgefangen werden – und die sind bei Philips ausdrücklich nicht waschbar, also ein reiner Kostenposten. Die Zeitschrift Konsument hat in ihrer Auswertung des Beuteltests von 2016 genau diesen Zusammenhang benannt: Beutel, die schlechter filtern, führen zu schnellerem Verschleiß von Motor- und Abluftfiltern. Bei Philips wiegt das schwerer als bei Herstellern, deren Filter man reinigen darf.

    Kompatibilität: Die belegten Nummern – und nur die

    Bezeichnung Herkunft Zuordnung
    FC8021/03 Philips-Artikelnummer s-bag-Beutel
    FC8021/04 Philips-Artikelnummer s-bag-Beutel
    FC8021/05 Philips-Artikelnummer s-bag-Beutel
    PH 84 Swirl Philips HR 6938, HR 6939, HR 6983 „Oslo“
    PH 86 Swirl s-bag-kompatibel
    PH 96 Swirl s-bag-kompatibel

    Diese Tabelle ist bewusst kurz. Sie enthält alles, was sich zu Philips-Beuteln aus belastbaren Quellen belegen ließ – nicht mehr. Im Handel kursieren weitere FC-Nummern und weitere PH-Codes; wir führen sie hier nicht auf, weil eine falsche Artikelnummer im Ratgeber den Leser bares Geld kostet.

    Zwei Hinweise zur Nutzung der Tabelle. Erstens: Die Endung nach dem Schrägstrich ist Teil der Nummer, nicht eine Verpackungsvariante, die man ignorieren kann. FC8021/03 und FC8021/05 sind unterschiedliche Artikel. Zweitens: PH 84 ist der Sonderfall. Swirl ordnet diesen Code drei konkreten älteren Philips-Modellen zu – HR 6938, HR 6939 und HR 6983, im Handel unter dem Namen „Oslo“ geführt. PH 86 und PH 96 sind dagegen als s-bag-kompatibel ausgewiesen, gehören also zum offenen Standard.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Bei Philips ist die Lücke selbst das Thema. Drei Punkte, die andere Hersteller beantworten und Philips nicht:
    1. Der Preis. Für Philips-Beutel war beim Abruf am 22.08.2026 kein Herstellerpreis abrufbar – die Support-Seiten leiten weiter, statt eine Produktseite mit Preis zu zeigen. Bei Miele, Bosch, Siemens und AEG lassen sich Stückpreise direkt vom Hersteller ablesen, bei Philips nicht. Der einzige verwendbare Anhaltspunkt ist der Preis originaler s-bag-Beutel der Electrolux Group: 1,81 bis 2,42 € je Stück im 12er-Pack (E201SM). Weil es dasselbe Format ist, ist das die realistische Größenordnung – aber es ist ausdrücklich kein Philips-Preis.
    2. Das Wechselintervall. Für Philips-Beutel war überhaupt keine Wechselempfehlung auffindbar – weder ein Zeitraum noch eine Füllmenge noch die Beschreibung einer Anzeige. Damit steht Philips schlechter da als Miele, Bosch, AEG und Vorwerk, die immerhin ihre jeweilige Anzeige als Auslöser benennen.
    3. Die Position des Typenschilds. Wo an einem Philips-Sauger die Modellnummer steht, ist von Philips nicht dokumentiert. Miele nennt für seine Geräte Ober- oder Vorderseite, Electrolux die Unterseite – für Philips gibt es keine vergleichbare Angabe.

    Was Philips sagt – der eine klare Satz

    Es gibt eine Stelle, an der Philips unmissverständlich ist, und sie betrifft nicht den Beutel, sondern den Filter:

    Der Filter „muss einmal pro Jahr ersetzt werden. Er kann nicht gewaschen werden.“

    Zwei Aussagen in einem Satz, beide ungewöhnlich konkret. Ein Jahr als Intervall – das ist eine Zahl, wie sie Philips beim Beutel gerade nicht liefert. Und ein ausdrückliches Waschverbot. Letzteres ist der praktisch wichtigste Satz dieses ganzen Artikels, denn er steht im direkten Widerspruch zu dem, was ein anderer großer Hersteller schreibt: Bosch gibt für seinen HEPA-Filter an, er sei „generell waschbar“. Zwei Hersteller, zwei entgegengesetzte Anweisungen für ein optisch ähnliches Bauteil.

    Daraus folgt eine Regel, die man sich merken sollte: Waschbar ist ausschließlich das, was der eigene Hersteller für das eigene Modell als waschbar ausweist. Wer einen Philips-Filter unter den Wasserhahn hält, weil in einem Ratgeber steht, HEPA-Filter könne man auswaschen, handelt gegen eine ausdrückliche Herstelleranweisung. Die Unterschiede zwischen den Herstellern haben wir in Staubsaugerfilter waschen – wer darf, wer nicht zusammengestellt; wie unterschiedlich dieselbe Frage bei Reinigungsrobotern beantwortet wird, zeigt unser Beitrag zum Reinigen von Saugroboter-Filtern.

    Ein Detail am Rande, das die Widersprüchlichkeit der Branche gut zeigt: Zu Trocknungszeiten nach dem Waschen nennen Dyson, Bosch, Siemens und Kärcher übereinstimmend mindestens 24 Stunden, Rowenta dagegen 12 Stunden. Philips und AEG nennen keine Zahl – bei Philips konsequenterweise, weil dort ja gar nicht gewaschen werden soll.

    Wer nicht zum Philips-Original greifen will oder es nicht bekommt, hat bei einem s-bag-Sauger den Vorteil, dass der offene Standard reichlich Alternativen bietet.

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    Die naheliegende Alternative, wenn das Philips-Original nicht verfügbar ist – für ältere Modelle der Oslo-Reihe (HR 6938, HR 6939, HR 6983) ist stattdessen PH 84 der belegte Code.

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    Original oder Nachbau – bei Philips eine Frage ohne Preisschild

    Kriterium Original Philips s-bag anderer Marke / Nachbau
    Preis je Beutel vom Hersteller nicht abrufbar 1,81–2,42 € für Original-s-bag der Electrolux Group; für kompatible Ware keine tagesaktuelle Einzelangabe belegt
    Erkennung FC8021/03, /04, /05 s-bag-Logo; Swirl PH 84, PH 86, PH 96
    Herstellerwarnung – Von Philips ist keine Warnung vor Fremdbeuteln belegt – anders als bei Miele, Bosch und AEG
    Prüfbares Merkmal Halteplatte und Schweißnaht dieselben Merkmale – der Blaue Engel DE-UZ 211 prüft Abzugskraft und Schweißnahtfestigkeit

    Bemerkenswert ist die dritte Zeile. Miele fordert Beutel „mit dem ‚Original Miele‘-Logo“, Bosch warnt vor „nicht passgenauen oder qualitativ minderwertigen Ersatzteilen“, AEG schreibt, Fremdbeutel könnten „sich negativ auf die Leistung des Staubsaugers auswirken“. Von Philips ist eine vergleichbare Aussage nicht belegt. Das ist keine Erlaubnis und kein Freibrief – es ist schlicht das Fehlen einer Positionierung, und wir tragen sie nicht nach.

    Was für alle Beutel gilt, gilt auch hier: Das einzige technisch prüfbare Qualitätsmerkmal ist die Mechanik. Der Blaue Engel DE-UZ 211 prüft bei Staubsaugerbeuteln ausdrücklich die Halteplatten-Abzugskraft und die Schweißnahtfestigkeit, außerdem Staubspeicherkapazität, Feinstaubabscheideleistung und einen Recyclinganteil von mindestens 80 Prozent seit dem 01.01.2022. Die genauen Zahlenschwellen dieser Kriterien waren allerdings nicht abrufbar.

    Zur Qualität von Fremdbeuteln allgemein existiert genau eine belastbare Untersuchung, und sie ist alt: Der Beuteltest der Stiftung Warentest (test 7/2016) prüfte 22 Beutel, eingekauft im Dezember 2015, in Anlehnung an EN 60312-1. Ein neuerer Beuteltest existiert nach dieser Recherche nicht. Die Zusammenfassungen desselben Datensatzes gehen auseinander: test.de schreibt, „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers“, nennt aber auch „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Die Zeitschrift Konsument (8/2016) betont am selben Material: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“ Philips-Geräte waren übrigens nicht unter den Referenzgeräten – geprüft wurde auf je einem Modell von AEG, Bosch und Miele.

    In der Praxis: So kommen Sie ohne Herstellerangaben aus

    Nach dem Logo kaufen, nicht nach der Marke. Der vom System selbst genannte Weg lautet: „Suchen Sie beim Kauf von Ersatzbeuteln einfach nach dem s-bag® Logo.“ Das ist bei Philips die tragfähigste Regel, weil sie nicht von Herstellerangaben abhängt, die es nicht gibt.

    Die Modellnummer am Gerät suchen – und Geduld mitbringen. Weil Philips keine Position nennt, hilft nur systematisches Absuchen des Gehäuses. Dass das kein Philips-Sonderproblem ist, zeigt AEG, das für seine eigenen Geräte einräumt: „Dieses Schild oder Aufkleber kann sich an verschiedenen Stellen befinden“ – und dazu sechs Möglichkeiten abbildet. Bei den belegten Philips-Bezeichnungen beginnen die Gerätemodelle der Oslo-Reihe mit HR, die Zubehörnummer mit FC.

    Den Füllstand selbst beurteilen. Da Philips kein Intervall nennt, bleibt die Beobachtung: Lässt die Saugleistung bei abgehobener Düse und höchster Stufe spürbar nach, ist der Beutel funktional erschöpft – unabhängig davon, wie voll er aussieht. Feiner Staub wie Bohrstaub, Sand, Gips oder Mehl setzt die Poren eines Beutels sehr schnell zu; das beschreibt Miele in der eigenen Dokumentation ausdrücklich, und es ist eine Materialeigenschaft, keine Markenfrage.

    Den Filtertermin notieren. Das ist der eine Punkt, an dem Philips eine Zahl liefert: einmal pro Jahr, und nicht waschen. Ein Kalendereintrag beim Filterwechsel erspart das jährliche Nachschlagen.

    Häufige Fragen

    Kann ich einen AEG-s-bag in meinen Philips einlegen?

    Der s-bag ist genau dafür gemacht. Die Systemseite nennt ausdrücklich „alle Beutelstaubsauger von Philips und der Electrolux Group (AEG, Electrolux, Volta und Tornado)“. Maßgeblich ist das s-bag-Logo auf der Packung.

    Wie oft muss ich den Philips-Beutel wechseln?

    Philips nennt dazu nichts – kein Zeitintervall, keine Füllmenge, keine Anzeige. Das ist die ehrliche Antwort, und sie unterscheidet sich nur in der Deutlichkeit von der anderer Hersteller: Auch Miele, Bosch, AEG und Vorwerk nennen keine Zeit- oder Gewichtsangabe, sie verweisen immerhin auf ihre Wechselanzeige. Der einzige belegte Durchschnittswert überhaupt stammt vom Umweltbundesamt (TEXTE 13/2020) und ist eine Marktschätzung: rund fünf Beutel pro Haushalt und Jahr, abgeleitet aus etwa 140 Millionen Beuteln bei rund 40 Millionen Haushalten. Das ist keine Herstellerempfehlung und keine Vorgabe für Ihren Haushalt.

    Darf ich den Philips-Filter auswaschen?

    Nein. Philips schreibt wörtlich: „Er kann nicht gewaschen werden.“ Und ergänzt, dass er „einmal pro Jahr ersetzt werden“ muss. Dass Bosch für seinen HEPA-Filter das Gegenteil angibt, ändert daran nichts – die Herstellerangabe gilt jeweils für das eigene Gerät.

    Warum finde ich auf der Philips-Seite keinen Beutelpreis?

    Wir wissen es nicht. Beim Abruf leiteten die Support-Seiten weiter, ohne eine Produktseite mit Preis auszugeben. Belastbar ist deshalb nur der Preis originaler s-bag-Beutel der Electrolux Group von 1,81 bis 2,42 € je Stück im 12er-Pack – als Größenordnung für dasselbe Format, nicht als Philips-Preis.

    Fazit

    Philips ist in dieser Kategorie ein besonderer Fall: Das Produkt ist einfacher als bei den meisten Wettbewerbern, die Informationslage dünner. Weil Philips den s-bag nutzt, brauchen Sie im Grunde nur eine Regel – Packung mit s-bag-Logo. Die belegten Original-Artikelnummern sind FC8021/03, /04 und /05, die belegten Swirl-Entsprechungen PH 84 für die Oslo-Modelle HR 6938, HR 6939 und HR 6983 sowie PH 86 und PH 96 als s-bag-kompatible Typen. Mehr Nummern nennen wir nicht, weil mehr nicht belegt war.

    Der einzige Satz, mit dem Philips eindeutig Position bezieht, gilt dem Filter: einmal jährlich ersetzen, nicht waschen. Nehmen Sie ihn ernst, gerade weil andere Hersteller es anders halten. Zum Beutel selbst schweigt Philips – zum Preis, zum Wechselintervall, zur Position des Typenschilds. Ein Ratgeber kann diese Lücken nicht mit Faustregeln füllen, ohne zu erfinden. Er kann sie nur benennen, damit Sie wissen, wonach Sie im Zweifel gar nicht erst suchen müssen.

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  • AEG und Electrolux s-bag: alle fünf Varianten

    AEG und Electrolux machen es Käufern eigentlich leicht: Beide Marken gehören zur Electrolux Group und nutzen denselben Beutel, den s-bag. Schwierig wird es erst im Regal – denn dasselbe Produkt trägt bei AEG einen GR-Code und bei Electrolux einen E-Code, und daneben stehen fünf Varianten, die sich in Material, Standzeit und Preis unterscheiden. Dieser Artikel ordnet die Varianten den Codes zu, kennzeichnet jede Prozentangabe als das, was sie ist – eine Herstellerangabe –, und nennt die Stelle, an der AEG selbst keine Auskunft gibt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der s-bag ist der einzige echte markenübergreifende Standard in dieser Produktkategorie. Er passt laut Hersteller für alle Beutelstaubsauger von AEG, Electrolux, Volta, Tornado und Philips.
    • Es gibt fünf Varianten: Classic (GR200S), Classic Long Performance (GR201S), Anti-Odour (GR203S), Hygiene Anti-Allergy (GR206-S) und Ultra Long Performance (GR210S).
    • Doppelte Codierung: AEG nutzt GR-Codes, Electrolux E-Codes für dasselbe Produkt – belegt ist die Entsprechung E201, E201M und E201SM ↔ GR201S und GR201SM.
    • Alle Standzeit- und Filtrationsangaben sind Herstellerangaben nach nicht offengelegten Messverfahren – untereinander nicht vergleichbar. Der Anti-Allergy trägt zusätzlich das ECARF-Siegel.
    • Der Classic ist laut AEG-Angabe ausdrücklich „Not recommended for UltraOne“. Wer diese Baureihe besitzt, sollte zu einer der Vliesvarianten greifen.

    Für die meisten Haushalte ist die Long-Performance-Variante der sinnvolle Mittelweg: Sie ist die einzige, für die AEG eine Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle ausweist, und sie passt in jeden s-bag-Sauger.

    AEG GR201S s-bag Staubbeutel Classic Long Performance (4 Staubsaugerbeutel für dauerh
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    Bei Electrolux als E201 bzw. E201SM geführt – die Standardwahl für AEG-, Electrolux-, Volta-, Tornado- und Philips-Sauger mit s-bag-Halterung, laut Hersteller TÜV-Rheinland-zertifiziert.

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    Worum es geht: s-bag ist ein System, kein Produktname

    Die meisten Staubsaugerhersteller pflegen geschlossene Beutelsysteme – Miele mit FJM und GN, Bosch und Siemens mit Typ G ALL, Vorwerk mit den FP-Filtertüten. Die Electrolux Group geht seit Jahren einen anderen Weg. Auf s-bag.de heißt es wörtlich:

    „Der s-bag® ist der Standard Staubsaugerbeutel, der sich für alle Beutelstaubsauger von Philips und der Electrolux Group (AEG, Electrolux, Volta und Tornado) eignet.“

    Und zur Erkennung: „Suchen Sie beim Kauf von Ersatzbeuteln einfach nach dem s-bag® Logo.“ Das ist die praktisch wichtigste Konsequenz. Bei AEG und Electrolux muss man nicht wie bei Miele oder Bosch erst die Baureihe bestimmen – die Halterung ist über die Markenfamilie hinweg dieselbe. Was zu entscheiden bleibt, ist die Materialvariante. Wie weit dieser Standard reicht und wo er endet, behandeln wir gesondert in unserer Übersicht zum s-bag-System.

    Der Beutel ist dabei die erste Filterstufe im Luftweg: Düse, Rohr und Schlauch führen zu ihm, dahinter folgen Motorschutzfilter, Motor und Abluftfilter. Was der Beutel durchlässt, landet in den nachgelagerten Filtern. Die Zeitschrift Konsument hat in ihrer Auswertung des Beuteltests von 2016 genau darauf hingewiesen: Beutel, die schlechter filtern, führen zu schnellerem Verschleiß von Motor- und Abluftfiltern. Der Beutel bestimmt also mit, wie oft Sie an die anderen Verschleißteile müssen – ein Zusammenhang, den wir auch in unserem Wartungsplan für Saugroboter beschrieben haben und der bei Bodenstaubsaugern genauso gilt.

    Kompatibilität: Die fünf Varianten, ihre Codes und ihre Grenzen

    Variante Code AEG Code Electrolux Herstellerangaben
    Classic GR200S keine belegte Entsprechung „hochwertiges Papier“, über 95 % Filtration; „Not recommended for UltraOne“
    Classic Long Performance GR201S, GR201SM E201, E201M, E201SM bis 50 % längere Standzeit als Papier; TÜV-Rheinland-zertifiziert; „filtert bis zu 99 % der Partikel“ (1 µm); „60 % mehr Saugkraft“ erhalten
    Anti-Odour GR203S keine belegte Entsprechung Synthetik mit geruchsbindender Wachsbeschichtung
    Hygiene Anti-Allergy GR206-S keine belegte Entsprechung Partikel bis 1 µm, ECARF-Siegel
    Ultra Long Performance GR210S keine belegte Entsprechung bis 80 % längere Standzeit als Standard-Papierbeutel

    Zwei Punkte sind hier entscheidend. Erstens: Die Prozentangaben in der rechten Spalte sind Herstellerangaben. Es sind keine Messwerte einer unabhängigen Stelle, die Messverfahren dahinter sind nicht offengelegt, und sie sind auch untereinander nicht vergleichbar – „bis zu 99 % der Partikel“ beim Long Performance und „über 95 % Filtration“ beim Classic beziehen sich nicht zwingend auf dieselbe Partikelgröße und dieselbe Prüfanordnung. Aus solchen Zahlen lässt sich kein Ranking bilden. Die einzige Angabe mit unabhängiger Instanz ist die TÜV-Rheinland-Zertifizierung beim GR201S und das ECARF-Siegel beim GR206-S.

    Zweitens: „Not recommended for UltraOne.“ Diese Einschränkung steht in der AEG-Angabe zum Classic GR200S und ist die einzige belegte Ausschlussangabe im ganzen s-bag-Sortiment. Wer einen Sauger der UltraOne-Reihe besitzt, sollte den Papierbeutel meiden und stattdessen zu einer der Synthetikvarianten greifen.

    So finden Sie Ihre Typennummer

    AEG beschreibt den Weg über das Typenschild – und ist dabei bemerkenswert ehrlich über die eigene Uneinheitlichkeit:

    „Die Typennummer finden Sie auf dem Typenschild des Staubsaugers. Wo finden Sie das Typenschild Ihres Staubsaugers? Dieses Schild oder Aufkleber kann sich an verschiedenen Stellen befinden.“

    Die zugehörige Hilfeseite bildet sechs mögliche Positionen ab. Es gibt also keinen festen Ort. Electrolux gibt zusätzlich einen konkreteren Weg an: Die Prüfung läuft über die PNC (Produktnummer), die „9- oder 11-stellig“ ist, und das Typenschild sitzt bei Electrolux-Saugern „an der Unterseite des Staubsaugers“. Das ist die brauchbarste Ortsangabe, die in dieser Markenfamilie belegt ist – und sie ist zugleich der Grund, warum man den Sauger zum Ablesen kippen muss.

    Vorsicht bei fremden Buchstabencodes

    Im Regal stehen neben den Originalen die Codes anderer Marken, und ausgerechnet bei AEG und Electrolux ist die Verwechslungsgefahr am größten. Swirl führt für ältere AEG- und Electrolux-Geräte die A-Reihe – belegt sind unter anderem A 07 (AEG Größe 28; Electrolux E 53, 55, 150, 160, 180, 185, 190, 200) und A 08 (AEG 8, 16, 20, 22–27). Für neuere Geräte der AEG-Electrolux-Ära gibt es die Y-Reihe, dort ist Y 05 für die AEG-Electrolux „Größe 50″ belegt. Und dann existiert bei Swirl noch eine eigene E-Reihe für Electrolux-Geräte – etwa E 71 für Z 320 und Z 325 (D 711), daneben E 60 und E 84. Diese Swirl-E-Codes haben nichts mit den Electrolux-Bestellcodes E201 oder E201SM zu tun, obwohl beide mit „E“ beginnen. Wer den Unterschied nicht kennt, kauft zuverlässig daneben.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Die doppelte Codierung wird von der Electrolux Group nirgends vollständig aufgelöst. Belegt ist ausschließlich die Entsprechung E201, E201M und E201SM ↔ GR201S und GR201SM. Für Classic, Anti-Odour, Hygiene Anti-Allergy und Ultra Long Performance war in dieser Recherche kein zugehöriger Electrolux-E-Code aus einer Herstellerquelle abrufbar. Es liegt nahe, dass es ihn gibt – aber „liegt nahe“ ist keine Bestellnummer, und eine geratene Nummer kostet Sie eine Rücksendung. Der sichere Weg: Kaufen Sie über den Variantennamen plus das s-bag-Logo, nicht über einen Code, den Sie aus einem anderen abgeleitet haben.

    Was AEG und Electrolux zum Wechsel sagen

    Die Wechselvorgabe von AEG lautet im Original:

    „Always change the S-bag® when the indicator signal is illuminated in red even if the S-bag is not full.“

    Der zweite Teil ist der wichtige: auch wenn der Beutel nicht voll ist. Die Anzeige reagiert auf den Luftwiderstand, nicht auf das Volumen. Ein Beutel, der viel Feinstaub aufgenommen hat, ist funktional erschöpft, lange bevor er prall wirkt.

    AEG nennt außerdem einen zweiten, sehr konkreten Wechselanlass, der bei anderen Herstellern fehlt: „always after using carpet cleaning powder“ – also immer nach dem Aufsaugen von Teppichreinigungspulver. Das ist plausibel, weil solche Pulver extrem feinkörnig sind und die Poren des Vlieses in einem einzigen Durchgang zusetzen können.

    Was der Hersteller nicht sagt

    AEG nennt kein Zeit- und kein Gewichtsintervall für den Beutelwechsel. Es gibt zwei Auslöser und sonst nichts: der rote Indikator und der Sonderfall Teppichreinigungspulver. Kein „alle drei Monate“, kein „nach zwei Kilo“. Das ist keine Nachlässigkeit von AEG, sondern bei allen großen Herstellern so – Miele, Bosch und Vorwerk verweisen ebenfalls ausschließlich auf ihre jeweilige Anzeige. Der einzige belegte Zahlenwert stammt vom Umweltbundesamt: aus rund 140 Millionen verkauften Beuteln bei etwa 40 Millionen Haushalten leitet der Hintergrundbericht TEXTE 13/2020 rechnerisch fünf Beutel pro Haushalt und Jahr ab – eine Marktschätzung, ausdrücklich keine Herstellerempfehlung. Auffällig ist die Lücke besonders bei den Long-Performance-Varianten: AEG verspricht 50 beziehungsweise 80 Prozent längere Standzeit, nennt aber nirgends, worauf sich diese Verlängerung in absoluten Zahlen bezieht.

    Bei den Filtern wird AEG dagegen konkret: „alle Filter mindestens zweimal im Jahr oder bei sichtbarer Verschmutzung zu wechseln“. Der zugehörige AEG-Hygienefilter EFH12 wird unter der Artikelnummer 1130939018 geführt (Vorgänger 1130939034) und kostete beim Abruf 19,87 € statt regulär 26,49 €. Ein Detail dazu gehört gesagt: AEG gibt für den EFH12 die Klasse „E12″ und „99,5 % der Partikel bis 0,06 Mikrometer“ an. E12 ist nach DIN EN 1822 ein EPA-Filter, kein HEPA – HEPA umfasst nur die Klassen H13 und H14. Der Name „Hygienefilter“ ist insofern korrekt gewählt, denn „HEPA“ wäre es nicht.

    Für Allergikerhaushalte gibt es innerhalb desselben s-bag-Systems eine Variante mit unabhängiger Siegelvergabe – sie passt in dieselbe Halterung wie der Standardbeutel.

    AEG GR206S s-Bag Anti-Allergy Staubsaugerbeutel für AEG VX4, VX6, VX7, VX8, AB61 (4 S
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    Die einzige s-bag-Variante mit ECARF-Siegel; AEG gibt eine Rückhaltung von Partikeln bis 1 µm an. Das Siegel ist eine Zertifizierung, kein Nachweis eines gesundheitlichen Nutzens.

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    Original oder Nachbau beim s-bag

    Kriterium Original s-bag Kompatibel
    Preis je Beutel 1,81–2,42 € (E201SM, 12er-Pack) keine tagesaktuelle Einzelangabe belegt
    Erkennung s-bag-Logo auf der Packung Anbieterangabe „kompatibel“, kein Logo
    Unabhängige Prüfung TÜV Rheinland (GR201S), ECARF (GR206-S) im Einzelfall zu prüfen
    Herstellerposition – „kann sich negativ auf die Leistung des Staubsaugers auswirken“

    Die AEG- und Electrolux-Klausel ist merklich zurückhaltender formuliert als die von Miele oder Bosch. Sie lautet: „Der Einsatz nicht originaler Staubsaugerbeutel statt der s-bag® Beutel kann sich negativ auf die Leistung des Staubsaugers auswirken.“ Von Garantieverlust ist hier nicht die Rede, von Schäden auch nicht – es geht um Leistung.

    Ein Vorbehalt zum Preisvergleich: Anders als bei Miele und Bosch war für kompatible s-bag-Beutel keine belastbare tagesaktuelle Stückpreisangabe abrufbar. Wir nennen deshalb hier bewusst keine Ersparnisrechnung. Was es gibt, ist die zehn Jahre alte Testlage: Der maßgebliche Beuteltest der Stiftung Warentest (test 7/2016) prüfte 22 Beutel, eingekauft im Dezember 2015, in Anlehnung an EN 60312-1 – Referenzgeräte waren je ein Modell von AEG, Bosch und Miele. Einen neueren Beuteltest gibt es nach dieser Recherche nicht. test.de fasste zusammen: „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers“, nennt aber auch: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Die Zeitschrift Konsument (8/2016) betont am selben Material die Gegenseite und beanstandet namentlich zwei Fremdbeutel, die ausgerechnet im AEG-Referenzgerät auffielen: einen Beutel von Staubbeutel-Profi als undicht und einen von Wolf mit einem Nahtriss. Bemerkenswert dabei: Dieselbe Marke Wolf lag bei test.de auf Originalniveau. Solche Widersprüche lassen sich nicht auflösen, nur benennen – ausführlicher tun wir das in Staubsaugerbeutel: Original oder Nachbau.

    In der Praxis

    Schritt 1 – Typenschild finden. Bei Electrolux an der Unterseite; bei AEG kann es laut Hersteller „an verschiedenen Stellen“ sitzen, die Hilfeseite zeigt sechs Möglichkeiten.

    Schritt 2 – PNC notieren. Die Produktnummer ist 9- oder 11-stellig und der zuverlässigste Prüfweg, wenn Sie sich nicht auf das Logo verlassen wollen.

    Schritt 3 – Variante wählen, nicht Code raten. Alle fünf Varianten passen in dieselbe Halterung. Einzige belegte Ausnahme: Der Classic ist für UltraOne nicht empfohlen.

    Schritt 4 – nach dem s-bag-Logo suchen. Das ist die vom Hersteller selbst genannte Erkennungsregel und funktioniert markenübergreifend.

    Schritt 5 – Wechseln, wenn der Indikator rot ist. Und immer nach Teppichreinigungspulver, auch wenn der Beutel praktisch leer aussieht.

    Häufige Fragen

    Passt ein Philips-Beutel in meinen AEG?

    Wenn beide das s-bag-Logo tragen: ja, das ist genau der Zweck des Systems. Der Hersteller nennt ausdrücklich „alle Beutelstaubsauger von Philips und der Electrolux Group (AEG, Electrolux, Volta und Tornado)“.

    Was bedeutet das ECARF-Siegel auf dem Anti-Allergy?

    Es ist eine Zertifizierung durch eine externe Stelle, die AEG für den GR206-S ausweist. Es ist damit mehr als eine reine Eigenangabe – aber es ist kein Beleg für einen gesundheitlichen Nutzen. Zur Wirkung von Staubsaugern bei Allergien ist die Studienlage dünn; die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin schreibt (Stand 13.01.2024): „Ein Staubsauger eignet sich nicht zur Sanierung von Teppichböden oder Polstermöbeln. Sie ermöglichen lediglich eine Reduktion der Staub- und Allergenmengen.“

    Lohnt sich Ultra Long Performance gegenüber Classic Long Performance?

    AEG gibt für den GR210S „bis 80 % längere Standzeit als Standard-Papierbeutel“ an, für den GR201S „bis 50 % längere Standzeit als Papier“. Beide Angaben sind Herstellerangaben mit unterschiedlicher Bezugsgröße und nicht direkt gegeneinander verrechenbar. Eine unabhängige Messung, die das prüft, liegt nicht vor.

    Warum steht auf meinem Beutel „E201SM“ und im Shop „GR201S“?

    Weil es dasselbe Produkt unter zwei Markennamen ist. AEG codiert mit GR, Electrolux mit E. Für diese Variante ist die Entsprechung belegt – für die übrigen vier war in dieser Recherche keine offizielle E-Nummer auffindbar.

    Fazit

    AEG und Electrolux haben das übersichtlichste Beutelsystem am Markt: ein Format, fünf Varianten, ein Logo als Erkennungsmerkmal. Wer sich an den Variantennamen hält – Classic, Classic Long Performance, Anti-Odour, Hygiene Anti-Allergy, Ultra Long Performance – und nach dem s-bag-Logo greift, kauft zuverlässig richtig. Die einzige belegte Einschränkung: Der Papierbeutel Classic ist laut AEG für die UltraOne-Reihe nicht empfohlen.

    Zwei Dinge sollte man dabei im Kopf behalten. Erstens sind sämtliche Standzeit- und Filtrationsprozente Herstellerangaben nach nicht offengelegten Verfahren; unabhängig belegt sind nur die TÜV-Rheinland-Zertifizierung des GR201S und das ECARF-Siegel des GR206-S. Zweitens nennt AEG kein Wechselintervall – nur den roten Indikator und den Sonderfall Teppichreinigungspulver. Genau das ist die ehrliche Antwort auf die häufigste Frage zu diesem Thema, und sie ist besser als jede Faustregel, die niemand belegen kann.

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  • Staubsaugerbeutel Bosch und Siemens: Typ G ALL

    Bei Bosch und Siemens heißt heute fast alles „Typ G ALL“ – und genau das führt in die Irre, sobald man ein älteres Gerät im Keller stehen hat. Denn die Herstellerangabe zur Passform ist keine Zusage, sondern eine Ausschlussliste, und die enthält fünf Baureihen. Dieser Artikel führt die belegten Bestellnummern und Preise beider Marken zusammen, zeigt, wo der Preisunterschied zwischen 4er-Packung und XXL-Pack tatsächlich liegt, und erklärt, warum die viel zitierte Garantieklausel von Bosch etwas anderes sagt, als in den meisten Ratgebern steht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bosch und Siemens gehören zum selben Konzern (BSH) und führen denselben Beutel unter zwei Namen: Bosch BBZ41FGALL und Siemens VZ41FGALL – beide „powerProtect Type G ALL“, beide 4 Stück.
    • Der Preisunterschied liegt in der Packungsgröße: 3,00 € je Beutel in der 4er-Packung gegen 1,87 € je Beutel im 16er-XXL-Pack. Das ist eine Ersparnis von rund 38 Prozent bei identischem Produkt.
    • Die Passung ist als Ausschlussliste formuliert: „Passend für alle aktuellen Baureihen (außer BSG8…, BGL10…, BGN1…, BSG1…, BSN…)“. Wer eine dieser fünf Kennungen am Gerät liest, braucht etwas anderes.
    • Die Bosch-Garantieklausel ist kausal formuliert – der Anspruch erlischt, wenn ein Fremdteil verbaut wird „und dadurch ein Defekt verursacht wird“. Der bloße Einbau eines Fremdbeutels steht dort nicht.
    • Kompatible Beutel gibt es ab 0,62 € je Stück (40er-Pack für 24,90 €) – der größte belegte Preisabstand in dieser Kategorie.

    Wer schon weiß, dass sein Gerät den Typ G ALL braucht, fährt mit dem großen Original-Pack am günstigsten – es ist derselbe Beutel wie in der 4er-Packung, nur zu deutlich besserem Stückpreis.

    30 Staubsaugerbeutel geeignet für Siemens VZ16GALL PowerProtect/Bosch BBZ16GALL | Typ
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    Bestellnummer 17002095. Für alle, die beim Original bleiben wollen: 1,87 € je Beutel statt 3,00 € in der 4er-Packung – bei ansonsten identischem Produkt.

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    Worum es geht: Der Beutel ist bei Bosch und Siemens Pflichtbauteil

    In einem Bodenstaubsauger sitzt der Beutel als erste Filterstufe im Luftweg: Düse, Rohr und Schlauch führen zu ihm, dahinter folgen Motorschutzfilter, Motor und Ausblasfilter. Bosch und Siemens sind an diesem Punkt ungewöhnlich deutlich. Bosch schreibt: „Nie das Gerät ohne Staubbeutel betreiben. Nie das Gerät ohne Motorschutzfilter betrieben“ und an anderer Stelle: „Staubsauger darf nicht ohne Motorschutzfilter betrieben werden.“ Siemens formuliert es noch knapper: „Niemals ohne Filterbeutel saugen. => Gerät kann beschädigt werden!“

    Das ist kein Verkaufsargument, sondern eine Konstruktionsbedingung. Ohne Beutel gelangt grober Schmutz direkt an den Motorschutzfilter und von dort in Bereiche, die dafür nicht ausgelegt sind. Bemerkenswert ist, wie eng der Zusammenhang zwischen Beutel und Saugleistung in Boschs eigener Störungstabelle gezogen wird. Für das Modell BGL6XSIL3 nennt Bosch beim Fehlerbild „Saugkraft lässt nach“ genau vier Ursachen: Staubbeutel voll, Verstopfung in Düse, Rohr oder Schlauch, verschmutzter HEPA-Ausblasfilter und verschmutzter Motorschutzfilter. Zwei von vier sind Filter, eine ist der Beutel. In drei von vier Fällen ist also Verbrauchsmaterial die Ursache und nicht das Gerät.

    Ein weit verbreiteter Ratgeberfehler gehört an dieser Stelle korrigiert: Die Überhitzungswarnungen in den Bosch- und Siemens-Anleitungen beziehen sich nicht auf den Filter, sondern auf das Netzkabel – „Bei einer Betriebsdauer über 30 Minuten kann die aufgewickelte Netzanschlussleitung überhitzen“. Einen automatischen Thermoschutz, der bei verstopftem Filter abschaltet, dokumentiert keine der ausgewerteten Anleitungen. Wer damit argumentiert, erfindet eine Herstellerangabe.

    Kompatibilität: Typ G ALL und die Ausschlussliste

    Bosch und Siemens identifizieren ihre Geräte über die E-Nr. und die FD-Nummer. Das sind die beiden Angaben, mit denen Sie in jedem Ersatzteil-Finder weiterkommen und die Sie beim Kundendienst nennen müssen.

    Die entscheidende Herstellerangabe zur Passform steht auf der Produktseite des XXL-Packs BBZ16GALL und lautet wörtlich:

    „Passend für alle aktuellen Baureihen (außer BSG8…, BGL10…, BGN1…, BSG1…, BSN…)“

    Diese Formulierung ist präziser, als sie auf den ersten Blick wirkt. Sie sagt nicht „passt für alle Bosch-Sauger“, sondern zieht eine Grenze bei fünf Baureihenkennungen. Wenn die Typenbezeichnung Ihres Geräts mit BSG8, BGL10, BGN1, BSG1 oder BSN beginnt, ist Typ G ALL laut Hersteller nicht die richtige Wahl. Und sie enthält ein zweites Einschränkungswort: „aktuellen“. Für ein zehn Jahre altes Gerät gilt die Zusage nicht automatisch.

    Die belegten Original-Bestellnummern und Preise

    Produkt Bestellnummer Inhalt Preis
    Bosch BBZ41FGALL PowerProtect Type G ALL 17003048 4 11,99 € (3,00 €/St.)
    Bosch BBZ16GALL Type G ALL XXL 17002095 16 29,99 € (1,87 €/St.)
    Bosch BBZAFGALL AirFresh G ALL 17002915 4 13,99 €
    Bosch BBZ51FGALL G ALL plus 00577549 5 + 1 Mikrofilter 14,45 €
    Siemens VZ41FGALL powerProtect G ALL 17003049 4 10,99 €

    An dieser Tabelle lassen sich zwei Dinge ablesen. Erstens der Konzernzusammenhang: Die Bosch-Bestellnummer 17003048 und die Siemens-Nummer 17003049 unterscheiden sich um genau eine Ziffer – dieselbe Systematik, zwei Markennamen. Der Siemens-Beutel ist in dieser Abfrage mit 10,99 € sogar einen Euro günstiger als der baugleich benannte Bosch-Beutel.

    Zweitens der Packungseffekt. Die 4er-Packung kostet 3,00 € je Beutel, das 16er-XXL-Pack 1,87 €. Wer ohnehin beim Original bleibt, zahlt in der kleinen Packung für dasselbe Produkt rund 60 Prozent mehr pro Stück. Das ist die einfachste Ersparnis in diesem ganzen Themenfeld – sie kostet keinerlei Kompromiss.

    Und wenn im Regal „S 67″ steht?

    Dann haben Sie einen Swirl-Code vor sich, nicht einen Bosch-Typ. Bei Swirl ist die Reihe S für Bosch- und Siemens-Geräte reserviert. Belegte Entsprechungen sind S 67 = Typ G, G Plus und GXL, S 62 und S 73 = Typ D, E, F und GXXL, S 64 = Typ A, B und C sowie S 70 = Typ K und bigbag 3 l; daneben existiert S 71. Wie Sie sich vom Gerätemodell zum passenden Code durcharbeiten, beschreiben wir Schritt für Schritt in Den richtigen Staubsaugerbeutel finden.

    Was der Hersteller nicht sagt

    In fast jeder Produktbeschreibung im Handel steht, „Typ G ALL ersetzt die Typen G, GXL und GXXL“. Diese Aussage steht auf keiner BSH-Seite. Sie ist ein Handelsbeleg, keine Herstellerangabe – und sie widerspricht der offiziellen Formulierung sogar teilweise, denn Swirl ordnet GXXL den Codes S 62 und S 73 zu, den Typ G dagegen S 67. Was BSH selbst schreibt, ist ausschließlich die Ausschlussliste („außer BSG8…, BGL10…, BGN1…, BSG1…, BSN…“). Zweite Lücke: Wo bei Bosch- und Siemens-Saugern das Typenschild sitzt, ist von keinem der beiden Hersteller dokumentiert. Miele nennt für seine Geräte immerhin die Ober- oder Vorderseite, Electrolux die Unterseite – für Bosch und Siemens gibt es keine vergleichbare Angabe. Bleibt der Weg über E-Nr. und FD-Nummer, die Sie in den Unterlagen oder über den Kundendienst nachschlagen können.

    Was Bosch und Siemens zum Wechsel sagen – und was nicht

    Die einzige Wechselvorgabe von Bosch ist ein Prüfverfahren, kein Termin:

    „Leuchtet bei vom Boden abgehobener Düse und höchster Leistungsstellung die Filterwechselanzeige dauerhaft, muss der Staubbeutel gewechselt werden, auch wenn er noch nicht voll sein sollte.“

    Drei Bedingungen stecken darin, die in der Praxis regelmäßig übersehen werden: Die Düse muss abgehoben sein, die Leistung auf höchster Stufe, und die Anzeige muss dauerhaft leuchten. Ein kurzes Aufflackern beim Saugen über einen Teppich ist kein Wechselsignal. Und der Nachsatz ist der eigentliche Kern: „auch wenn er noch nicht voll sein sollte“ – der Luftwiderstand entscheidet, nicht das Volumen.

    Bei den Filtern werden Bosch und Siemens dann unterschiedlich konkret. Bosch schreibt für den BGL6XSIL3: „Der Motorschutzfilter muss jährlich ausgewechselt werden!“ (Bestellnummer 00577117), und für den HEPA-Filter „jährlich zu wechseln“ (Nr. 17004779). Siemens gibt für den Motorschutzfilter des VSZ41466 dagegen nur „in regelmäßigen Abständen“ an – ohne Zahl, im selben Konzern, für ein vergleichbares Bauteil.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Für den Beutel nennt weder Bosch noch Siemens ein Zeit- oder Gewichtsintervall. Es gibt kein „alle drei Monate“ und kein „nach 500 Gramm“, sondern ausschließlich den Verweis auf die Filterwechselanzeige. Der einzige belegte Zahlenwert zum Verbrauch stammt vom Umweltbundesamt (TEXTE 13/2020): rund 140 Millionen Beutel pro Jahr bei etwa 40 Millionen Haushalten, rechnerisch also fünf Beutel pro Haushalt und Jahr. Das ist eine Marktschätzung, ausdrücklich keine Herstellerempfehlung.

    Wer den Preisabstand zum Nachbau ausschöpfen will, findet die größte belegte Differenz dieser gesamten Kategorie beim Typ G – vorausgesetzt, die Ausschlussliste betrifft das eigene Gerät nicht.

    VANJOOL® Staubsaugerbeutel für Bosch & Siemens Typ D/E/F/G/H – Passend für BBZ41FGALL
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    13,99 €

    Für alle, denen der Stückpreis wichtiger ist als das Markenlogo – belegte Marktpreise für kompatible Typ-G-Beutel reichen von 1,98 € bis hinunter zu 0,62 € je Stück im Großgebinde.

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    Original oder Nachbau – und was die Garantieklausel wirklich sagt

    Kriterium Original (BSH) Kompatibel
    Preis je Beutel 3,00 € (4er) bzw. 1,87 € (16er XXL) 1,98 € (Variant SI08) · 1,30 € (10er) · 0,62 € (SP6, 40er für 24,90 €)
    Passform-Zusage Herstellerangabe mit ausdrücklicher Ausschlussliste Angabe des Anbieters, keine BSH-Zusage
    Testlage Stiftung Warentest 7/2016, Einkauf Dezember 2015: 3 Originalbeutel im Vergleich derselbe Test, 19 Fremdbeutel – ein neuerer Test existiert nicht
    Garantie unstrittig Klausel greift laut Wortlaut erst, wenn ein Defekt verursacht wird

    Der Preisabstand ist bei Bosch und Siemens der größte, den die Recherche für irgendein Beutelsystem ergeben hat: 3,00 € gegen 0,62 € je Stück im Extremfall. Gleichzeitig ist die Faktenlage zur Qualität dünn und alt. Der maßgebliche Beuteltest der Stiftung Warentest (test 7/2016) beruht auf 22 Beuteln, die im Dezember 2015 eingekauft wurden; einen neueren gibt es nach dieser Recherche nicht. test.de fasst zusammen: „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers“ – nennt aber auch: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Die Zeitschrift Konsument (8/2016) liest dieselbe Datenbasis anders: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“ Namentlich beanstandet wurde dort unter anderem ein Disba-Beutel, der im Bosch-Referenzgerät „mangelhaft abgedichtet“ war. Beide Lesarten gehören zusammen; die grundsätzliche Abwägung führen wir in Staubsaugerbeutel: Original oder Nachbau und – für Reinigungsroboter – in Original oder Nachbau beim Saugroboter.

    Die Garantieklausel im Wortlaut

    Bosch schreibt an zwei Stellen. Erstens allgemein: „Die Verwendung von nicht passgenauen oder qualitativ minderwertigen Ersatzteilen … kann zu Schäden an Ihrem Staubsauger führen, die nicht von unserer Garantie erfasst werden.“ Zweitens, und das ist die eigentlich relevante Formulierung:

    „Der Garantieanspruch erlischt, wenn … unsere Geräte mit Ersatzteilen … versehen werden, die keine Originalteile sind und dadurch ein Defekt verursacht wird.“

    Die Klausel ist kausal gebaut. Sie nennt zwei Bedingungen, die beide erfüllt sein müssen: Fremdteil und dadurch verursachter Defekt. Sie besagt nicht, dass das Einlegen eines Fremdbeutels für sich genommen die Garantie beendet. Wer pauschal schreibt „Fremdbeutel kosten die Garantie“, gibt den zitierten Satz falsch wieder. Wir formulieren daran anschließend ausdrücklich keine Handlungsempfehlung und keine Rechtsberatung – wohl aber den Hinweis, dass Garantie und Gewährleistung zwei verschiedene Dinge sind. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen (Stand 24.11.2025): „Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und gilt gegenüber dem Verkäufer. … Die Garantie hingegen ist eine freiwillige Leistung – meist des Herstellers.“

    In der Praxis: Vier Punkte, die den Unterschied machen

    Die Anzeige richtig ablesen. Düse vom Boden abheben, höchste Leistungsstufe, und erst ein dauerhaftes Leuchten zählt. So steht es in der Anleitung, und so ist die Anzeige konstruiert.

    Baureihe gegen die Ausschlussliste prüfen. BSG8, BGL10, BGN1, BSG1, BSN – wenn die Typenbezeichnung Ihres Geräts so beginnt, hilft Typ G ALL nicht weiter, egal was auf der Packung steht.

    Den Motorschutzfilter nicht vergessen. Bosch nennt für den BGL6XSIL3 ein Jahr und die Bestellnummer 00577117. Bei Siemens fehlt für das Pendant eine Zahl – hier bleibt nur die Sichtprüfung beim Beutelwechsel.

    Niemals ohne Beutel oder ohne Motorschutzfilter saugen. Beide Hersteller verbieten das ausdrücklich, Siemens mit dem Zusatz „Gerät kann beschädigt werden!“. Das gilt auch für den kurzen Notfall zwischen zwei Packungen.

    Häufige Fragen

    Ist der Siemens-Beutel derselbe wie der von Bosch?

    Bosch und Siemens gehören zur BSH. Die Bestellnummern der 4er-Packungen lauten 17003048 (Bosch BBZ41FGALL) und 17003049 (Siemens VZ41FGALL), beide unter der Bezeichnung „powerProtect Type G ALL“. Näher an einer Bestätigung durch den Hersteller kommt man ohne offizielle Äquivalenzliste nicht – und eine solche Liste veröffentlicht BSH nicht.

    Ersetzt Typ G ALL die alten Typen G, GXL und GXXL?

    Das behauptet der Handel, nicht BSH. Auf keiner Herstellerseite steht dieser Satz. Belegt ist nur die Ausschlussliste der aktuellen Baureihen. Wer ein älteres Gerät hat, sollte die Passung über E-Nr. und FD-Nummer prüfen, statt sich auf eine Shop-Formulierung zu verlassen.

    Lohnt sich das XXL-Pack?

    Rechnerisch ja, und ohne jeden Kompromiss: 1,87 € gegen 3,00 € je Beutel für dasselbe Produkt. Der einzige Einwand ist Lagerdauer – bei einem Verbrauch in der Größenordnung der UBA-Marktschätzung von fünf Beuteln pro Haushalt und Jahr reicht ein 16er-Pack rechnerisch mehrere Jahre.

    Warum lässt die Saugkraft nach, obwohl der Beutel neu ist?

    Boschs eigene Störungstabelle für den BGL6XSIL3 nennt vier Ursachen, und drei davon sind nicht der Beutel: Verstopfung in Düse, Rohr oder Schlauch, verschmutzter HEPA-Ausblasfilter, verschmutzter Motorschutzfilter. Ein neuer Beutel ohne Filterwechsel löst das Problem nur zur Hälfte.

    Fazit

    Bei Bosch und Siemens ist die Beutelfrage im Kern eine Frage der Baureihe, nicht der Marke. Typ G ALL deckt laut Hersteller „alle aktuellen Baureihen“ ab – mit der ausdrücklichen Ausnahme von BSG8, BGL10, BGN1, BSG1 und BSN. Diese fünf Kennungen sind die einzige belastbare Grenze, die BSH selbst zieht; der oft zitierte Satz, G ALL ersetze G, GXL und GXXL, stammt aus dem Handel.

    Wer beim Original bleiben will, sollte zum XXL-Pack greifen: 1,87 € statt 3,00 € je Beutel, identisches Produkt. Wer den Preis weiter drücken will, findet kompatible Ware ab 0,62 € je Stück – mit dem Vorbehalt, dass die letzten unabhängigen Messdaten aus dem Dezember 2015 stammen und je nach Auswertung unterschiedlich gelesen werden. Und die Garantieklausel, die dabei so oft als Argument dient, sagt bei genauer Lektüre etwas Engeres, als ihr gemeinhin zugeschrieben wird: Sie greift erst, wenn durch das Fremdteil ein Defekt verursacht wird.

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  • Miele Staubsaugerbeutel: FJM, GN, KK und U im Überblick

    Ein Miele-Bodenstaubsauger ist auf ein langes Leben ausgelegt – und genau deshalb summiert sich das Verbrauchsmaterial. Wer im Laden vor dem Regal steht, sucht dort allerdings keinen Sauger, sondern drei bis vier Buchstaben: FJM, GN, KK oder U. Wer die verwechselt, hat einen Beutel gekauft, der nicht in die Halterung geht. Dieser Artikel ordnet die Miele-Typen ihren Baureihen zu, nennt die belegten Preise für Original und Nachbau und sagt dazu, an welchen Stellen Miele selbst nichts preisgibt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die aktuelle Miele-Linie HyClean Pure führt die Typen FJM, GN, TU und CO. Die ältere Linie HyClean 3D Efficiency umfasst zusätzlich KK und U. Jeder dieser Codes ist ein Typ – „FJM“ sind nicht drei Beutel, sondern einer.
    • FJM und GN kosten bei Miele 15,95 € für vier Beutel plus zwei Filter, also 3,99 € je Beutel. Kompatible Ware desselben Formats liegt bei 0,99 € je Beutel (20er-Pack 19,78 €, staubbeutel24.com, Stand 22.08.2026).
    • Miele nennt kein Zeitintervall für den Beutelwechsel – ausschließlich die Wechselanzeige. Und Miele beschreibt selbst, wo diese Anzeige an ihre Grenze kommt.
    • Der einzige belegte technische Einwand gegen Fremdbeutel ist mechanisch: Miele warnt namentlich vor Beuteln mit einer „Halteplatte aus Pappe“. Eine elektronische oder chipbasierte Beutelerkennung ist bei Miele nirgends belegt.
    • Zu den Typen TU und CO nennt Miele auf der abgerufenen Produktseite weder Packungsinhalt noch Preis.

    Für die beiden meistverkauften Formate FJM und GN ist die Originalpackung der einfachste Weg, weil zwei Filter bereits enthalten sind – Miele koppelt den Filterwechsel ausdrücklich an das Anbrechen einer neuen Beutelpackung.

    10 Stück FJM 3D Staubsaugerbeutel für Miele Hyclean Pure FJM Staubsauger
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    16,99 €

    Für Complete C1, Compact C1, Compact C2, S6 und S4 – die Packung enthält laut Miele vier Beutel und zwei Filter, was den vom Hersteller vorgesehenen Filterwechsel gleich mit abdeckt.

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    Worum es geht: Der Beutel ist die erste Filterstufe, nicht nur ein Sack

    Der Luftweg in einem klassischen Bodenstaubsauger ist immer derselbe: Düse, Rohr und Schlauch führen zum Staubbeutel, dahinter sitzt der Motorschutzfilter, dann der Motor, dann der Abluftfilter – bei Miele heißt dieses letzte Bauteil „Abluftfilter“, bei Bosch und Siemens „Ausblasfilter“, gemeint ist dasselbe Teil. Der Beutel ist damit die Stufe, die den größten Teil der Arbeit leistet. Alles, was er durchlässt, landet im Motorschutzfilter und im Abluftfilter.

    Das erklärt, warum ein Beutel funktional erschöpft sein kann, lange bevor er voll aussieht. Miele beschreibt den Mechanismus in der eigenen Dokumentation ungewöhnlich offen: „Wenn Sie jedoch viel Feinstaub, wie z. B. Bohrstaub, Sand, eventuell auch Gips oder Mehl saugen, verstopfen die Poren des Staubbeutels sehr schnell.“ Nicht die Füllmenge entscheidet also, sondern die Art des Staubs. Ein Beutel, der nach einer Renovierung zu einem Drittel gefüllt ist, kann dichter sein als einer, der nach drei Monaten Wohnzimmer prall wirkt.

    Der zweite Punkt betrifft die nachgelagerten Filter. Die österreichische Zeitschrift Konsument hat in ihrer Auswertung des Beuteltests von 2016 auf einen Zusammenhang hingewiesen, der oft untergeht: Beutel, die schlechter filtern, führen zu schnellerem Verschleiß von Motor- und Abluftfiltern. Der Beutel ist also nicht nur ein Kostenposten für sich, er beeinflusst die Kosten der übrigen Verschleißteile mit. Wie sich solche Folgekosten über die Nutzungsdauer aufsummieren, haben wir am Beispiel der Reinigungsroboter in unserem Beitrag zu den Folgekosten von Saugrobotern durchgerechnet – die Systematik ist bei Bodenstaubsaugern dieselbe.

    Und ein dritter Satz aus der Miele-Dokumentation, der klarer ist als jede Empfehlung: „Verwenden Sie Staubsaugerbeutel nicht mehrfach.“ Das zielt auf den verbreiteten Versuch, einen Beutel aufzuschneiden, auszuleeren und wieder einzusetzen.

    Kompatibilität: Welcher Miele-Typ zu welcher Baureihe gehört

    Der Weg zum richtigen Typ führt über das Gerätemodell, nicht über den alten Beutel. Miele schreibt dazu: „Das Modell Ihres Staubsaugers ist deutlich auf dem Gerät selbst gekennzeichnet“ und ergänzt: „Die Modellnummer finden Sie in der Regel auf der Ober-/Vorderseite Ihres Staubsaugers.“ Das ist eine der wenigen konkreten Ortsangaben, die ein Hersteller in dieser Kategorie überhaupt macht.

    Typ Baureihen Packung Preis (miele.de)
    GN Complete C2, Complete C3, Classic C1, S8, S5, S2 4 Beutel + 2 Filter 15,95 € (3,99 €/St.)
    FJM Complete C1, Compact C1, Compact C2, S6, S4 4 Beutel + 2 Filter 15,95 € (3,99 €/St.)
    TU Guard L1, Guard S1 keine belegte Angabe keine belegte Angabe
    CO Guard M1 keine belegte Angabe keine belegte Angabe
    KK ältere Linie HyClean 3D Efficiency, Materialnummer 10123260 – –
    U u. a. Dynamic U1, S7 – Materialnummer 10123250 – 15,95 €

    Zwei Dinge sind an dieser Tabelle wichtig. Erstens: FJM ist ein einziger Typ. Die drei Buchstaben stehen nicht für drei Varianten, die man mischen könnte, und dasselbe gilt für GN und KK. Zweitens: Einen Miele-Typ „M“ gibt es nicht. Wer im Regal auf „M 50″ oder „M 40″ stößt, hat einen Swirl-Code vor sich – die Buchstabenreihe M ist bei Swirl für Miele-Geräte reserviert. Belegte Entsprechungen sind M 50 = Miele FJM (4 l), M 40 = Miele G/H/N/U und M 52 = Miele Typ K sowie S 140–169 und S 190–198. Wer im Regal steht, sollte deshalb immer prüfen, ob die Packung einen Miele-Typ oder einen Swirl-Code als Hauptbezeichnung führt.

    Zwei Materiallinien, ein Format

    Miele führt die Beutel in zwei Generationen. HyClean Pure ist die aktuelle Linie; Miele nennt dafür einen Materialanteil von „80 % Rezyklat“ und als Merkmal einen „automatischen Beutelverschluss“. HyClean 3D Efficiency ist die ältere Linie, für die Miele Materialnummern führt: FJM 09917710, GN 09917730, KK 10123260 und U 10123250. Beide Linien bedienen dieselben Halterungen – die Typenbezeichnung entscheidet über die Passform, nicht der Linienname.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Für die beiden neueren Typen TU (Guard L1, Guard S1) und CO (Guard M1) war auf der abgerufenen Miele-Seite weder ein Packungsinhalt noch ein Preis zu finden. Das heißt nicht, dass es keinen gibt – es heißt, dass sich der Stückpreis dieser beiden Typen aus Herstellerangaben derzeit nicht ausrechnen lässt. Ebenso existieren XL-Packs mit den Materialnummern 10455090 (FJM XL) und 10632910 (FJM Allergy XL), aber weder Stückzahl noch Preis sind belegt. Wer ein XL-Pack kauft, sollte den Inhalt am Angebot prüfen und nicht annehmen, dass „XL“ eine feste Menge bedeutet.

    Was Miele sagt – und wo Miele schweigt

    Miele formuliert in den Gebrauchsanweisungen eine klare Präferenz: „Verwenden Sie nur Staubbeutel, Filter und Zubehör mit dem ‚Original Miele‘-Logo.“ Interessanter als diese Aufforderung ist die Begründung, die Miele nachschiebt – sie ist der einzige technisch konkrete Satz, den ein Hersteller in dieser Debatte liefert:

    „Die Verwendung von Staubbeuteln aus Papier oder papierähnlichen Materialien sowie von Staubbeuteln mit einer Halteplatte aus Pappe kann ebenso zu schwerwiegenden Schäden am Staubsauger führen und einen Verlust der Garantie nach sich ziehen wie der Einsatz von Staubbeuteln ohne ‚Original Miele‘-Logo.“

    Der Punkt, auf den es ankommt, ist die Halteplatte aus Pappe. Das ist kein Marketingargument, sondern ein Bauteil, das auch behördlich als kritisch gilt: Der Blaue Engel DE-UZ 211 prüft bei Staubsaugerbeuteln ausdrücklich die Halteplatten-Abzugskraft und die Schweißnahtfestigkeit. Wer einen Fremdbeutel kauft, hat damit ein prüfbares Kriterium in der Hand, das nichts mit einem Logo zu tun hat: Ist die Halteplatte aus Kunststoff, oder ist sie aus Pappe?

    Zum Wechselzeitpunkt sagt Miele: „Tauschen Sie den Staubsaugerbeutel aus, wenn die Farbskala das Sichtfenster der Staubsaugerbeutel-Wechselanzeige rot ausfüllt.“ Und Miele benennt die Grenze dieser Anzeige gleich selbst: „Die Funktion der Anzeige ist auf Mischstaub ausgelegt …“ – gefolgt von dem oben zitierten Satz über Bohrstaub, Sand, Gips und Mehl. Übersetzt heißt das: Die Anzeige misst nicht den Füllstand, sie reagiert auf den Luftwiderstand bei einem angenommenen Staubgemisch. Bei sehr feinem Staub kann sie zu früh auslösen, bei sehr grobem, luftdurchlässigem Material zu spät.

    Was der Hersteller nicht sagt

    Miele nennt kein Zeit- und kein Gewichtsintervall für den Beutelwechsel – kein „alle drei Monate“, kein „nach 500 Gramm“. Der Verweis geht ausschließlich auf die Wechselanzeige. Damit steht Miele nicht allein: Auch Bosch, AEG und Vorwerk nennen ausschließlich ihre jeweilige Anzeige. Der einzige belegte Durchschnittswert stammt gar nicht von einem Hersteller, sondern vom Umweltbundesamt: Aus rund 140 Millionen Beuteln pro Jahr bei etwa 40 Millionen Haushalten leitet der Hintergrundbericht TEXTE 13/2020 rechnerisch fünf Beutel pro Haushalt und Jahr ab. Das ist eine Marktschätzung, keine Empfehlung – und sie sagt nichts darüber, wann Ihr Beutel voll ist. Mehr dazu in unserem Beitrag Staubsaugerbeutel wechseln – wann wirklich?

    Der Vollständigkeit halber: Auch beim Auffinden des Typenschilds bleibt eine Lücke. Miele erklärt im eigenen Typenschild-Finder die Bestandteile des Schilds, nicht dessen Anbringungsort. Die brauchbare Angabe ist deshalb die zur Modellnummer auf der Ober- oder Vorderseite.

    Für Besitzer eines älteren Geräts oder eines Miele mit größerem Beutelvolumen ist der Griff zum kompatiblen Vorteilspack die naheliegende Alternative – vorausgesetzt, die Halteplatte stimmt.

    McFilter 16 Staubsaugerbeutel kompatibel für Miele GN S2 S4 S5 S6 S8 Serie
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    Für Complete C2/C3, Classic C1, S8, S5 und S2 – bei einem Marktpreis um 0,99 € je Beutel die günstigste belegte Variante; achten Sie in der Produktbeschreibung auf eine Halteplatte aus Kunststoff statt aus Pappe.

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    Original oder Nachbau: Was die belegten Zahlen hergeben

    Kriterium Original Miele Kompatibel
    Preis FJM / GN 3,99 € je Beutel (15,95 € für 4 + 2 Filter, miele.de) 0,99 € je Beutel (20er 19,78 €, staubbeutel24.com)
    Preis KK keine belegte Einzelangabe 1,48 € je Beutel (10er 14,83 €)
    Filter in der Packung 2 Filter bei FJM und GN enthalten je nach Anbieter, nicht garantiert
    Halteplatte Kunststoff unterschiedlich – Miele warnt vor Pappe
    Garantie unstrittig Miele koppelt den Garantieverlust im Zitat an Schäden durch Papierbeutel und Pappe-Halteplatten

    Der Preisabstand ist der größte in dieser gesamten Produktkategorie: rund 3,99 € gegen rund 0,99 € je Beutel, also etwa das Vierfache. Genau hier liegt aber auch ein dokumentierter Widerspruch, den man kennen sollte. Im Beuteltest der Stiftung Warentest, test 7/2016, wurde die Ersparnis bei Miele-kompatiblen Beuteln mit „maximal 9 Prozent“ beziffert. Der Preisabruf vom 22.08.2026 ergibt dagegen rund 75 Prozent. Beides kann stimmen – der Markt hat sich in zehn Jahren verschoben. Es zeigt vor allem, wie alt die verfügbare Testlage ist.

    Denn der maßgebliche Beuteltest ist genau das: alt. Die 22 geprüften Beutel – 3 Original- und 19 Fremdbeutel – wurden im Dezember 2015 eingekauft, geprüft wurde in Anlehnung an EN 60312-1. Einen neueren Beuteltest gibt es nach unserer Recherche nicht. Und die beiden Auswertungen desselben Datensatzes fallen unterschiedlich aus: test.de fasst zusammen, „Fremdbeutel von Swirl und Co. sind oft genauso gut wie die teuren Originalbeutel des Staubsaugerherstellers“, nennt aber im selben Atemzug: „Einige der geprüften Filtertüten waren undicht, eine platzte sogar auf.“ Die Zeitschrift Konsument (Ausgabe 8/2016) betont am selben Material die andere Seite: „Mehr als jeder dritte Nachbau hält nicht so viel Staub zurück wie der Originalbeutel.“ Wer nur eine der beiden Zusammenfassungen liest, bekommt ein schiefes Bild. Die Grundsatzfrage haben wir ausführlicher in Staubsaugerbeutel: Original oder Nachbau aufgearbeitet.

    In der Praxis: Der Wechsel und die vier häufigen Fehler

    1. Den Filterwechsel überspringen. Miele koppelt den Motorschutzfilter an die Beutelpackung: gewechselt wird „Immer dann, wenn Sie eine neue Packung Staubbeutel anbrechen.“ Deshalb liegen den FJM- und GN-Packungen zwei Filter bei. Wer kompatible Beutel ohne Filter kauft, muss diesen Termin selbst im Kopf behalten.

    2. Auf den Kalender statt auf den Staub schauen. Nach einer Bohraktion oder nach dem Saugen von Sand ist der Beutel unter Umständen sofort erschöpft, auch wenn er drei Tage alt ist. Das ist keine Faustregel, das ist Mieles eigene Beschreibung des Porenverhaltens.

    3. Den Beutel ausleeren und wiederverwenden. Miele schreibt dazu unmissverständlich: „Verwenden Sie Staubsaugerbeutel nicht mehrfach.“

    4. Nach dem alten Beutel statt nach dem Gerätemodell kaufen. Der alte Beutel im Sauger kann selbst schon der falsche gewesen sein. Kein Hersteller empfiehlt, den alten Beutel als Muster mitzunehmen – der belegte Weg führt über die Modellnummer auf der Ober- oder Vorderseite des Geräts.

    Häufige Fragen

    Erkennt mein Miele, ob ein Fremdbeutel eingelegt ist?

    Eine elektronische oder chipbasierte Beutelerkennung ist bei Miele nicht belegt – ebenso wenig bei Bosch, AEG oder Vorwerk. Belegt ist ausschließlich ein mechanischer Punkt: Die Halteplatte muss maßhaltig sein und sicher sitzen. Miele warnt namentlich vor Halteplatten aus Pappe.

    Was ist der Unterschied zwischen HyClean Pure und HyClean 3D Efficiency?

    Es sind zwei Materiallinien für dieselben Formate. Für HyClean Pure nennt Miele „80 % Rezyklat“ und einen „automatischen Beutelverschluss“. HyClean 3D Efficiency ist die ältere Linie, zu der Miele Materialnummern führt (FJM 09917710, GN 09917730, KK 10123260, U 10123250). Für die Passform ist allein der Typencode maßgeblich.

    Verliere ich meine Garantie, wenn ich Fremdbeutel benutze?

    Das lässt sich pauschal nicht beantworten, und wir geben hier keine Rechtsberatung. Miele nennt in der zitierten Klausel als Ursachen für Schäden und Garantieverlust ausdrücklich Papierbeutel, papierähnliche Materialien und Halteplatten aus Pappe – neben dem fehlenden Original-Logo. Wichtig ist die Unterscheidung: Die Garantie ist eine freiwillige Herstellerleistung, die gesetzliche Gewährleistung ist etwas anderes und richtet sich gegen den Verkäufer. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen formuliert es (Stand 24.11.2025) so: „Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und gilt gegenüber dem Verkäufer. … Die Garantie hingegen ist eine freiwillige Leistung – meist des Herstellers.“

    Wie viele Beutel brauche ich im Jahr?

    Miele nennt dazu keine Zahl. Die einzige belegte Größenordnung ist die Marktschätzung des Umweltbundesamts von fünf Beuteln pro Haushalt und Jahr – abgeleitet aus rund 140 Millionen verkauften Beuteln bei etwa 40 Millionen Haushalten, nicht aus einer Herstellerempfehlung. Bei einem Originalpreis von 3,99 € je Beutel wären das rechnerisch rund 20 € im Jahr, bei 0,99 € rund 5 €.

    Fazit

    Bei Miele ist die Typenfrage in einer Minute geklärt, wenn man am Gerät die Modellnummer abliest: Complete C2/C3, Classic C1, S8, S5 und S2 nehmen GN, Complete C1, Compact C1/C2, S6 und S4 nehmen FJM, die Guard-Reihe nimmt TU oder CO, ältere Geräte KK oder U. Der Preisabstand zwischen Original und kompatibler Ware ist mit rund 3,99 € gegen rund 0,99 € je Beutel erheblich – und die zehn Jahre alte Testlage erlaubt kein pauschales Urteil in die eine oder andere Richtung, weil dieselben Messdaten von test.de und Konsument unterschiedlich zusammengefasst werden.

    Was bleibt, ist ein einziges belegtes, prüfbares Kriterium: die Halteplatte. Miele warnt vor Pappe, der Blaue Engel prüft Abzugskraft und Schweißnahtfestigkeit. Und was ebenfalls bleibt, ist eine Lücke, die man nicht mit einer Faustregel füllen sollte: Miele nennt kein Wechselintervall. Die Wechselanzeige ist die einzige Vorgabe des Herstellers – mit dem von Miele selbst genannten Vorbehalt, dass sie auf Mischstaub ausgelegt ist.

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  • Saugroboter-Marken 2026: Alle Hersteller im Überblick

    Vor zehn Jahren war die Frage nach dem richtigen Saugroboter im Wesentlichen die Frage „Roomba oder nicht“. 2026 stehen mindestens fünfzehn Marken im Regal, drei davon gehören zum selben Konzern, eine ist gerade insolvent geworden und eine andere hat ihren Kunden die Cloud abgeschaltet. Diese Übersicht sortiert den Markt: wer hinter welcher Marke steckt, wofür jede steht, welche Sie bedenkenlos kaufen können, bei welchen Sie genau hinschauen sollten – und von welchen Sie 2026 die Finger lassen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Spitzengruppe 2026 besteht aus Roborock, Dreame (samt Schwestermarke MOVA) und Ecovacs. Diese drei liefern die Technik, an der sich alle anderen messen. Laut IDC führt die Dreame-Gruppe im ersten Halbjahr 2026 bei Absatz und Umsatz.
    • iRobot/Roomba hat am 15. Dezember 2025 Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt und wurde vom bisherigen Auftragsfertiger Picea Robotics übernommen. Betrieb, Cloud, App und Ersatzteilversorgung laufen nach Angaben beider Seiten weiter – wer heute kauft, sollte die Lage aber kennen.
    • Neato ist Geschichte. Die Marke wurde eingestellt, die Cloud-Dienste sind abgekündigt. Ohne Cloud bleibt vom Roboter nur ein Startknopf am Gerät. Keine Kaufempfehlung, auch nicht gebraucht.
    • Vorwerk läuft ausschließlich über Direktvertrieb – kein Handel, kein Preisvergleich, keine Affiliate-Links. Medion ist die deutsche Aldi-Marke mit Lenovo im Rücken und solidem Support.
    • Die zweite Reihe – eufy, Xiaomi, Narwal, Shark, Proscenic, Ultenic, Lefant, Tesvor – lohnt sich vor allem preislich. Prüfen Sie hier besonders sorgfältig, wie lange es Ersatzteile geben wird.

    Unsere markenübergreifende Empfehlung für die meisten Haushalte, wenn Zuverlässigkeit im Vordergrund steht:

    roborock Saros 10R Saugroboter mit Wischfunktion und anhebbarem Wischmopp
    roborock Saros 10R Saugroboter mit Wischfunktion und anhebbarem Wischmopp

    799,00 €

    Warum ausgerechnet Roborock als Marken-Empfehlung: Kein anderer Hersteller kombiniert so verlässlich gute Navigation, eine aufgeräumte App und eine breite, dauerhafte Ersatzteilversorgung. Der Saros 10R fährt ohne Laserturm und damit flach genug für die meisten Möbel. In deutschen Vergleichstests 2026 eines der bestbewerteten Geräte seiner Klasse.

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    Für wen sich eine Markenübersicht lohnt

    Die Marke ist beim Saugroboter wichtiger als bei fast jedem anderen Haushaltsgerät – aus einem Grund, den Prospekte nie erwähnen: Ein Saugroboter ist ein Verschleißgerät mit Cloud-Anbindung. Sie brauchen über fünf Jahre Bürsten, Filter, Pads und Beutel, und Sie brauchen einen Server, der die App bedient. Fällt eines von beidem weg, ist auch ein technisch hervorragendes Gerät wertlos. Genau das ist Neato-Besitzern passiert.

    Deshalb sind bei der Markenwahl drei Fragen wichtiger als jede Pa-Zahl: Wie lange gibt es Ersatzteile? Wie stabil ist der Hersteller? Und wie abhängig ist das Gerät von einem Cloud-Dienst, den der Hersteller jederzeit abschalten kann?

    Worauf du bei der Markenwahl achten solltest

    Ersatzteilversorgung

    Die verlässlichsten Marken sind die mit langen Modellzyklen und großem Drittanbietermarkt: Roborock, Dreame, Ecovacs, Xiaomi und – überraschend – iRobot, für dessen Roomba-Serien es seit Jahren einen riesigen Zubehörmarkt gibt. Bei kleineren Marken kann es schon nach zwei Jahren eng werden. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viele Anbieter Bürsten und Filter für Ihr Wunschmodell listen – das ist der beste Frühindikator.

    Cloud-Abhängigkeit

    Praktisch jeder moderne Saugroboter braucht für App-Steuerung, Karten und Zeitpläne einen Herstellerserver. Prüfen Sie, ob das Gerät ohne Cloud noch grundlegend funktioniert und ob der Hersteller eine lokale Steuerung oder Matter-Anbindung anbietet. Marken mit Matter-Unterstützung – etwa aktuelle Modelle von Dreame und Ecovacs – sind hier im Vorteil, weil grundlegende Steuerbefehle dann auch über ein fremdes Smart-Home-System laufen.

    Konzernstrukturen kennen

    Mehrere Marken teilen sich Technik. MOVA gehört zu Dreame und verkauft weitgehend baugleiche Geräte günstiger. Xiaomi lässt bei mehreren Partnern fertigen, darunter historisch auch Roborock und Dreame. eufy gehört zu Anker. Das ist kein Nachteil – aber es erklärt, warum sich viele Geräte auffallend ähneln, und es heißt: Vergleichen Sie nicht nur Marken, sondern konkrete Modelle.

    Die Marken im Überblick

    Marke Steht für Ersatzteillage Preisklasse
    Roborock Navigation, App, flache Bauformen sehr gut, großer Nachbaumarkt 250–1.400 €
    Dreame Saugkraft, Kantenreinigung, Preis-Leistung gut, bei neuen Modellen mit Verzögerung 250–1.400 €
    MOVA Dreame-Technik unter eigenem Namen, günstiger jung, noch dünner Markt 300–1.400 €
    Ecovacs Wischwalzen, beutellose Station, Erfahrung seit 1998 gut, Originalteile eher teuer 250–900 €
    iRobot / Roomba Pionier, robuste Mechanik – aber insolvent, neu unter Picea Robotics sehr gut (großer Altbestand), Zukunft offen 250–1.000 €
    eufy (Anker) solide Mittelklasse, guter Service gut 200–1.100 €
    Xiaomi Einstiegs- und Mittelklasse, sehr gute Preise gut, viele Nachbauten 150–600 €
    Narwal Wischspezialist, eigenwilliges Stationskonzept überwiegend Originalteile 400–1.200 €
    Vorwerk Direktvertrieb, deutscher Service, Datenschutz nur über Vorwerk ab rund 999 €
    Medion Aldi-Aktionsware, deutscher Support (Lenovo-Konzern) eigener Ersatzteilshop, wenig Nachbau 100–450 €
    Shark Bürstentechnik, US-Marke mit europäischem Vertrieb mittel 250–800 €
    Proscenic, Ultenic, Lefant, Tesvor Preiseinstieg, oft baugleiche Plattformen wechselhaft, Modelle verschwinden schnell 120–400 €
    Neato eingestellt, Cloud abgekündigt – nicht kaufen Restbestände –

    Die drei Sonderfälle, die Sie kennen sollten

    iRobot / Roomba. Am 15. Dezember 2025 hat iRobot nach 35 Jahren Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Der bisherige Auftragsfertiger Picea Robotics übernimmt das Unternehmen im Rahmen der Reorganisation vollständig – ausstehende Kredite und Fertigungsschulden werden gegen die Anteile verrechnet, die Aktie wird vom Handel genommen. Beide Seiten betonen, dass App-Funktionen, Cloud-Dienste, Firmware-Updates, Lieferketten und Handelspartnerschaften bestehen bleiben. Für Sie heißt das konkret: Ein Roomba ist kein Fehlkauf, aber es ist ein Kauf mit einer offenen Frage. Der riesige Zubehörmarkt für Roomba-Bürsten und -Filter ist unabhängig vom Hersteller und wird bleiben. Was sich mittelfristig ändern könnte, sind Cloud-Betrieb, Datenverarbeitung und die Frage, ob unter neuer Eigentümerschaft überhaupt noch neue Modelle für Europa kommen. Wenn Sie ein Gerät für die nächsten sieben Jahre suchen, würden wir 2026 eher zu einer anderen Marke greifen; wer ein günstiges Roomba-Angebot sieht und den Ersatzteilmarkt kennt, macht nichts falsch. Die konkreten Modelle haben wir in Roomba im Vergleich eingeordnet.

    Neato. Der einstige Herausforderer mit der markanten D-Form gehörte zuletzt zu Vorwerk und wurde eingestellt. Im Oktober 2025 kündigte der Support die Abschaltung der Cloud-Dienste an. Danach lassen sich die Roboter nur noch per Knopf am Gerät starten – keine Zeitpläne, keine Zonen, keine Raumbefehle, keine Karten. Eine Petition von Nutzern änderte daran nichts. Kaufen Sie kein Neato-Gerät mehr, auch nicht gebraucht und auch nicht billig. Es ist zugleich das lehrreichste Beispiel der Branche dafür, was Cloud-Abhängigkeit im Ernstfall bedeutet.

    Vorwerk. Die einzige Marke im deutschen Markt ohne Handelsvertrieb. Den Kobold VR7 bekommen Sie nur direkt bei Vorwerk – kein Amazon, kein Preisvergleich, keine Rabattschlacht. Wir verdienen an diesem Gerät nichts und sagen das offen; es ist trotzdem für bestimmte Haushalte die richtige Wahl. Die Details stehen in unserem Praxischeck zum Kobold VR7.

    Xiaomi X20 Max Saugroboter mit Wischfunktion, 8.000 Pa, Wischpad-Arm
    Xiaomi X20 Max Saugroboter mit Wischfunktion, 8.000 Pa, Wischpad-Arm

    395,68 €

    Der Preis-Tipp aus der zweiten Reihe: Xiaomi liefert für unter 400 Euro Lasernavigation, Wischfunktion und Absaugstation – in deutschen Vergleichstests 2026 mit guten Bewertungen. Kein Feature-Weltmeister, aber eine breite Ersatzteillage und eine Marke, die es in fünf Jahren sicher noch gibt.

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    Was die Markenwahl im Betrieb kostet

    Die Folgekosten unterscheiden sich zwischen den Marken deutlicher als die Kaufpreise – und sie entscheiden über fünf Jahre oft mehr als der Rabatt beim Kauf.

    • Marken mit großem Nachbaumarkt (Roborock, iRobot, Xiaomi, Ecovacs, Dreame): Bürsten ab 8 €, Filter ab 4 €, Beutel im Set ab 1,50 € pro Stück. Jahreskosten realistisch 60–100 €.
    • Marken mit fast nur Originalteilen (Vorwerk, Narwal, teils Medion): dieselben Teile kosten das Zwei- bis Dreifache. Jahreskosten eher 100–180 €.
    • Beutellose Stationen (Ecovacs OmniCyclone) sparen den größten Einzelposten komplett – über fünf Jahre grob 200 €.
    • Wischstationen mit Heißwasser verlangen zusätzlich Reinigungsmittel und Entkalker, je nach Marke 20–50 € pro Jahr.

    Die vollständige Rechnung über alle Verschleißteile, Intervalle und Preisklassen finden Sie in Saugroboter-Folgekosten. Wer die Kosten drücken will, reinigt Bürsten und Filter konsequent nach Plan – das verdoppelt bei beiden Teilen die Standzeit.

    Häufige Fragen

    Welche Marke ist 2026 die sicherste Wahl?

    Roborock, wenn Sie Wert auf lange Ersatzteilversorgung, stabile Software und ein Gerät legen, das einfach funktioniert. Dreame und Ecovacs sind technisch gleichauf oder voraus und oft günstiger – bei beiden sollten Sie nur die exakte Modellbezeichnung notieren, weil die Portfolios unübersichtlich sind.

    Kann ich noch einen Roomba kaufen?

    Ja, aber informiert. Die Insolvenz vom 15. Dezember 2025 und die Übernahme durch Picea Robotics haben den laufenden Betrieb nach Angaben beider Seiten nicht unterbrochen, und Ersatzteile für Roomba-Serien gibt es reichlich. Was niemand seriös vorhersagen kann, ist die Produktpolitik der nächsten Jahre. Bei einem guten Angebot auf ein bewährtes Modell spricht wenig dagegen; als Investition in ein Ökosystem würden wir derzeit anders entscheiden.

    Sind billige Marken wie Lefant oder Tesvor brauchbar?

    Für kleine Wohnungen und einfache Ansprüche ja – viele dieser Geräte nutzen dieselben Plattformen wie andere Einstiegsmodelle. Die Risiken liegen woanders: kurze Modelllebensdauer, App-Qualität, und die Frage, ob es in drei Jahren noch Filter und Bürsten gibt. Kaufen Sie hier nur, wenn Sie den Roboter als Verbrauchsgerät für drei bis vier Jahre betrachten.

    Woran erkenne ich, dass eine Marke Probleme bekommt?

    An drei Signalen: Das Ersatzteilangebot im offiziellen Shop dünnt aus, es kommen über ein Jahr keine neuen Modelle für Europa, und die App bekommt keine Updates mehr. Wenn zwei davon zutreffen, sollten Sie beim Neukauf vorsichtig sein – und sich als Bestandskunde rechtzeitig einen Vorrat an Verschleißteilen anlegen.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Für die große Mehrheit der Käufer läuft die Markenwahl 2026 auf drei Namen hinaus. Roborock, wenn Zuverlässigkeit, App-Qualität und Ersatzteilsicherheit an erster Stelle stehen. Dreame (oder die Schwestermarke MOVA), wenn Sie das beste Verhältnis aus Ausstattung und Preis wollen und mit einem unübersichtlichen Portfolio leben können. Ecovacs, wenn Sie viel wischen und die laufenden Kosten mit einer beutellosen Station niedrig halten möchten. Details zu den Modellen finden Sie in Roborock-Saugroboter.

    Darüber hinaus: Xiaomi und eufy sind verlässliche Alternativen im Einstiegs- und Mittelfeld. Vorwerk ist die richtige Wahl für alle, denen deutscher Service und Datenschutz mehr wert sind als das Datenblatt. Medion lohnt sich im Aktionspreis. Bei iRobot kaufen Sie mit offenem Ende, bei Neato gar nicht mehr.

    Und die wichtigste Regel unabhängig von der Marke: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob es Bürsten, Filter und Beutel für Ihr konkretes Modell breit und dauerhaft zu kaufen gibt. Ein Roboter, dessen Verschleißteile nach zwei Jahren nur noch schwer zu bekommen sind, ist teurer als jedes Gerät, das beim Kauf 150 Euro mehr gekostet hat.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

  • Saugroboter oder Akkusauger? Der ehrliche Vergleich 2026

    Ein Saugroboter für 500 Euro oder ein Akkusauger für 500 Euro – wer nur eines von beiden kaufen will, steht vor einer echten Entscheidung. Die beiden Gerätetypen lösen nämlich unterschiedliche Probleme: Der Roboter nimmt Ihnen die tägliche Routine ab, der Akkusauger die Gründlichkeit und die Flexibilität. Dieser Ratgeber vergleicht beide Kategorien mit echten Geräten und echten Zahlen, sagt ehrlich, welche Kombination in welchem Haushalt sinnvoll ist – und rechnet vor, was beide über fünf Jahre kosten.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Saugroboter gewinnt bei der Fläche, der Akkusauger bei der Tiefe. Ein Roboter fährt täglich 80 m² ab, ohne dass Sie etwas tun. Ein Akkusauger holt in fünf Minuten aus einem Teppich mehr heraus als der Roboter in drei Durchgängen.
    • Der Roboter kann drei Dinge grundsätzlich nicht: Treppen, Polstermöbel und Auto. Wer eine Maisonette oder ein Haus mit Etagen hat, braucht in jedem Fall ein Handgerät zusätzlich.
    • Der Akkusauger kann eines grundsätzlich nicht: von allein arbeiten. Bei Dyson-Spitzenmodellen wie dem V16 Piston Animal liegt die Laufzeit im stärksten Modus bei rund 16 Minuten – das ist eine Wohnung, kein Dauerbetrieb.
    • Preisrahmen 2026: Brauchbare Saugroboter mit Station starten bei etwa 300 €, gute Akkusauger bei 200 €. Spitzengeräte kosten in beiden Kategorien 600 bis 1.300 €.
    • Folgekosten: Ein Saugroboter mit Komplettstation kostet 60–140 € im Jahr, ein Akkusauger 15–40 € – bis der Akku fällig wird. Dann kommen einmalig 60–150 € dazu.

    Unsere Empfehlung, wenn nur ein Gerät ins Budget passt und Sie überwiegend Hartboden haben:

    Hinweis: Der zweite Kasten führt auf die Amazon-Suche statt auf ein festes Gerät – zum Dyson V16 Piston Animal finden wir dort aktuell nur Zubehör statt des Geräts selbst. Lieber ein ehrlicher Suchlink als eine Empfehlung, die auf einen Staubsaugerhalter zeigt.

    roborock Qrevo S Pro Saugroboter mit Wischfunktion, 18.500 Pa
    roborock Qrevo S Pro Saugroboter mit Wischfunktion, 18.500 Pa

    439,99 €

    In deutschen Vergleichstests 2026 einer der Preis-Leistungs-Favoriten in der 400-Euro-Klasse: LiDAR-Navigation, Wischfunktion und eine Station, die absaugt und die Mopps reinigt. Der sinnvollste Einstieg, wenn der Roboter die tägliche Routine übernehmen soll und Sie ohnehin einen alten Handstaubsauger für den Rest im Schrank haben.

    Auf Amazon ansehen

    Für wen sich welches Gerät eignet

    Der Saugroboter ist die richtige Wahl, wenn Sie auf einer Ebene wohnen, überwiegend Hartboden oder Kurzflor haben und das Problem „es liegt schon wieder Staub herum“ chronisch ist. Sein eigentlicher Nutzen ist nicht die maximale Saugleistung, sondern die Frequenz: Ein Boden, der täglich abgefahren wird, ist im Wochenmittel sauberer als einer, der einmal wöchentlich gründlich gesaugt wird. Besonders deutlich wird das in Tierhaushalten – tägliches Absammeln verhindert, dass sich Haare überhaupt festsetzen.

    Der Akkusauger ist die richtige Wahl, wenn Sie ein Haus mit Treppen haben, viel Hochflorteppich, Polstermöbel, ein Auto oder Kinder, bei denen zweimal täglich unter dem Esstisch etwas passiert. Er ist in Sekunden einsatzbereit, kommt auf Sofas, Regale und Fensterbänke und liefert eine Tiefenreinigung, die kein Roboter erreicht. Und er hat keine Vorbereitungskosten: Sie müssen nicht vorher Kabel und Socken wegräumen.

    Beides zusammen ist die ehrliche Antwort für die meisten Haushalte. Und interessanterweise ist diese Kombination gar nicht teuer: Ein 400-Euro-Roboter plus ein 250-Euro-Akkusauger deckt zusammen deutlich mehr ab als ein einzelnes 1.300-Euro-Flaggschiff einer der beiden Kategorien.

    Worauf du beim Vergleich achten solltest

    Der ehrliche Blick auf die Reinigungsleistung

    Testportale messen die Aufnahme genormten Prüfschmutzes. Zur Orientierung: smarthomeassistent misst beim Dyson V16 Piston Animal 99,36 g von 100 g auf Hartboden und 62,68 g auf Teppich. Aktuelle Spitzenroboter erreichen auf Hartboden ähnliche Werte um 98–99 %, fallen auf Teppich aber je nach Flor stärker ab. Das Muster ist stabil: Auf Hartboden sind beide Kategorien nahezu gleichauf, auf Teppich – vor allem Hochflor – gewinnt das Handgerät.

    Laufzeit und Realitätscheck

    Akkusauger werden mit 60 bis 70 Minuten Laufzeit beworben. Das gilt für den schwächsten Modus mit nicht motorisierter Düse. Mit Elektrobürste und mittlerer Stufe bleiben typischerweise 20 bis 35 Minuten, im Boost-Modus – beim V16 Piston Animal etwa 16 Minuten – deutlich weniger. Für 80 m² reicht das, für ein Haus auf drei Etagen wird es knapp. Wechselakkus sind hier das entscheidende Kaufkriterium.

    Saugroboter fahren dagegen 100 bis 250 Minuten und laden bei Bedarf zwischendurch nach. Die Einschränkung ist eine andere: Ein Roboter braucht einen aufgeräumten Boden. Wenn Sie vor jedem Lauf fünf Minuten Kabel und Spielzeug einsammeln, ist die Zeitersparnis geringer, als der Prospekt suggeriert.

    Gewicht und Handhabung

    Ein voll ausgestatteter Akkusauger wiegt 2,5 bis 3,5 kg – der Dyson V16 Piston Animal liegt bei 3,4 kg. Über Kopf an der Decke oder auf der Treppe merkt man jedes Gramm. Wer Probleme mit Schulter oder Handgelenk hat, sollte das vor dem Kauf in die Hand nehmen und nicht nur die Datenblätter vergleichen. Der Roboter hat dieses Problem naturgemäß nicht – dafür müssen Sie eine 40 × 40 cm große Station irgendwo unterbringen.

    Wischen

    Fast alle aktuellen Saugroboter wischen mit, viele Akkusauger inzwischen ebenfalls (Dyson Submarine-Aufsatz, Nass-Trocken-Sauger anderer Marken). Der Unterschied: Der Roboter wischt regelmäßig und leicht, der Handsauger wischt selten und gründlich. Für den Alltagsstaubfilm ist der Roboter besser, für den eingetrockneten Fleck vor dem Kühlschrank der Handbetrieb.

    Saugroboter und Akkusauger im direkten Vergleich

    Kriterium Saugroboter Akkusauger
    Aufwand pro Reinigung nahezu null (Boden vorher freiräumen) Sie saugen selbst
    Hartboden sehr gut, Spitzengeräte 98 %+ sehr gut, bis rund 99 %
    Hochflorteppich befriedigend bis gut deutlich besser, mit Elektrobürste
    Treppen, Polster, Auto gar nicht Kernkompetenz
    Ecken und Kanten konstruktive Schwäche, moderne Modelle mit Ausfahrmechanik mit Fugendüse problemlos
    Stellplatz Station braucht 40 × 45 cm Bodenfläche Wandhalterung, kaum Platzbedarf
    Lautstärke 60–75 dB im Betrieb, Absaugvorgang kurzzeitig lauter 70–85 dB, aber nur wenige Minuten
    Folgekosten pro Jahr 60–140 € 15–40 €, plus Akku nach 3–5 Jahren

    Zur Testlage bei Akkusaugern: Die Stiftung Warentest hat kabellose Handstaubsauger zuletzt in einer breit angelegten Untersuchung geprüft, bei der Vorwerk (Kobold VK7), Miele (Triflex HX2 Pro) und Bosch (Unlimited-Serie) an der Spitze lagen und Dyson-Modelle knapp dahinter. Das ist ein fremder Test, kein eigener – und die Ergebnisse stammen aus einer älteren Ausgabe. Aktuelle Modellgenerationen wie der V16 sind darin nicht enthalten. Nutzen Sie solche Ergebnisse als Hinweis auf Markenqualität, nicht als Aussage über das konkrete 2026er-Modell.

    Dyson V16 Piston Animal

    Wenn der Akkusauger die Hauptrolle spielen soll: 315 Airwatt nach Herstellerangabe, 1,35-l-Behälter, wechselbarer Akku und Anti-Tangle-Bürste. Stark auf Hartboden, ordentlich auf Teppich, klar im Premium-Preisbereich – die richtige Wahl für Häuser mit Treppen und Polstermöbeln.

    Zu diesem Modell haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden. Die Angaben oben stammen aus den Herstellerdaten und bleiben als Einordnung stehen; ein Kauflink lässt sich dafür derzeit nicht setzen.

    Was beide im Betrieb kosten

    Die Folgekosten sind der Punkt, an dem die Kategorien am weitesten auseinanderliegen – und der Punkt, den beim Kauf fast niemand rechnet.

    Saugroboter mit Komplettstation, pro Jahr:

    • Staubbeutel: 6–10 Stück, 25–60 €
    • Wischpads oder Moppwalze: 15–40 €
    • Haupt- und Seitenbürsten: 20–50 €
    • Filter: 10–30 €
    • Reinigungsmittel und Entkalker (nur bei Wischstationen): 20–50 €
    • Strom: 15–30 €

    Akkusauger, pro Jahr:

    • Filter: meist waschbar, ein Tausch alle 12–24 Monate, 20–40 €
    • Bürstenwalze: hält bei normaler Nutzung mehrere Jahre
    • Strom: unter 10 €
    • Akku: der große Posten – nach drei bis fünf Jahren fällig, je nach Marke 60–150 €. Bei Geräten mit fest verbautem Akku kann das faktisch das Lebensende bedeuten. Achten Sie beim Kauf auf einen wechselbaren Akku.

    Über fünf Jahre gerechnet: Ein Saugroboter mit Wischstation kommt auf 400 bis 700 Euro laufende Kosten, ein Akkusauger auf 150 bis 300 Euro inklusive eines Akkuwechsels. Wer das in den Kaufpreis einrechnet, sieht die Kategorien plötzlich anders. Die vollständige Aufschlüsselung für Roboter mit allen Verschleißteilen und Intervallen steht in Saugroboter-Folgekosten.

    Ein praktischer Hinweis dazu: Ein großer Teil dieser Kosten ist vermeidbar. Bürsten, die regelmäßig von Haaren befreit werden, halten doppelt so lange; Filter, die trocken und sauber bleiben, ebenfalls. Der Wartungsplan für Saugroboter fasst zusammen, was wann fällig ist.

    Häufige Fragen

    Ersetzt ein Saugroboter den Staubsauger komplett?

    In einer kleinen Hartbodenwohnung ohne Treppen und ohne Polstermöbel: fast. In jedem anderen Fall: nein. Treppen, Sofas, Autoinnenraum, Fensterbänke und die Ecke hinter dem Heizkörper bleiben Handarbeit. Rechnen Sie fest mit einem Zweitgerät – das darf aber ein günstiges sein.

    Was ist sinnvoller, wenn ich nur 500 Euro habe?

    Wenn Sie auf einer Ebene wohnen und überwiegend Hartboden haben: der Roboter, weil er die tägliche Arbeit übernimmt. Wenn Sie ein Haus mit Treppen oder viel Teppich haben: der Akkusauger, weil ein Roboter dort strukturell scheitert. Eine dritte Option, die oft übersehen wird: ein Roboter für 300 € plus ein solider Akkusauger für 200 € deckt gemeinsam mehr ab als ein einzelnes 500-Euro-Gerät.

    Sind Saugroboter bei Tierhaaren gut genug?

    Ja, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: eine Anti-Tangle-Bürste und tägliche Läufe. Der Roboter gewinnt hier nicht durch Kraft, sondern durch Frequenz – Haare, die täglich weggesaugt werden, verfilzen nicht im Teppich. Für die Gründlichkeit auf Polstern brauchen Sie trotzdem ein Handgerät mit Elektrobürste.

    Wie laut sind die Geräte im Alltag?

    Saugroboter liegen im normalen Modus bei 60 bis 70 dB, was Gespräche noch zulässt. Unangenehm ist der Absaugvorgang der Station: Er dauert 10 bis 20 Sekunden, ist aber deutlich lauter. Legen Sie den Reinigungslauf in Ihre Abwesenheit. Akkusauger sind mit 70 bis 85 dB lauter, dafür nur wenige Minuten im Einsatz.

    Fazit: unsere Empfehlung

    Die Frage „Saugroboter oder Akkusauger“ hat für die meisten Haushalte eine unbequeme, aber richtige Antwort: beides – nur nicht beides in der Spitzenklasse. Ein solider Roboter der 300- bis 500-Euro-Klasse plus ein guter Akkusauger für 200 bis 300 Euro schlägt in der Praxis jedes einzelne 1.200-Euro-Gerät.

    Wenn Sie sich wirklich entscheiden müssen: Ebenerdige Wohnung mit Hartboden, wenig Zeit, vielleicht ein Haustier – nehmen Sie den Roboter. Haus mit Treppen, viel Teppich, Polstermöbel, Auto – nehmen Sie den Akkusauger. Und in beiden Fällen: Rechnen Sie die Folgekosten mit ein, bevor Sie das Budget festlegen. Welche Robotermodelle in unabhängigen Tests derzeit vorn liegen, haben wir in Saugroboter-Testsieger zusammengetragen.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.